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Pornografie - Informationen für Eltern

Durch das Internet ist Pornografie auch für Jugendliche sehr einfach zugänglich geworden. Die Gefahr, dass auch Kinder ungewollt auf pornografische Inhalte stossen, hat sich erhöht. 

Heranwachsende entwickeln mit zunehmendem Alter eine natürliche Neugier für alles, was mit Sexualität zu tun hat. Männliche Jugendliche haben gemäss der Lust-und-Frust-Studie 2012 der Zürcher Fachstelle für Sexualpädagogik doppelt so häufig Pornofilme oder -bilder gesehen (91%) als weibliche Jugendliche (44%).

Die Jungen gaben an, dass sie dabei Lust auf Sex verspüren und sich teilweise auch selbst befriedigen würden, dass ihre Neugierde geweckt werde oder es ganz einfach Spass mache. Die Mädchen sind eher durch Zufall oder durch andere Personen dazu gekommen, einen Pornofilm zu schauen. Bei harter Pornografie haben sich die Jugendlichen beiden Geschlechts beim Betrachten geekelt. (Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen)

Welche negativen Auswirkungen hat Internetpornografie auf Jugendliche?

Ein häuftiger, regelmässiger Konsum von Internetpornografie kann bei Jugendlichen falsche Vorstellungen realer Sexualität erzeugen. Bei den Jungen ist dies vor allem sexueller Leistungsdruck, bei den Mädchen der Druck, einen perfekten Körper zu haben und stets sexuell verfügbar zu sein.

So schützen Sie Ihr Kind und lernen es den richtigen Umgang mit Pornografie:

  • Der PC gehört nicht ins Kinderzimmer. Seine Platzierung in einem für alle zugänglichen Raum erlaubt eine Kontrolle der besuchten Inhalte.
  • Jugendschutzprogramme filtern Internetseiten mit pornografischem Inhalt heraus, bieten aber keinen perfekten Schutz.
  • Offene Gespräche über Sexualität und Pornografie helfen, Bilder und Mediennutzung kritisch zu hinterfragen. Sie ermöglichen den Kindern, eine eigene Meinung zu bilden.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, was in Ordnung ist und was nicht. Zum Beispiel ist es absolut nicht in Ordnung, wenn es aufgefordert wird, sich vor der Webcam auszuziehen. Der Körper gehört dem Kind und es soll Nein sagen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass Pornografie und Realität nicht deckungsgleich sind.
  • Internetpornografie ist nicht per se schlecht: Volljährige Nutzerinnen und Nutzer können in der Anonymität des Internets Vorlieben in einer Art ausleben, wie sie es ausserhalb dieser Anonymität nicht könnten. Die kann befreiend wirken und zu mehr Selbstakzeptanz führen.

Was ist strafbar und wie muss ich reagieren?

Kinderpornografie ist verboten und strafbar. Sie können auf der Homepage der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) in einem Meldeformular Links melden, welche Sie entdeckt haben. Laden Sie solche Inhalte auf keinen Fall herunter und machen Sie keine Screenshots, denn damit machen Sie sich selbst strafbar!

Auch Kinder und Jugendliche können sich strafbar machen, wenn Sie Nacktfotos oder Filme von Selbstbefriedigung oder sexuellen Handlungen anderer Minderjähriger aufnehmen und/oder verbreiten, so genanntes Sexting. In diesem Fall produzieren und/oder verbreiten sei illegale Kinderpornografie (vgl. Recht im Internet). Nicht strafbar ist es, wenn Minderjährige in einer Beziehung im gegenseitigen Einvernehmen solches Material aufnehmen und nicht weiter verbreiten.

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