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Schutzkonzept

Die fruchtbaren Böden im Kanton Schwyz sind über Jahrtausende entstanden. Zerstört sind sie im Extremfall in wenigen Sekunden. Deshalb muss der Boden sorgfältig genutzt und nachhaltig geschützt werden.

 

 

 

Schutzkonzept

Der Boden ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen. Als Hauptursachen der Boden-zerstörung gelten Versiegelung (Überbauung), Erosion, Verdichtung, Überdüngung und Vergiftung. Der Bodenschutz will diese Gefahren mit einer breiten Palette von Massnahmen entschärfen. Unter Bodenschutz versteht man:

  • Quantitativer Bodenschutz: Schutz des Bodens vor Versiegelung (Überbauung)
  • Qualitativer Bodenschutz: Schutz des unversiegelten Bodens vor Veränderung der natürlichen Beschaffenheit (Schutz der Bodenfruchtbarkeit)

Qualitativer Bodenschutz

Grundlage bilden Art. 33 bis 35 des Umweltschutzgesetzes (USG) und gestützt darauf die Verordnung über Belastungen des Bodens (VBBo). Nach VBBo werden chemische Boden-belastungen durch natürliche oder künstliche Schadstoffe anhand von Richt-, Prüf- und Sanierungswerten beurteilt:

Richtwerte
Richtwerte geben die Schadstoffbelastung an, bei deren Überschreitung die Fruchtbarkeit des Bodens langfristig nicht mehr gewährleistet ist. Steht fest oder ist zu erwarten, dass in bestimmten Gebieten Belastungen des Bodens die Bodenfruchtbarkeit gefährden, so sorgen die Kantone dort für eine Überwachung der Bodenbelastung und prüfen Massnahmen zur Verhinderung des weiteren Anstiegs der Belastung.

Prüfwerte
Prüfwerte weisen auf eine konkrete Gefährdung von Menschen, Tieren oder Pflanzen hin. Diese ist im Einzelfall zu überprüfen. Prüfwerte liegen zwischen den Richt- und den Sanierungswerten.
Mit dem Handbuch „Gefährdungsabschätzung und Massnahmen bei schadstoffbelasteten Böden“ kann eine mögliche Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen (Schutzgüter) abgeschätzt werden. Das Handbuch und verschiedene Hilfsmittel können hier abgerufen werden.

Sanierungswerte
Sanierungswerte geben die Belastung an, bei deren Überschreitung bestimmte Nutzungen ohne Gefährdung von Menschen, Tieren oder Pflanzen nicht mehr möglich sind. Sind in einem Gebiet die Sanierungswerte überschritten, so verbieten die Kantone die davon betroffenen Nutzungen und ordnen gegebenenfalls Massnahmen an, mit denen die Bodenbelastung so weit unter die Sanierungswerte gesenkt werden, dass die beabsichtigte standortübliche Bewirtschaftungsart ohne Gefährdung möglich ist.

Eine Zusammenstellung der Richt-, Prüf- und Sanierungswerte von einzelnen Schadstoffen befindet sich in Anhang 1 der VBBo.

Weiter enthält die VBBo Vorschriften, die den physikalischen Bodenschutz (gegen Boden-erosion und -verdichtung, Umgang mit Bodenaushub) betreffen.

 

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