Direkt zum Inhalt springen

Acceskeys

Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Sicherheitsdepartement - Amt für Militär, Feuer- und Zivilschutz - Zivilschutz - ZS-Bauten - Baugesuch, Formulare - Baugesuch, Formulare

Baugesuch, Formulare

Allgemein
     Schritt 1: Baubewilligung
     Schritt 2: Technische Bewilligung
Baugesuch - Projekt ohne Schutzraum 
Baugesuch - Projekt mit Schutzraum
Baugesuch - Projekt mit öffentlichem Sammel-Schutzraum
Baugesuch - Projekt Umbau/Sanierung einer Baute mit Schutzraum 

 

Allgemein

Ab dem 1. Juli 2008 wird das Baubewilligungsverfahren in 2 Schritten durchgeführt. Für die Abwicklung der Bewilligungsverfahren ist die Baugesuchszentrale des Amtes für Raumentwicklung zuständig. Unter diesem Link ist auch der Ablauf des ordentlichen Verfahrens beschrieben.

Schritt 1: Baubewilligung

Nach Eingang der Gesuchsunterlagen bei der kantonalen Baugesuchszentrale werden die Unterlagen an die zuständige Fachstelle (Bereich Zivilschutz) weitergeleitet. Die zuständige Fachstelle prüft, ob für das Baugesuch gemäss den eidgenössischen Rechtsgrundlagen eine Schutzraumbaupflicht besteht.

In Gebieten mit Gestaltungsplanpflicht wird im Rahmen des Gestaltungsplan-Bewilligungsverfahrens bereits festgelegt, ob ein oder mehrere Schutzräume mit deren Anzahl an Schutzplätzen zu erstellen ist.

Ist eine Schutzraumbaupflicht (siehe Baupflicht) gegeben, kann diese Pflicht auf verschiedene Arten erfüllt werden:

  • Befreiung von der Schutzraumbaupflicht gegen Leistung eines Ersatzbeitrages (bei Zustimmung kantonaler Fachstelle)
  • Bau eines Schutzraumes mit vorliegendem Bauprojekt
  • Beteiligung an einem Sammelschutzraum (Privat > Nachweis und Beilagen erforderlich)
  • Arealbetrachtung unter Berücksichtigung bereits geleisteter Ersatzbeiträge (Nachweis und Beilagen erforderlich)
  • Berücksichtigung einer bestehenden Schutzbaute, sofern rechtlich noch Schutzplätze verfügbar sind (Beilagen zwingend erforderlich)

Werden mit dem Baugesuch die Rechtsgrundlagen berücksichtigt, stellt die zuständige Fachstelle den Antrag auf Erteilung der Baubewilligung.

  • Im Falle einer Ersatzbeitragsleistung wird die Beitragshöhe mit der Baubewilligung festgelegt.
  • Ist eine Schutzbaute zu erstellen, ist als Auflage eine Technische Bewilligung mit einem detaillierten Schutzraumprojekt erforderlich.
  • Gilt es eine bereits bestehende Schutzbaute im Zusammenhang mit dem Baugesuch zu berücksichtigen, wird dieser Schutzbau einer Schutzraumkontrolle unterzogen. Anlässlich dieser Kontrolle wird die Schutzbaute auf die Mindestanforderungen des Bundesamtes für Zivilschutz überprüft. Wird die Schutzbaute als vollwertig oder erneuerbar eingestuft, müssen allfällig festgestellte Mängel im Zuge der Bauprojektarbeiten behoben werden.

    Werden die Mindestanforderungen nicht mehr erfüllt, besteht die Möglichkeit zur Aufhebung der Schutzbaute mit der Baubewilligungsverfügung mit der Auflage zur Behebung allfälliger Mängel und einer allfälligen Einreichung einer Technischen Bewilligung.

Um- und Anbauten sind nicht mehr der Schutzraumbaupflicht unterstellt. Ist jedoch bei einem Umbau oder einer Fassadensanierung eines Bauobjektes eine Schutzbaute betroffen, so müssen die Projektunterlagen mit dem Bewilligungsverfahren dem Kanton zur Genehmigung (Technische Bewilligung) eingereicht werden. Diese Projekte sind mit den Angaben der damaligen Bauherrschaft, Baujahr und eventuell der kantonalen Schutzraum-Objektnummer zu vervollständigen.

In den Projektunterlagen sind die veränderten Bauteile unbedingt farblich zu kennzeichnen (gelb: Abbruch / rot: Neubau). Eine vorgängige Kontaktaufnahme mit dem Sachbearbeiter unserer Amtsstelle ist für den verzugslosen Bewilligungsablauf von Vorteil.

 

Schritt 2: Technische Bewilligung (nur sofern bauliche Massnahmen erforderlich)

Spätestens 6-8 Wochen vor Baubeginn ist der zuständigen Fachstelle Zivilschutz ein Schutzraumprojekt mit allen notwendigen Detailinformationen und Schnitten zur Genehmigung einzureichen.

  • Weist das Schutzraumprojekt keine oder unwesentliche Mängel auf, wird dieses als Technische Bewilligung genehmigt und via Kantonale Baugesuchszentrale -> Gemeinde der Bauherrschaft eröffnet.
    Die Bauverwaltung der Gemeinde erteilt die Baufreigabe erst, wenn alle Technischen Bewilligungen der Fachstellen vorliegen.
  • Nach Erhalt der Technischen Bewilligung sind die Statik, Schalungs- und Armierungspläne einzureichen (6 Wochen vor Lieferung Armierung Bodenplatte, Betonieren der Bodenplatte infolge externer Prüfung).

ˆ nach oben

 

Baugesuch - Projekt ohne Schutzraum

Für die kantonale Baubewilligung sind den Baugesuchsunterlagen von Neubauprojekten folgende Unterlagen erforderlich (siehe auch Baureglement der Standortgemeinde). Die Anzahl der Unterlagsexemplare sind mit der Gemeinde abzusprechen.

Die Formulare können bei der Bauverwaltung der Gemeinde bezogen oder unter Baugesuchszentrale - Rubrik Baugesuchszentrale heruntergeladen werden.

  • Baugesuch (Z01)
  • Zivilschutz Schutzraumbaupflicht (Z13)
  • Katasterplan mit eingetragenem Standort des Bauprojektes
  • Bauprojektpläne mit vollständigen Angaben zur Raumnutzung im Massstab 1:100 (Situation, Grundrisse, Schnitte, Fassaden, etc.)
  • weitere Unterlagen (z.B. alte Verfügungen, Angaben bestehender Schutzräume, private Vereinbarungen, etc.)
  • Allfällige Unterlagen des damaligen Neubauprojektes mit Leistung eines Ersatzbeitrages
ˆ nach oben

 

Baugesuch - Projekt mit Schutzraum

Für die kantonale Baubewilligung sind den Baugesuchsunterlagen von Neubauprojekten folgende Unterlagen erforderlich (siehe auch Baureglement der Standortgemeinde). Die Anzahl der Unterlagsexemplare sind mit der Gemeinde abzusprechen.

Die Formulare können bei der Bauverwaltung der Gemeinde bezogen oder unter Baugesuchszentrale - Rubrik Baugesuchszentrale heruntergeladen werden.

  • Baugesuch (Z01)
  • Zivilschutz Schutzraumbaupflicht (Z13)
  • Katasterplan mit eingetragenem Standort des Bauprojektes
  • Bauprojektpläne mit vollständigen Angaben zur Raumnutzung im Massstab 1:100 (Situation, Grundrisse, Schnitte, Fassaden, etc.)
  • weitere Unterlagen (z.B. alte Verfügungen, Angaben bestehender Schutzräume, private Vereinbarungen, etc.)
  • Allfällige Unterlagen des damaligen Neubauprojektes mit Leistung eines Ersatzbeitrages

 

Für die Technische Bewilligung sind zusätzlich folgende Unterlagen erforderlich (nur bei einer neuen oder bestehenden Schutzbaute).

1.  Schutzraumprojekt

  • Situation Massstab 1:500 mit eingezeichnetem Schutzraum
  • Schutzraumgrundriss Massstab 1:50 vermasst mit
    - eingezeichneter Möblierung (Abortkabinen, Liegestellen)
    - eingezeichneter Lüftungsanlage
    - eingezeichneter Beleuchtung
  • Fassadenpläne Massstab 1:100 aller betroffenen Schutzraumwände mit eingezeichnetem Schutzraum
  • Grundriss des über dem Schutzraum liegenden Geschosses mit eingezeichnetem Schutzraum Massstab 1:100
  • Schnitte Massstab 1:50 durch Eingangstüren und Notausgänge (Notausstiegsschacht, Fluchtröhre) mit vollständigen Angaben zum neuen, definitiven Terrainverlauf(Geländeabsätze beachten)

Beispiel Bsp_SR_Plan  [914 KB]

 

2.  Lüftungsprojekt (TWP 1984 Kapitel 3.1 Belüftung) 

  • Lüftungsprojekt einer Fachfima Zivilschutz mit Angaben der Lüftungskomponenten (Typenangaben, Vermassung) sofern nicht im Schutzaumgrundriss enthalten 
  • Lüftungsofferte einer Fachfima Zivilschutz für
    - die Lüftungsinstallationen und Komponenten 
    - die vorgeschriebene Schutzraumausrüstung

 

3.  weitere Angaben

    • vorgesehene Friedensinstallationen
    • Wärmesolationen im Schutzraumbereich: Angaben bez.Befestigungsmittel
    • bestehende Schutzbauten: Angaben des damaligen Erstellers
    • vorgesehene Beteiligungen an privaten Schutzräumen: Name des Eigentümers, Standort der Schutzbaute, evtl. schriftliche Vereinbarungen

 

4.  Bauingenieursprojekt (TWK 1994/TWK 1997)

Die Statik, Schalungs- und Armierungspläne sind spätestens nach Erhalt der technischen Genehmigung (6 Wochen vor Betonieren der Bodenplatte) einzureichen. Ohne genehmigte Statik, Schalungs- und Armierungspläne darf nicht betoniert werden.

        • Statischer Nachweis (kann in elektronischer Form per E-Mail erfolgen)
        • Schalung und Armierungsplan Massstab 1:50 
        • Stahlliste(n)

 

5. Dienstbarkeitsverträge

Vor Baubeginn sind die Dienstbarkeiten für Schutzräume mit Beteiligung oder mit Anteil an öffentlichen Schutzplätzen zu regeln und einzutragen. Entsprechende Muster von Dienstbarkeitsverträgen sind unter diesem Link zu finden.

 

ˆ nach oben

 

Baugesuch - Projekt mit öffentlichem Sammel-Schutzraum

Das Eingabeverfahren ist identisch mit jenen für ein Projekt mit Schutzraum.

Wird mit dem Bauprojekt eine Schutzbaute erstellt, so kann bei Erfüllung weiterer Voraussetzungen der Bau von zusätzlichen Schutzplätzen für die Gemeinde geprüft werden.

Der Bauherrschaft wird gemäss vorgängiger Abklärungen ein finanzieller Beitrag für die zusätzlich erstellten Schutzplätze entrichtet. Zum Vorteil der Bauherrschaft kann so ein grösserer Raum erstellt werden, der eine bessere Friedensnutzung zulässt. Als Gegenleistung besteht die Pflicht zum Abschluss eines Dienstbarkeitsvertrages mit Grundbucheintrag sowie die Unterhaltspflicht durch den Hauseigentümer.

Wir empfehlen Ihnen, die Voraussetzungen vor Beginn der Projektierungsarbeiten bei unserer Amtsstelle abzuklären.

ˆ nach oben

 

Baugesuch - Projekt Umbau/Sanierung einer Baute mit Schutzraum

Umbauprojekte sind seit dem 1. Januar 2004 nicht mehr der Schutzraumbaupflicht unterstellt.

Es ist jedoch zu beachten, dass Unterlagen von Umbauprojekten mit bestehender Schutzbaute mit dem Baubewilligungsverfahren unserer Amtsstelle auf dem Dienstweg eingereicht werden müssen.
Mit dem Baubewilligungsverfahren wird geklärt, inwieweit das Projekt den bestehenden Schutzraum des Gebäudes tangiert, und ob allenfalls Auflagen für bauliche Massnahmen festzulegen sind.

Vor der Erteilung der Baubewilligung ist eine Terminvereinbarung zwecks Schutzraumkontrolle zwischen dem Hauseigentümer resp. Projektverfasser und unserer Amtsstelle erforderlich. Anlässlich dieser Kontrolle wird die Schutzbaute auf die Mindestanforderungen des Bundesamtes für Zivilschutz überprüft.

Wird die Schutzbaute als vollwertig oder erneuerbar eingestuft, müssen allfällig festgestellte Mängel im Zuge der Bauprojektarbeiten behoben werden.

Werden die Mindestanforderungen nicht mehr erfüllt, besteht die Möglichkeit zur Aufhebung der Schutzbaute mit der Baubewilligungsverfügung.

Für das Baubewilligungsverfahren sind den Baugesuchsunterlagen von Umbau- oder Sanierungsprojekten folgende Unterlagen einzureichen:

    • Baugesuch (Z01)
    • Katasterplan mit eingetragenem Standort des Bauprojektes und rot gekennzeichnetem Schutzraum
    • Bauprojektpläne mit vollständigen Angaben zur Raumnutzung im Massstab 1:100 (Situation, Grundrisse, Schnitte, Fassaden, etc.)
    • Detail der neuen  vorgesehenen und erforderlichen Anpassungen an dem bestehenden Schutzraum (Ansicht, Schnitt, Grundriss Massstab 1:20 oder 1:50)
    • weitere Unterlagen (z.B. alte Verfügungen, Angaben bestehender Schutzräume, private Vereinbarungen, etc.)
    • Allfällige Unterlagen des damaligen Neubauprojektes mit Leistung eines Ersatzbeitrages
ˆ nach oben