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Nachweis Abfallverbrennen

Die Wahl des Nachweises hängt von der vermuteten Abfallart ab. Die meisten Abfallvergehen sind bereits durch eine optische (visuelle und ggf. mikroskopische) Analyse zu erkennen. So findet man vorwiegend Fremdkörper wie Alufolien, geschmolzene Plastikresten, Nägel und andere Metallteile von brennbaren Gebrauchsgegenständen. Bei Verdacht auf Altholzverbrennen (Geruch, Farbe) ist jedoch eine chemische Analyse in Form eines halbquantitativen Schnelltests oder einer quantitativen Instrumentalanalyse nötigt.

Der Nachweis des Abfallverbrennens ist in der Regel recht einfach zu führen. Bereits eine Sichtung des Vorrates an Brennmateriales spricht hin und wieder Bände über die Gedankenlosigkeit oder Rücksichtslosigkeit einiger weniger Abfallsünder. In der Regel lässt sich allerdings auch durch eine einfache visuelle Begutachtung der Asche ein Befund relativ rasch ermittelt. Die häufigsten Fremdkörper in der Asche sind gut sichtbare metallene Reste von Gebrauchsgegenständen, wie Beschläge, Nägel oder etwas ausgefallenere Objekte wie Überreste von Reissverschlüssen, Miederwaren oder Tierknochen.

Obwohl diese Beweismittel an und für sich schlüssig sind, gibt letzlich eine chemische Analyse die Gewissheit, wieviel und was im Speziellen in der Feuerung verbrannt wurde. Je nach Situation und Vollzugsaufgabe genügt ein chemischer Schnelltest, wo man feststellen kann, ob gewisse einfach nachweisbare, chemische Elemente, die für das Abfallverbrennen typisch sind (Chlor, Zink, Blei, Chrom, Kupfer) in Mengen vorkommen, die auf natürliche Weise (natürliches Vorkommen, Materialabrieb und dergleichen) nicht in die Asche gelangen können.

Zur Sicherstellung des genauen Gehaltes und bei Zweifeln ist jedoch eine vertiefte Instrumentalanalyse notwendig, die bedeutend mehr chemische Elemente berücksichtigt und dabei genaue quantitative Wert liefert. Damit lässt sich auch bei geringen Verstössen schlüssig nachweisen, ob Abfall verbrannt wurde. Diese Analysen sind jedoch aufwendig und dementsprechend teuer. Eine Verzeigung aufgrund einer solchen Analyse kommt den Verursacher mit Busse und Verfahrenskosten auf einige hundert Franken zu stehen.

Bei einer Aktion in einer Gemeinde, die eine Lösung für das vermutete, illegale Abfallverbrennen suchte, wurden alle zugänglichen Aschen untersucht und bei Verdacht auf Abfallverbrennen analysiert. Die untenstehende Zusammenstellung bestätigte die Vermutung der Gemeinde. Die Aschenprobenahme für sich und die anschliessende Verzeigung der Fälle mit massiven Anzeichen für Abfallverbrennung hat zu einigen, z.T. emotialen Diskussionen geführt und sicher das eine oder andere ausgelöst.

 

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