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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Sicherheitsdepartement - Kantonspolizei - Prävention - Kriminalstatistiken - 2004

Kriminalstatistik 2004

Unverändert hohe Anzahl bei den Delikten gegen Leib und Leben - markante Zunahme bei den Vermögensdelikten

Die Kriminalstatistik des Kantons Schwyz enthält die wichtigsten statistischen Angaben über die begangenen Delikte, welche unter das Strafgesetzbuch oder das Betäubungsmittelgesetz fallen, die Selbsttötungen sowie Angaben zu registrierten schweizerischen oder ausländischen Tatverdächtigen. Es sind mehrheitlich die Daten der letzten sieben Jahre, von 1998 bis 2004, aufgeführt. Der Aufbau entspricht den Ausgaben früherer Jahre.

Die Kriminalstatistik soll dazu dienen, Tendenzen zu erkennen und zu interpretieren. Den Behörden, der Wissenschaft und den Medien werden eine Fülle von Informationen vermittelt, die mitunter als Arbeits- und Entscheidgrundlage dienen mögen. Da jedoch der Polizei nicht alle Straftaten gemeldet werden, sind die Dunkelziffern zu berücksichtigen, weshalb die Kriminalstatistik letztlich nur eine Annäherung an die Verbrechenswirklichkeit darstellt.

Die Jahresstatistik 2004 zeigt, dass die erfassten Delikte gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken sind. Im Jahr 2004 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 4‘520 Delikte gemäss Strafgesetzbuch und Betäubungsmittelgesetz erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 58 Straftaten (- 1.2 %) entspricht. Damit wurde jedoch seit Einführung der Kriminalstatistik der höchste Stand ausgewiesener und erfasster Straftaten erneut annähernd egalisiert.

Auffallend ist die beinahe unverändert hohe Anzahl von Delikten bei den Diebstählen, die lediglich um 3 (- 0.1 %) auf 1''990 sanken. Insbesondere bei der Anzahl der gesamten Fahrzeugdiebstähle war eine deutliche Abnahme um 51 (- 6.8 %) auf 692 zu verzeichnen. Hingegen ist die Zahl der Diebstähle von Personenwagen äusserst markant um 45 (+ 62.5 %) auf 117 Delikte angestiegen.

Bei den Delikten gegen Leib und Leben wurden die Vorjahreszahlen bestätigt, so waren bei den Tötungsdelikten wiederum vier Delikte und bei den vorsätzlichen Körperverletzungen eine leichte Abnahme um sieben (- 5.9 %) auf 111 Delikte zu verzeichnen. Hingegen ist bei den Vermögensdelikten wie Veruntreuung, Betrug und Betreibungs- und Konkursdelikte erneut eine deutliche Zunahme um 15 (+ 34.1 %) von 44 auf 59 Delikte zu verzeichnen. Der in den letzten Jahren beobachtete kontinuierliche Anstieg bei den Raubüberfällen hat sich wiederholt bestätigt. So nahmen auch im Berichtsjahr die Raubüberfälle massiv um sechs (+ 31.5 %) von 19 auf 25 Delikte zu. Die seit 1999 erkennbare, leicht sinkende Tendenz bei den Unzuchtsdelikten hat sich nicht bestätigt. Die Anzahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität ist um 11 Delikte angestiegen, wogegen die Vergewaltigungen von 6 auf 4 (- 33.3 %) sanken. Die Anzahl der Brandstiftungen stieg um eine (+ 6.2 %) von 16 auf 17 an.

Deutlich zugenommen haben im Jahr 2004 die Ausrückungen in Folge "Häuslicher Gewalt" um 40 (42.6 %) von 95 auf 145 Fälle. Dabei konnten in 128 (80) Fällen Männer und in 29 (15) Fällen Frauen als Täter/innen ermittelt werden. In 37 (38) Fällen standen Täter/innen und in 21 (13) Fällen Opfer bei der Auseinandersetzung unter Alkohol- oder Medikamenteneinfluss. 30 (18) Personen mussten inhaftiert oder in polizeilichen Gewahrsam genommen werden.

Die Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz sanken um 39 (- 11.0 %) von 352 auf 313. Entgegen dieser Entwicklung ist die Menge der beschlagnahmten illegalen Drogen, insbesondere Kokain, Marihuana und Ecstasy markant angestiegen. Ebenso deutlich ist die Abnahme der Anzeigen gegen Personen wegen Handelns von 35 auf 28 und wegen Handel und Konsum von 28 auf 21 zu verzeichnen.

Die Gesamtzahl der ermittelten Straftäter stieg massiv um 392 (+ 46.8 %) von 837 auf 1''229. 269 Personen waren jünger als 18 Jahre. Dies entspricht einer Zunahme von 17.7 % auf 21.9 %. 761 der ermittelten Straftäter waren ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies entspricht einem Anteil von 61.9 % und bedeutete einen Abnahme um 1.8 %.

Die regionale Verteilung der Straftaten hat keine Veränderung erfahren. Von allen im Jahre 2004 im Kanton Schwyz verübten Straftaten entfielen 47 % (47) auf die Sicherheitspolizeiregion Innerschwyz und 53 % (53) auf die Sicherheitspolizeiregion Ausserschwyz (Erklärung: die Sicherheitspolizeiregion Ausserschwyz umfasst die Bezirke March, Höfe und Einsiedeln sowie die vier Gemeinden Rothenthurm, Unteriberg, Oberiberg und Alpthal).

Das Schwergewicht in der Verbrechensbekämpfung für das Jahr 2004 lag in der Aufklärung von Delikten gegen Leib und Leben sowie von Ein- und Aufbrüchen und in der Vermögens- und Täterabschöpfung. Eine konsequente DNA-Spurensicherung und Auswertung gewährleisteten den Erfolg in der polizeiliche Ermittlungstätigkeit.