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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Sicherheitsdepartement - Kantonspolizei - Prävention - Kriminalstatistiken - 2003

Kriminalstatistik 2003

Massive Zunahme bei den Delikten gegen Leib und Leben
Markante Abnahme bei den reinen Vermögensdelikten

Die Kriminalstatistik des Kantons Schwyz enthält die wichtigsten statistischen Angaben über die begangenen Delikte, welche unter das Strafgesetzbuch oder das Betäubungsmittelgesetz fallen, die Selbsttötungen sowie Angaben zu registrierten schweizerischen oder ausländischen Tatverdächtigen. Es sind mehrheitlich die Daten der letzten sechs Jahre, von 1998 bis 2003, aufgeführt. Der Aufbau entspricht den Ausgaben früherer Jahre.

Die Kriminalstatistik soll dazu dienen, Tendenzen zu erkennen und zu interpretieren. Den Behörden, der Wissenschaft und den Medien werden eine Fülle von Informationen vermittelt, die mitunter als Arbeits- und Entscheidgrundlage dienen mögen. Da jedoch der Polizei nicht alle Straftaten gemeldet werden, sind die Dunkelziffern zu berücksichtigen, weshalb die Kriminalstatistik letztlich nur eine Annäherung an die Verbrechenswirklichkeit darstellt.

Die Jahresstatistik 2003 zeigt, dass die erfassten Delikte gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben sind. Im Jahr 2003 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 4‘578 Delikte gemäss Strafgesetzbuch und Betäubungsmittelgesetz erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von einer Straftat (- 0.02 %) entspricht.

Damit wurde seit Einführung der Kriminalstatistik der höchste Stand ausgewiesener und erfasster Straftaten annähernd egalisiert.

Auffallend ist die beinahe unverändert hohe Anzahl von Delikten bei den Diebstählen, die lediglich um 57 (- 2.7 %) auf 1''993 sanken. Insbesondere bei den Ein- und Aufbrüchen war eine deutliche Abnahme um 172 (- 16.7 %) auf 852 zu verzeichnen. Hingegen ist die Zahl der Fahrzeugdiebstähle erstmals seit 1998 markant um 184 (+ 32.9 %) auf 743 Delikte angestiegen.

Die Delikte gegen Leib und Leben nahmen massiv zu, so war bei den Tötungsdelikten ein anstieg um zwei (+ 100 %) auf vier Delikte und bei den vorsätzlichen Körperverletzungen um 33 (+ 38.8 %) auf 118 zu verzeichnen. Hingegen ist bei Vermögensdelikten wie Veruntreuung, Betrug und Betreibungs- und Konkursdelikte eine markante Abnahme um 63
(-58.9 %) von 107 auf 44 Delikte zu verzeichnen. Der in den letzten Jahren beobachtete kontinuierliche Anstieg bei den Raubüberfällen hat sich bestätigt. So nahmen auch im Berichtsjahr die Raubüberfälle massiv um sechs (+ 46.2 %) von 13 auf 19 Delikte zu. Die seit 1999 erkennbare, leicht sinkende Tendenz bei den Unzuchtsdelikte hat sich ebenfalls bestätigt. Die Anzahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität ist mit 36 gleich geblieben, wogegen die Vergewaltigungen von 7 auf 6 (- 14.3 %) sanken. Ebenfalls markant nahm die Anzahl der Brandstiftungen um 13 (- 44.8 %) von 29 auf 16 ab.

Erstmals erfasst wurden die Ausrückungen in Folge „Häuslicher Gewalt“. Im Jahr 2003 wurde die Kantonspolizei in 95 Fällen gerufen. Dabei konnten in 80 Fällen Männer und in 15 Fällen Frauen als Täter/innen ermittelt werden. In 38 Fällen standen Täter/innen und in 13 Fällen Opfer bei der Auseinandersetzung unter Alkohol- oder Medikamenteneinfluss. 18 Personen mussten inhaftiert oder in polizeilichen Gewahrsam genommen werden.

Die Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz sanken um 60 (- 14.6 %) von 412 auf 352. Entgegen dieser Entwicklung ist die Menge der beschlagnahmten illegalen Drogen markant angestiegen. Ebenso ist ein deutlicher Anstieg der Anzeigen gegen Personen wegen Handelns von 26 auf 35 und wegen Handel und Konsum von 8 auf 28 zu verzeichnen.

Die Gesamtzahl der ermittelten Straftäter sank um 147 (- 14.9 %) von 984 auf 837. 148 Personen waren jünger als 18 Jahre. Dies entspricht einer Abnahme von 13.8 % auf 17.7 %. 533 der ermittelten Straftäter waren ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies entspricht einem Anteil von 63.7 % und bedeutete einen Anstieg um 9.5 %.

Die regionale Verteilung der Straftaten hat keine grosse Veränderung erfahren. Von allen im Jahre 2003 im Kanton Schwyz verübten Straftaten entfielen 47 % (46) auf die Sicherheitspolizeiregion Innerschwyz und 53 % (54) auf die Sicherheitspolizeiregion Ausserschwyz (Erklärung: die Sicherheitspolizeiregion Ausserschwyz umfasst die Bezirke March, Höfe und Einsiedeln sowie die vier Gemeinden Rothenthurm, Unteriberg, Oberiberg und Alpthal).

Das Schwergewicht in der Verbrechensbekämpfung für das Jahr 2004 liegt in der Aufklärung von Delikten gegen Leib und Leben sowie von Ein- und Aufbrüchen und in der Vermögens- und Täterabschöpfung. Dabei soll eine konsequente DNA-Sicherung und Auswertung den Erfolg der der polizeiliche Ermittlungstätigkeit gewährleisten.