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Abfallverbrennung

Beissende Rauchschwaden und penetranter Gestank müssen nicht sein. Dies sind Verstösse gegen das Umweltschutzgesetz, welche das Zusammenleben erschweren. Für beinahe jedes Entsorgungsproblem, dem einige Zeitgenossen schlicht mit dem Zündholz zu Leibe rücken, gäbe es eine umweltverträgliche Lösung.

 
 

Was darf in die Hausfeuerung?

In der Hausfeuerung und dem Cheminée darf nur naturbelassenes und trockenes Brennholz verbrannt werden. Altholz und sei es auch scheinbar noch so „sauber“ und „garantiert unbehandelt“ verschmutzt die Luft, gefährdet die Gesundheit und belastet die Feuerungsanlage. Auch auf das Verbrennen von Papier und Karton muss aus denselben Gründen verzichtet werden. Zum Anfeuern sind sogenannte Anfeuermodule erheblich besser geeignet als Papier.
In der Hausfeuerung dürfen somit ausschliesslich naturbelassenes stückiges Holz einschliesslich anhaftender Rinde gemäss der folgenden Aufzählung verbrannt werden:
  • Scheitholz
  • Holzbriketts
  • Reisig und Zapfen
In Holzfeuerungen, die auch für feineres Brennmaterial geeignet sind, kann zusätzlich auch das folgende naturbelassene nichtstückige Holz verbrannt werden:
  • Holzpellets
  • Hackschnitzel
  • Späne, Sägemehl, Schleifstaub und Rinde

Was darf im Freien verbrannt werden

So gut wie nichts. Im Siedlungsgebiet und in dessen Nähe ist es gänzlich verboten, Garten- oder Holzabfälle zu verbrennen. Auch ausserhalb des Siedlungsgebietes dürfen nur unter der Bedingung von wenig Rauchentwicklung natürliche und trockene Garten- und Holzabfälle verbrannt werden. Die rauchenden Grünabfallfeuer an Waldrändern und auf Lichtungen sind letztlich ein unnötiges Relikt, das ausserdem die Gesundheit von Betroffenen belastet. Solche Feuer müssen durch das Amt für Landwirtschaft oder durch den zuständigen Revierförster bewilligt werden und sind nur während Zeiten guter Luftmassenwechsel gestattet. Nicht bewilligte oder übermässig rauchende Feuer werden von der Polizei zur Anzeige gebracht und kosten den Verursacher mehrere Hundert Franken. Das Beste ist, im Freien die Finger vom Feuer zu lassen, zumindest, wenn es um das Entsorgen oder Aufräumen geht.

Brauchtumsfeuer

Natürlich sind Brauchtumsfeuer und der Cervelat an der Feuerstelle nach wie vor erlaubt – jedoch ohne Einsatz von Altholz und Abfallgebinden. Dazu können Paletten und Harassen gehören. Diese sehen zwar unbehandelt aus, können durch ihren Einsatz jedoch mit Lösungsmittel in Kontakt gekommen sein oder wurden mit Fungiziden behandelt. Auch für Brauchtums- und Grillfeuer darf somit nur naturbelassenes Holz verwendet werden.

Vorgehen bei Abfall- und Mottfeuern

Ein Wort im Guten, hat schon manchen hässlichen Streit verhindert. Wenn Rauch zur Belästigung wird, erst mal das Gespräch mit dem Verursacher suchen. Wenn gar nichts hilft, sollte man jedoch die Gemeinde beiziehen oder, insbesondere beim Verbrennen von Kehricht im Freien, sofort die Umweltschutzpolizei informieren: 041 819 57 48 (Innerschwyz) / 055 410 44 93 (Ausserschwyz).

Nur wenn alle, die eine gesunde Luft zu schätzen wissen auch couragiert gegen die feuerfreudigen Zeitgenossen einstehen, werden wir unser Ziel, eine Luft frei von stinkenden Rauchschwaden für alle erreichen können.

 

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