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Was ist häusliche Gewalt?

Häusliche Gewalt liegt vor, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder partnerschaftlichen Beziehung (bis zu einem Jahr nach der Scheidung, Trennung, Auflösung der Partnerschaft oder der Lebensgemeinschaft) physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen.

Von häuslicher Gewalt betroffen sind zum grössten Teil Frauen und Kinder. Gemäss einer Untersuchung erfährt jede fünfte Frau in der Schweiz mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt durch ihren Partner. Gewalt gegen Frauen ist meistens ein Ausdruck von ungleichen Machtverhältnissen in einer Partnerschaft. Es gibt aber auch Gewalt gegen Männer.

Gewalt von Vätern wie Müttern gegen Kinder ist auch eine Form häuslicher Gewalt. Ebenso wenn Jugendliche gegenüber ihren Eltern oder Geschwister gewalttätig werden. Auch betagte Menschen können von häuslicher Gewalt betroffen sein. Formen von Gewalt ihnen gegenüber sind beispielsweise Vernachlässigung, wirtschaftliche Übervorteilung oder Misshandlung.

«Häusliche Gewalt» äussert sich als:

  • psychische Gewalt  
  • körperliche Gewalt  
  • sexuelle Gewalt
  • wirtschaftliche Gewalt

Hier einige Beispiele für gewalttätige Verhaltensweisen, die direkt gegen das Schweizerische Strafgesetzbuch verstossen:

  • schlagen
  • einsperren
  • beschimpfen, bedrohen, mit Waffen drohen
  • Waffen einsetzen
  • sexuell belästigen, vergewaltigen

Unter «Häusliche Gewalt» fallen bereits böswillige Handlungen wie:

  • vernachlässigen
  • Geld vorenthalten
  • schikanieren
  • unverhältnismässiges Kontrollieren
  • einen Menschen isolieren, etwa ihm Kontakte verbieten

Zu den gesundheitsschädigenden Folgen häuslicher Gewalt gehören neben leichten bis schweren physischen Verletzungen, welche die Opfer unmittelbar davontragen, auch psychische und psychosomatische Erkrankungen. Diese sind verbunden mit Angstreaktionen, Panikattacken, geschwächtem Selbstwertgefühl, Schlafstörungen oder erhöhtem Suizidrisiko. Je nach Intensität können die gesundheitlichen Folgen vorübergehende oder länger dauernde Arbeitsunfähigkeit bis hin zur dauernden Invalidität zur Folge haben.

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