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Ausnahmefahrzeuge und -transporte / Sonderbewilligungen

Sonderbewilligungen

Fahrzeuge, die wegen der Ladung den Vorschriften über Masse und Gewichte nicht entsprechen, sowie Ausnahmefahrzeuge dürfen auf öffentlichen Strassen nur mit einer schriftlichen Sonderbewilligung verkehren.

Einzelbewilligungen dürfen für eine oder mehrere bestimmte Fahrten und Dauerbewilligungen für beliebig häufige Fahrten erteilt werden. Zur Überschreitung von Höchstbreite, Höchsthöhe und/oder Höchstgewicht sind nur Einzelbewilligungen zulässig, ausgenommen für:

a) zusammengehörende Transporte auf derselben Strecke

b) Überführung, Transport und Verwendung von Arbeitsfahrzeugen innerhalb des Kantonsgebietes

c) die Verwendung von Raupenfahrzeugen

d) den Transport unteilbarer Güter innerhalb des Kantonsgebietes

e) die Beförderung von beladenen Eisenbahnwagen mit Rollschemeln innerhalb des Kantonsgebietes und mit Zustimmung der betroffenen Kantone auch für ausserkantonale Strecken

f) den Transport unteilbarer Güter und die Verwendung von Ausnahmefahrzeugen bis zu 30 m Länge, 3 m Breite, 4 m Höhe, 44 t Betriebsgewicht und 12 t Achsbelastung

Bei Ausnahmefahrzeugen (ausgenommen Baukrane und Raupenfahrzeuge), deren Abmessungen und Gewichte die Limiten gemäss Bst. f nicht überschreiten und die Kreisfahrbedingungen von 10.60 m innerem und 25 m äusserem Durchmesser eingehalten sind, wird die Dauerbewilligung im Fahrzeugausweis als Verfügung der Behörde eingetragen.

Zuständigkeit und Gesuchseinreichung

Zuständigkeit

Der Standortkanton oder der Kanton, in dem die bewilligungspflichtige Fahrt beginnt, erteilt die Bewilligung mit Gültigkeit für die ganze Schweiz.

Bewilligungen für ausserkantonale Strecken dürfen auf Durchgangsstrassen, d.h. Autobahnen, Autostrassen und Hauptstrassen (blau signalisiert) und von solchen Strassen berührte Ortschaften für Ausnahmefahrzeuge und -transporte bis 30 m Länge, 3 m Breite, 4 m Höhe, 44 t Betriebsgewicht und 12 t Achsbelastung erteilt werden. Bei Einzelbewilligungen kann das Betriebsgewicht bis 50 t betragen, wenn der Transit durch die von der ausserkantonalen Fahrstrecke berührten Kantone ausschliesslich auf der Autobahn erfolgt.

Werden die vorgenannten Masse und Gewichte überschritten, ist beim Start- / Leadkanton sowie bei jedem Kanton, der von der Fahrt auf der Kantonsstrasse berührt wird, eine Sonderbewilligung einzuholen. Der Start- / Leadkanton ersucht bei der Schadenwehr Gotthard SWG (ASTRA) um eine Fahrstreckenabklärung für das Befahren der Nationalstrasse/n. Das Gesuch um Erteilung einer Bewilligung ist mindestens drei bis fünf Arbeitstage vor dem Transportdatum einzureichen.

Die Schadenwehr Gotthard SWG (ASTRA) erteilt Bewilligungen für Fahrzeuge im Dienste des Bundes und für Import- und grenzüberschreitende Transitfahrten, nötigenfalls (d.h. wenn die vorgenannten Masse und Gewichte überschritten werden) nach Anhörung der Kantone.

Gesuchseinreichung und -formular

Eine Übersicht über die Zuständigkeiten für die Gesuchseinreichung und die Bewilligungserteilung sowie über das neue EDV-konforme Gesuchsformular befindet sich auf www.sonderbewilligung.ch. Für Anträge um Erteilung von Sonderbewilligungen ist ab 1. Januar 2008 das gesamtschweizerisch einheitliche Gesuchsformular zu verwenden. Die Anträge sind den zuständigen Bewilligungsbehörden per E-Mail, Fax oder Post zu übermitteln. Die Bewilligungsbehörden bevorzugen eine Zustellung per E-Mail. Der Gesuchsteller erhält in diesem Fall die Sonderbewilligung per E-Mail (wird vom Kontrollorgan anerkannt) und die Rechnung per Post.

Gesetzlich zulässige Abmessungen und Gewichte (ohne Sonderbewilligung)

 

Länge: 12 m bei Motorwagen, ausgenommen Gesellschaftswagen
12 m bei Anhängern, ausgenommen Sattelanhänger
16.50 m bei Sattelmotorfahrzeugen
18.75 m bei Anhängerzügen
Breite: Breite Motorfahrzeuge und Anhänger 2.55 m, klimatisierte Fahrzeuge 2.60 m
Höhe: 4 m
Gewichte:

18 t bei zweiachsigen Motorfahrzeugen
25 bzw. 26 t bei dreiachsigen Motorfahrzeugen
32 t bei vierachsigen Motorfahrzeugen
40 t bei Motorfahrzeugen mit mehr als vier Achsen, Anhängerzügen und Sattelmotorfahrzeugen bzw. 44 t bei diesen Fahrzeugen im unbegleiteten kombinierten Verkehr
18 t bei Anhängern mit zwei Achsen, ausg. Sattel- und Zentralachsanhänger
24 t bei Anhängern mit drei Achsen, ausg. Sattel- und Zentralachsanhänger
32 t bei Anhängern mit vier Achsen, ausg. Sattel- und Zentralachsanhänger

Schutzanordnungen für Ausnahmefahrzeuge und -transporte

 

Auf Hauptstrassen (blau signalisiert) und von solchen Strassen berührte Ortschaften
Ab 3.01 m Breite oder 25 m Länge:
Gelbes Gefahrenlicht
Ab 3.31 m Breite oder 30 m Länge: Begleitfahrzeug mit
gelbem Gefahrenlicht
Ab 3.51 m Breite oder 35 m Länge sowie bei
Ausnahmetransporten ab 64 t Gesamtzuggewicht und bei
Ausnahmefahrzeugen ab 60 t Gesamtgewicht:
Polizeibegleitung
zusätzlich gelbes Gefahrenlicht
Auf Autobahnen
Ab 3.01 m Breite:
Gelbes Gefahrenlicht
Ab 3.81 m Breite oder weniger als 60 km/h lt. Fahrzeugausweis: Polizeibegleitung
zusätzlich gelbes Gefahrenlicht

Pistenfahrzeuge und Motorschlitten

Raupenfahrzeuge sind Fahrzeuge, die sich mittels Raupen fortbewegen. Sie sind den Ausnahmefahrzeugen gleichgestellt und benötigen Fahrzeugausweis und Kontrollschilder sowie eine Sonderbewilligung.

Sonderbewilligungen für Raupenfahrzeuge sind nur zulässig, soweit sie wegen der Zweckbestimmung oder aus andern zwingenden Gründen notwendig sind und die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt wird.

Im Kanton Schwyz ist die Immatrikulation von Pistenfahrzeugen und Motorschlitten im Gesetz über die Verwendung von Motorfahrzeugen ausserhalb der öffentlichen Strassen und Wege vom 9. September 1976 geregelt.

Werkinterner Verkehr auf öffentlichen Strassen

Unter werkinternen Verkehr fällt laut Art. 33 der Verkehrsversicherungsverordnung VVV der Fahrverkehr zwischen benachbarten Teilen eines Fabrik- oder Werkbetriebes. Wird dabei die öffentliche Strasse benützt, so kann das Verkehrsamt dem Unternehmer die Verwendung von Motorfahrzeugen ohne Fahrzeugausweis und Kontrollschilder auf kurzer Strassenstrecke gestatten, sofern er nachweist, dass er als Halter all dieser Fahrzeuge nach der Massgabe des Strassenverkehrsgesetzes SVG gegen Haftpflicht versichert ist.

Sonntags- und Nachtfahrbewilligungen

Das Sonntagsfahrverbot gilt an allen Sonntagen und an den folgenden Feiertagen: Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, 1. August, Weihnachten und am 26. Dezember, wenn Weihnachten nicht auf einen Montag oder Freitag fällt. Wird in einem Kanton oder Kantonsteil einer dieser Tage nicht gefeiert, so gilt dort auch das Sonntagsfahrverbot nicht.

Das Nachtfahrverbot gilt von 22.00 - 05.00 Uhr.

Ausnahmen vom Sonntags- und Nachtfahrverbot sind nur zulässig, wenn die Fahrt am Sonntag oder zur Nachtzeit dringend ist und weder durch organisatorische Massnahmen noch durch die Wahl eines andern Verkehrsmittels vermieden werden kann.

Unter das Sonntags- und Nachtfahrverbot fallen:

- schwere Motorwagen
- gewerbliche Traktoren und Arbeitsmotorwagen
- Sattelmotorfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtzugsgewicht von über 5 t
- Fahrzeuge, die einen Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3.5 t mitführen

Welche Motorfahrzeuge vom Sonntags- und Nachtfahrverbot ausgenommen sind, wird in Art. 91 der Verkehrsregelverordnung VRV. Welchen Motorfahrzeugen eine Sonntags- und Nachtfahrbewilligung erteilt werden kann, wird in Art. 92 der gleichen Verordnung geregelt.

Zuständigkeit:
Der Standortkanton oder der Kanton, in welchem die bewilligungspflichtige Fahrt beginnt, erteilt die Ausnahmebewilligung mit Gültigkeit für die ganze Schweiz. Die Zuständigkeit des Standortkantons entfällt, wenn sein Gebiet nicht berührt wird.

Haben Sie Fragen? Dann wenden Sie sich bitte an unseren Mitarbeiter Peter Zgraggen, Tel. 041 819 21 31.