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Tankstellen mit Benzin

Beim Umschlag und beim Betanken von Fahrzeugen entstehen Benzindämpfe, welche die Umwelt belasten und die Gesundheit gefährden (krebserregendes Benzol). Sie tragen zudem als Vorläufersubstanzen zum schädlichen, bodennahen Ozon bei.

Daher müssen Benzintankstellen mit einem Gasrückführsystem ausgerüstet sein. Die bei der Belieferung der Tankstelle verdrängten Benzindämpfe müssen erfasst und in den Transportbehälter zurückgeführt (Gasrückführung Stufe 1) werden. Das Gasrückführsystem und die angeschlossenen Anlagen dürfen während des Gaspendelns im Normalbetrieb keine Öffnungen ins Freie aufweisen. Beim Betanken von Fahrzeugen mit genormten Tankeinfüllstutzen dürfen höchstens 10% der in der Verdrängungsluft enthaltenen Benzindämpfe emittiert (Gasrückführung Stufe 2) werden. Neue Benzinzapfsäulen müssen über ein Gasrückführsystem mit automaischer Funktionssicherung verfügen. Es gibt zwei Systeme: Beim selbstüberwachten System wird die Gasrückführrate regelmässig automatisch gemessen und beim selbstregulierenden System wird zusätzlich die Gasrückführrate bei einer Abweichung vom Sollbereich automatisch nachreguliert. Beide Systeme unterbrechen bei einem Defekt nach 72 Stunden die Bezinförderpumpe.

Wartung und Eigenkontrolle

Die Wartungsarbeiten und Kontrollen an der Gasrückführung sind von besonderer Bedeutung für den LRV-konformen Dauerbetrieb. Die Eigenverantwortung wird so zu einer unabdingbaren Voraussetzung für einen nachhaltigen Vollzug. Die Tankstellenbetreiber müssen für jede Tankstelle eine für die Gasrückführung verantwortliche Person bestimmen, die während den Betriebszeiten erreichbar ist. Diese Person muss die periodische Kontrolle vornehmen. Stellt sie fest, dass die Stufe 2 ausgefallen ist, so muss sie innerhalb von 72 Stunden die Reparatur veranlassen oder die Zapfsäule stilllegen.

Für Tankstellen ohne automatische Funktionssicherung ist ein Wartungskontrollheft zu führen. Es enthält Einträge zur monatlich durchgeführten Selbstkontrolle, das Ergebnis der Erstabnahme und die Resultate der periodisch durchgeführten amtlichen Messungen.

Für Tankstellen mit automatischer Funktionssicherung ist ein Serviceheft zu führen. Es enthält das Ergebnis der Erstabnahme, die Resultate der periodisch durchgeführten amtlichen Messungen, festgestellte Mängel und Defekte sowie durchgeführte Service- und Reparaturarbeiten am Gasrückführsystem.

Kontrollmessung und Messintervall

Benzintankstellen müssen periodisch durch Tankstellen-Kontrollfirmen überprüft werden. Die Kontrollfirma trägt die Ergebnisse dieser Überprüfung in einen Tankstellen-Kontrollrapport ein und sendet diesen an das Amt für Umweltschutz.

Die Messintervalle der periodischen Tankstellenkontrolle sind folgendermassen:

Benzinzapfsäulen mit Gasrückführsystem ohne automatische Funktionssicherung
Das Messintervall beträgt zwei Jahre, es baut auf einer eigenverantwortlichen Wartung der Benzintankstelle durch den Betreiber auf. Wird die Stufe 2 nicht monatlich mit dem Schnelltester überprüft, sinkt das Messintervall auf ein Jahr und wird zudem das Wartungskontrollheft nicht ordnungsgemäss geführt oder wurden bei der Kontrollmessung defekte Gasrückführpumpen angetroffen, sinkt das Messintervall auf sechs Monate.  

Benzinzapfsäulen mit Gasrückführsystem mit automatischer Funktionssicherung > selbstüberwachtes System
Das Messintervall beträgt drei Jahre und baut auf einer eigenverantwortlichen Kontrolle der Benzintankstelle durch den Betreiber auf.

Benzinzapfsäulen mit Gasrückführsystem mit automatische Funktionssicherung > selbstregulierendes System
Das Messintervall beträgt fünf Jahre und baut auf einer eigenverantwortlichen Kontrolle der Benzintankstelle durch den Betreiber auf.

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