Direkt zum Inhalt springen

Acceskeys

Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Umweltdepartement - Amt für Umweltschutz - Abwasser - Interne Links - Link Abwasser Grundlagen GEP

Genereller Entwässerungsplan (GEP)

Stufenweises Vorgehen im Kanton Schwyz

Der Generelle Entwässerungsplan (GEP) gibt den Gemeindebehörden einen Überblick über die kommunalen Gewässerschutzanlagen. Er ist ein nützliches Hilfsmittel bei der Koordination der kommunalen Verpflichtungen, der Erteilung von Baubewilligungen für Erschliessungsstrassen und Neuanschlüssen und beim Unterhalt und der Werterhaltung der Anlagen. Das Amt für Umweltschutz empfiehlt die GEP-Planung stufenweise zu erarbeiten.

Ohne umfassende Planung können die Gemeinden die vielfältigen Gewässerschutzaufgaben nicht optimal erfüllen. Der GEP ist der notwendige Plan als Hilfe zum Vollzug des Gewässerschutzgesetzes (GSchG) auf kommunaler Stufe. Er ist gesetzlich vorgeschrieben (Art. 10 GSchG und Art. 11 der Gewässerschutzverordnung (GSchV)).

Stufenweise Erarbeitung

Der GEP soll in jeder Gemeinde stufenweise erarbeitet werden.

In der ersten Stufe werden alle Bestandesaufnahmen und Zustandsberichte beschafft. Diese Stufe ist für jede Gemeinde unbedingt erforderlich. Die Arbeiten werden einem Ingenieurbüro übertragen. Für spezielle Arbeiten (z.B. Kanalfernsehen, Erfassung und Auswertung von Kläranlage-Daten etc.) werden Spezialunternehmungen beigezogen. Bei der Erstellung des Zustandsberichtes Gewässer ist das Amt für Umweltschutz behilflich.

Die zweite Stufe bezieht sich auf Neukonzepte und Planungen. Sie soll erst in Angriff genommen werden, wenn aufgrund der Resultate der ersten Stufe ein entsprechendes Pflichtenheft vorliegt.

Vielfältiger Nutzen des GEP

Der GEP besteht nicht nur aus einem Plan, sondern ist zum "täglichen Gebrauch" bei verschiedenen Gemeindeaufgaben dienlich:

  • Überblick über die kommunalen Gewässerschutzanlagen:
    Die bestehenden Anlagen und Netze sind komplex. Übersichtliche Bestandesaufnahmen und Darstellungen sind für die Gemeindebehörden äusserst wertvoll.

  • Koordination der kommunalen Verpflichtungen:
    Die Gemeinden sind verpflichtet, Erschliessungspläne zu erlassen. Sie sind für die Groberschliessung verantwortlich (§15 + §38 des Raumplanungsgesetzes, RPG). Strassen- und Kanalisationsbauten sind zu koordinieren. Frühzeitiges Erkennen der Probleme bewahrt vor finanziellen und unangenehmen Überraschungen.

  • Baubewilligungen für Erschliessungen und Neuanschlüsse:
    Bau- bzw. Anschlussbewilligungen sind Gemeindesache. Der GEP gibt Entscheidungsgrundlagen für die Baubewilligungen bezüglich Abwasser, Meteorwasser, Fremdwasser, Sickerwasser, Bachverbauungen, etc.

  • Unterhalt und Werterhaltung der Anlagen:
    Der Ersatzwert der baulichen Anlagen beträgt im Kt. SZ heute gegen eine Milliarde Franken. Der Unterhalt muss optimal gesteuert werden. Infolge der beschränkten Lebensdauer der Anlagen ist auch eine vorausschauende Finanzierungsplanung notwendig. Schwachpunkte sind frühzeitig zu erkennen. Der GEP soll für diese Aufgaben Vorschläge enthalten.