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Informationen zu Dienstanlässen des Zivilschutzes

Allgemeine Informationen zu den Dienstanlässen

Aufgebot zu einem Dienstanlass

Das persönliche Aufgebot enthält alle detaillierten Informationen zum bevorstehenden Anlass und wird den Kursteilnehmern spätestens 6 Wochen vor Anlassbeginn zugestellt.

Bekleidung

Für Erstausbildungen rücken Sie mit zivilen Kleidern ein und erhalten, leihweise, für die Dauer des Anlasses eine Uniform. Für weitere Ausbildungen rücken Sie in Uniform ein und nehmen die gesamte Ausrüstung mit. Sie sind verpflichtet diese während der ganzen Kursdauer zu tragen. Für alle Anlässe (gem. Vermerk auf der Vorderseite des Aufgebotes) ist hohes und festes Schuhwerk aus Versicherungsgründen vorgeschrieben.

Parkplätze

Für Schutzdienstpflichtige, die mit dem Auto einrücken stehen gebührenpflichtige Parkplätze (Fr. 5.--/Tg) zur Verfügung.

Unterlagen

Alle Unterlagen aus früheren Dienstanlässen müssen mitgebracht werden.

Dienstverschiebung / Dienstverhinderung (Krankheit, Unfall etc.)

Es besteht kein Anspruch auf Dienstverschiebung. Verschiebungsgesuche werden nur in begründeten, zwingenden Ausnahmefällen bewilligt. Diese sind spätestens 3 Wochen vor Kursbeginn schriftlich mit dem Dienstbüchlein an die aufbietende Stelle zu richten (siehe Vorderseite des Aufgebotes). Gesuche des Arbeitgebers sind nur dann rechtlich zulässig, wenn diese vom Schutzdienstpflichtigen ebenfalls unterschrieben sind.

Einrückungspflichtige, die sich krank fühlen, jedoch reisefähig sind, haben sich am Einrückungstag beim Kursleiter (wenn vorhanden mit Arztzeugnis) zu melden. Wer nicht reisefähig ist, hat dies der aufbietenden Stelle unverzüglich telefonisch mitzuteilen. Das Dienstbüchlein sowie ein ärztliches Zeugnis, welches die Reiseunfähigkeit ausdrücklich bestätigt, ist in einem verschlossenen Umschlag zuzustellen. Der versäumte Dienst ist nachzuholen.

Urlaub (gem Art. 10, ZSV)

Schutzdienstpflichtige können bei der aufbietenden Stelle spätestens zehn Tage vor dem Einrücken ein schriftliches Gesuch um Urlaub einreichen. Das Gesuch ist zu begründen. Ein Anspruch auf Urlaub besteht nicht.

Ausbildung

Die Schutzdienstpflichtigen werden vom Rekrutierungszentrum ausgehoben und eingeteilt. Schutzdienstpflichte absolvieren innerhalb spätestens drei Jahren nach der Rekrutierung eine Grundausbildung von mindestens zwei bis drei Wochen. Die Grundausbildung kann mit einer Zusatzausbildung für Spezialisten von längstens einer Woche ergänzt werden.

Weiterbildung

Schutzdienstpflichtige in Kader- und Spezialistenfunktionen können innerhalb von vier Jahren zu Weiterbildungskursen von insgesamt längstens zwei Wochen aufgeboten werden.

Wiederholungskurse

Schutzdienstpflichte können nach Absolvierung der Grundausbildung jährlich zu Wiederholungskursen von mindestens zwei Tagen bis längstens einer Woche aufgeboten werden. Kader und Spezialisten können jedes Jahr zu längstens einer weiteren Woche aufgeboten werden.

Pflichten des Schutzdienstpflichtigen

Schutzdienstpflicht

Männer mit Schweizer Bürgerrecht, die nicht militär- oder zivildienstpflichtig sind, sind schutzdienstpflichtig. Aus der Militärdienstpflicht Entlassene mit mindestens 50 geleisteten Militärdiensttagen sind nicht mehr schutzdienstpflichtig. Die Schutzdienstpflicht beginnt mit dem Jahr, in dem die Pflichtigen 20 Jahre alt werden, und dauert bis zum Ende des Jahres, in dem sie 40 Jahre alt werden.

Dienstliche Anordnungen

Dienstlichen Anordnungen ist Folge zu leisten.

Funktionsübernahme

Schutzdienstpflichtige können verpflichtet werden, Kaderfunktionen zu übernehmen und die damit verbundenen Dienstleistungen zu erfüllen. Sie haben auch ausserdienstliche Pflichten zu erfüllen, insbesondere zur Vorbereitung von Ausbildungsdiensten und von Einsätzen des Zivilschutzes.

Persönliche Ausrüstung

Der leihweise abgegebene persönliche Ausrüstung ist Sorge zu tragen. Bei Verlust wird der Gegenstand in Rechnung gestellt.

Rechte des Schutzdienstpflichten

Sold und Erwerbsausfallentschädigung (EO-Karte)

Schutzdienstleistende haben Anspruch auf Sold und Erwerbsausfallentschädigung.

Militärpflichtersatz
Pro geleisteten Dienstag reduziert sich der Militärpflichtersatz um 4 Prozent.

Verpflegung, Transport und Unterkunft

Schutzdienstleistende haben Anspruch auf unentgeltliche Verpflegung. Sie haben ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln für das Einrücken und die Entlassung sowie für den Transport zwischen dem Dienst- und dem Wohnort während des Wochenendurlaubes.

Es steht ihnen eine unentgeltliche Unterkunft zu, sofern sie nicht zu Hause Unterkunft nehmen können.

Versicherung

Schutzdienstleistende sind während der Dienstleistung nach dem Bundesgesetz vom 19. Juni 1992 über die Militärversicherung (MVG) versichert.