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Deponien Typ A

Deponien Typ A: Standort, Bau, Betrieb, Abschluss und Nachsorge

Die Anforderungen an Standort, Bau, Betrieb, Abschluss und Nachsorge von Deponien des Typs A sind in der Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (Abfallverordnung, VVEA) beschrieben. Hier werden nur die wichtigsten Merkmale wiedergegeben:

Anforderungen an den Standort

Deponien dürfen weder in Grundwasserschutzzonen und -arealen noch in einem überschwemmungs-, steinschlag-, rutschungs- oder besonders erosionsgefährdeten Gebiet errichtet werden. Deponien des Typs A, die über nutzbaren unterirdischen Gewässern und in den zu ihrem Schutz notwendigen Randgebieten liegen, müssen 2 m über dem natürlichen, zehnjährigen Grundwasserhöchstspiegel liegen.

Der Untergrund und die Umgebung müssen so beschaffen sein, dass die Deponie langfristig stabil bleibt (Setzungen).

Anforderungen an den Bau

Deponien des Typs A müssen ein Minimalvolumen von 50‘000 m3 aufweisen. Kleindeponien mit weniger als 50 000 m3 Volumen können in bestimmten abgeschiedenen Regionen (vgl. Deponieplanung) mit Zustimmung des BAFU errichtet werden. Eine Entwässerung muss gemacht werden, wenn sie zur Sicherstellung der Stabilität der Deponie nötig ist.

Anforderungen an den Betrieb

Für den Betrieb einer Deponie des Typs A muss der Inhaber:

  • über ein vom Kanton genehmigtes Betriebsreglement verfügen
  • jedem Anlieferer die Deponieordnung und das geltende Einzugsgebiet bekanntgeben
  • entsprechend ausgebildetes Personal beschäftigen
  • die Zulassung der Abfälle kontrollieren
  • dafür sorgen, dass nur zugelassene Abfälle abgelagert werden
  • eine Mengenbuchhaltung über die abgelagerten Abfälle inkl. deren Herkunft führen
  • dafür sorgen, dass ausserhalb der Öffnungszeiten keine Abfälle abgelagert werden
  • die offenen Betriebsflächen möglichst klein halten
  • gegebenenfalls periodische Kontrollen und allenfalls Beprobungen (Entwässerung) durchführen
  • alle 10 Jahre prüfen, ob die Deponie dem Stand der Technik entspricht und die nötigen Anpassungen vornehmen.

Zugelassene Abfälle (Anhang 5 Ziffer 1 VVEA)

  • Unverschmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial nach Anhang 3 Ziffer 1 VVEA, soweit es nicht durch andere Abfälle verschmutzt ist und sofern verwertbare Anteile vorgängig entfernt wurden.
  • Kieswaschschlamm aus der Behandlung von unverschmutztem Aushub- und Ausbruchmaterial.
  • Unverschmutzter abgetragener Ober- und Unterboden, wenn er die Richtwert gemäss der Verordnung über Belastungen des Bodens (VBBo) einhält.
  • Geschiebe aus Geschiebesammlern

Anforderungen an den Abschluss und die Nachsorge

Wenn keine Abfälle mehr abgelagert werden, ist die Oberfläche mit einer rekultivierbaren Deckschicht mit genügendem Gefälle zu versehen, naturnah zu gestalten und entsprechend der Nachnutzung zu begrünen oder zu bepflanzen. Eingedolte Gewässer im Bereich der Deponie müssen ausgedolt und um die Deponie herum geleitet werden.

Die Bodenfruchtbarkeit muss während 5 Jahren nach Abschluss der Deponie überwacht werden.

Die gesamte Anlage, insbesondere die allenfalls vorhandenen Entwässerungsanlagen müssen nach Abschluss der Deponie des Typs A während der gesamten Nachsorgephase, mindestens aber während 5 Jahren, kontrolliert und gewartet werden.

 

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