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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Sicherheitsdepartement - Kantonspolizei - Prävention - Kriminalstatistiken - 2005

Kriminalstatistik 2005

Markante Zunahme der Anzahl erfasster Straftaten
Deutliche Zunahme bei den Vermögensdelikten und im Bereich der Kleinkriminalität

Die Kriminalstatistik des Kantons Schwyz enthält die wichtigsten statistischen Angaben über die begangenen Delikte, welche unter das Strafgesetzbuch oder das Betäubungsmittelgesetz fallen, die Selbsttötungen sowie Angaben zu registrierten schweizerischen oder ausländischen Tatverdächtigen. Es sind mehrheitlich die Daten der letzten acht Jahre, von 1998 bis 2005, aufgeführt. Der Aufbau entspricht den Ausgaben früherer Jahre.

Die Kriminalstatistik soll dazu dienen, Tendenzen zu erkennen und zu interpretieren. Den Behörden, der Wissenschaft und den Medien werden eine Fülle von Informationen vermittelt, die mitunter als Arbeits- und Entscheidgrundlage dienen mögen. Da jedoch der Polizei nicht alle Straftaten gemeldet werden, sind die Dunkelziffern zu berücksichtigen, weshalb die Kriminalstatistik letztlich nur eine Annäherung an die Verbrechenswirklichkeit darstellt.

Anzahl erfasster Straftaten + 8.2 %

Die Jahresstatistik 2005 zeigt, dass die erfassten Delikte gegenüber dem Vorjahr und dem allgemeinen Trend deutlich angestiegen sind. Im Jahr 2005 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 4‘891 Delikte gemäss Strafgesetzbuch und Betäubungsmittelgesetz erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 371 Straftaten (+ 8.2 %) entspricht.Die Zunahme liegt hauptsächlich im Anstieg im Bereich der Kleinkriminalität. Während 2004 nur 24.3 % aller Delikte diesem Bereich zugeordnet werden mussten, so sind es 2005 bereits 32.7 %. Damit wurde seit Einführung der Kriminalstatistik der höchste Stand ausgewiesener und erfasster Straftaten deutlich übertroffen.

 

Anzahl Diebstähle, Ein- und Aufbrüche

Auffallend ist die beinahe unverändert hohe Anzahl von Delikten bei den Diebstählen, die lediglich um 47 (- 2.3 %) auf 1''943 sank. Hingegen ist die Zahl der Ein- und Aufbrüche um 10 (+ 1.1 %) auf 850 Delikte angestiegen.

Veruntreuung, Betrug und Konkursdelikte 54.2 %

Deutlich zugenommen haben im Bereich der Delikte gegen das Vermögen die Veruntreuung um 10 (+ 83.3 %) auf 22 Delikte sowie der Betrug um 18 (+ 45.0 %) auf 58 Delikte.

Leib und Leben, Sexualdelikte, Brandstiftungen, usw.

Bei den Delikten gegen Leib und Leben wurden die Vorjahreszahlen unterschiedlich bestätigt, so waren bei den Tötungsdelikten eine Zunahme um ein (+25.0 %) auf fünf Delikte, aber bei vorsätzlichen Körperverletzungen eine leichte Abnahme um acht (- 7.2 %) auf 103 Delikte zu verzeichnen. Der in den letzten Jahren beobachtete kontinuierliche Anstieg bei den Raubüberfällen hat sich heuer nicht bestätigt. So nahmen auch im Berichtsjahr die Raubüberfälle massiv um sechs (- 24.0 %) von 25 auf 19 Delikte ab. Dennoch kann dies im langfristigen Vergleich noch nicht als Entspannung gewertet werden. Die seit 1999 erkennbare, leicht sinkende Tendenz bei den Unzuchtsdelikten hat sich bestätigt. Die Anzahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität ist um 16 (- 34.0 %) auf 31 Delikte gesunken, wogegen die Vergewaltigungen von vier auf fünf (+ 25.5 %) anstiegen. Die Anzahl der Brandstiftungen sank weiterhin um vier (- 23.5 %) von 17 auf 13 und bestätigte die Tendenz.

Häusliche Gewalt - 5.5 %

Die Ausrückungen im Jahr 2005 infolge Häuslicher Gewalt sanken um acht (- 5.5 %) von 145 auf 137 Fälle. Während in 135 (133) Fällen (+ 1.5 %) Männer als Täter ermittelt werden konnten, so stieg der Anteil der Frauen markant um 19 (+ 67.8 %) auf 47 Fälle an. In 42 (37) Fällen standen Täter/innen und in 24 (21) Fällen Opfer bei der Auseinandersetzung unter Alkohol- oder Medikamenteneinfluss. 30 (30) Personen mussten inhaftiert oder in polizeilichen Gewahrsam genommen werden.

Betäubungsmitteldelikte + 2.8 %

Die Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz stiegen um 9 (+ 2.8 %) von 313 auf 322. Entgegen dieser Entwicklung ist die Menge der beschlagnahmten illegalen Drogen, insbesondere von Marihuana markant angestiegen. Ebenso deutlich ist die Abnahme der Anzeigen gegen Personen wegen Handelns von 28 auf 23, wo hingegen die Anzeigen wegen Handel und Konsum von 21 auf 24 anstiegen.

Ermittelte Straftäter - 15.5 %

Die Gesamtzahl der ermittelten Straftäter sank deutlich um 227 (- 15.5 %) von 1‘229 auf 1‘002. 277 Personen waren jünger als 18 Jahre. Dies entspricht einer deutlichen Zunahme von 21.9 % auf 27.6 %. 608 der ermittelten Straftäter waren ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies entspricht einem Anteil von 60.7 % und bedeutete einen Abnahme um 1.6 %. Im vergangenen Jahr wurde weniger gegen grössere Tätergruppierungen ermittelt, was sich in der Anzahl ermittelter Täter deutlich niederschlägt.

Regionale Verteilung: Ausserschwyz Innerschwyz

Die regionale Verteilung der Straftaten hat eine deutliche Veränderung erfahren. Von allen im Jahre 2005 im Kanton Schwyz verübten Straftaten entfielen 41 % (47) auf die Sicherheitspolizeiregion Innerschwyz und 59 % (53) auf die Sicherheitspolizeiregion Ausserschwyz (Erklärung: die Sicherheitspolizeiregion Ausserschwyz umfasst die Bezirke March, Höfe und Einsiedeln sowie die vier Gemeinden Rothenthurm, Unteriberg, Oberiberg und Alpthal). Das Schwergewicht in der Verbrechensbekämpfung für das Jahr 2005 lag in der Aufklärung von Delikten gegen Leib und Leben sowie von Ein- und Aufbrüchen und in der Schliessung illegaler Hanf-Indooranlagen. Eine konsequente DNA-Spurensicherung und -auswertung gewährleisteten den Erfolg in der polizeiliche Ermittlungstätigkeit. So wurden 32 (22) Täter aufgrund von DNA-Spuren überführt.