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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Sicherheitsdepartement - Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz - Strafverfahren - Die Untersuchung

Der Gang der Untersuchung 

Die Untersuchung wird von einer Staatsanwältin oder von einem Staatsanwalt geleitet. Kommt als Strafe Busse, Geldstrafe von höchstens 180 Tagessätzen, gemeinnützige Arbeit von höchstens 720 Stunden oder Freiheitsstrafe von höchstens sechs Monaten in Frage, kann die Untersuchung durch eine Sachbearbeiterin oder einen Sachbearbeiter mit staatsanwaltlichen Befugnissen (SmsB) geleitet werden.

Durch Einvernahmen und andere Beweiserhebungen, sowie durch den Einsatz von Zwangsmassnahmen wie Hausdurchsuchungen, Telefonüberwachungen, Bankabklärungen wird der Sachverhalt tatsächlich und rechtlich soweit geklärt, dass die Staatsanwaltschaft das Vorverfahren abschliessen kann. Nach Abschluss des Vorverfahrens stehen der Staatsanwaltschaft folgende Möglichkeiten offen:

  • Die Staatsanwaltschaft schliesst das Verfahren durch Strafbefehl ab, wenn sie eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten, eine Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen, gemeinnützige Arbeit bis zu 720 Stunden oder eine Busse für ausreichend hält (Art. 352 StPO). Beim Strafbefehl handelt es sich um einen Urteilsvorschlag, der rechtskräftig und damit zu einem Urteil wird, wenn die beschuldigte Person oder weitere Betroffene nicht innert 10 Tagen schriftlich Einsprache erheben (Art. 354 StPO). Im Fall von Einsprachen kann die Staatsanwaltschaft am Strafbefehl festhalten. Diesfalls überweist sie die Akten unverzüglich dem erstinstanzlichen Gericht zur Durchführung des Hauptverfahrens (Gerichtsverfahren; Art 356 StPO). Die Staatsanwaltschaft kann aber auch nach Abnahme von weiteren Beweisen das Verfahren einstellen, einen neuen Strafbefehl erlassen oder Anklage beim erstinstanzlichen Gericht erheben.
  • Die Staatsanwaltschaft kann auf Antrag der beschuldigten Person das abgekürzte Verfahren anordnen (Art. 358 ff. StPO). Dies, wo die beschuldigte Person den für die rechtliche Würdigung wesentlichen Sachverhalt eingesteht und die Zivilansprüche zumindest im Grundsatz anerkennt. Das abgekürzte Verfahren ist ausgeschlossen, wenn die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von mehr als fünf Jahren verlangt.
  • Die Staatsanwaltschaft verfügt die Einstellung des Verfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt, kein Straftatbestand erfüllt ist, Rechtfertigungsgründe einen Straftatbestand unanwendbar machen, Prozessvoraussetzungen definitiv nicht erfüllt werden können oder Prozesshindernisse aufgetreten sind und wenn nach gesetzlicher Vorschrift auf Strafverfolgung oder Bestrafung verzichtet werden kann (Art. 319 StPO).
Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage beim zuständigen Gericht, wenn sie aufgrund der Untersuchung die Verdachtsgründe als hinreichend erachtet und keinen Strafbefehl erlassen kann (Art. 324 StPO). In diesem Fall entscheidet das Gericht.