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Zürich und Obersee

Zürichobersee Richtung Lachen

Der Zürichsee ist der flächenmässig fünftgrösste Schweizer See. Die beiden Seeteile Zürich-Obersee und unterer Zürichsee sind durch die natürliche Landzunge von Hurden, sowie durch die Aufschüttung des Dammes bei Rapperswil abgetrennt.  

 

 

Allgemein 

Der Zürich-Obersee, nachfolgend Obersee genannt, ist vom unteren Zürichsee durch die natürliche Landzunge von Hurden, sowie durch die Aufschüttung des Dammes bei Rapperswil abgetrennt. Der gesamte Zürichsee erstreckt sich über die drei Kantone Zürich, Schwyz und St. Gallen. Der Kanton Schwyz grenzt an das südöstliche Ufer des unteren Zürichsees sowie an das Südufer des Obersees bis zur Lintheinmündung. Entstanden ist der Zürichsee nach der letzten Eiszeit, als die Linth durch die Endmoräne des Linthgletschers gestaut wurde. In der Linthebene bei Tuggen existierte bis ins Mittelalter mit dem Tuggenersee ein weiterer Seeteil. Zwei Drittel des Wassers erhält der Obersee durch den Linthkanal aus dem Walensee, den Rest aus der alten Linth und dem Linthhintergraben aus der Linthebene sowie von der Jona, der Wägitaler Aa und dem Goldinger Aabach. Das Wasser fliesst vom Obersee an drei Stellen in den unteren Zürichsee.

Lebensraum

Die Ufer des Obersees sind auf Schwyzer Gebiet östlich von Lachen weitgehend natürlich. Die Bätzimatt, das Nuoler Riet sowie das Wägitaleraadelta sind Naturschutzgebiete von nationaler Bedeutung mit Flachmooren, Schilf und Flachwasserzone. Sie bieten vielen, an anderen Seeufern verschwundenen Lebewesen einen Lebensraum. Ab Lachen Richtung Altendorf und Pfäffikon sind die Ufer mehr oder weniger stark verbaut. Unmittelbar nach dem Damm erstreckt sich am unteren Zürichsee das national bedeutende Naturschutzgebiet Frauenwinkel. Westlich des Frauenwinkels sind die Ufer wiederum mehr oder weniger verbaut.

Hydrologische Daten

Seefläche Obersee / Untersee

20 km2 / 65 km2

Einzugsgebiet

1‘811 km2

davon unterhalb Walensee

505 km2

Seevolumen Obersee / Untersee

483 Mio. m3 / 3‘364 Mio. m3

Maximale Tiefe (ganzer See)

136 m

Mittlere Tiefe (ganzer See)

23 m / 51 m

Erneuerungszeit Obersee / Untersee

59 Tage / 440 Tage

Mittlerer Wasserstand

406 m ü.M

Wasserqualität

Seit 1972 untersucht die Wasserversorgung Zürich (WVZ) in unterschiedlichen Programmen den Zürichsee, den Obersee und den Walensee, der via Linthkanal mit dem Obersee verbunden ist. Dieses Langzeitmonitoring erfolgt heute im Auftrag der kantonalen Gewässerschutzfachstellen der Kantone Zürich, St. Gallen Schwyz Glarus und dem Elektrizitätswerk Lachen.

 

Der Obersee (Messstelle Lachen) weist eine gute Wasserqualität auf, die Konzentrationen an Gesamt-Phosphor und Nitrat-Stickstoff sind seit 1996 stabil oder zeigen eine leicht sinkende Tendenz. Die Sauerstoffverhältnisse im Tiefenwasser genügen den Anforderungen der Gewässerschutzverordnung jedoch nicht.

 

Im Jahr 2014 wurde, mit einer Untersuchung von Sedimentkernen, die natürlichen historischen Sauerstoffverhältnisse im Obersee fundiert abgeklärt. Die Untersuchungsresultate zeigen keinen Hinweis auf einen Sauerstoffmangel vor den 1950er-Jahren. Das Auftreten der niedrigen Sauerstoffkonzentration im tiefsten Bereich des Lachner Beckens ist deshalb keine natürliche Erscheinung, sondern wird mit den Folgen der Eutrophierung sowie veränderter Materialzufuhr durch den Bau der Staudämme (Wägitalersee: 1924, Sihlsee: 1937) begründet. Grundsätzlich ist die Sauerstoffzehrung durch die Sedimente nach wie vor zu hoch. Es wird noch einige Zeit beanspruchen, bis sich wieder ein Gleichgewicht einstellt. Wenn die Phosphor-Belastung das Sanierungsziel erreicht hat, leitet sich daraus kein weiterer Handlungsbedarf ab.

Der Zürichsee (Messstellen Stäfa, Thalwil, Zollikon) weist eine gute Wasserqualität auf. Die Konzentrationen an Gesamt-Phosphor und Nitrat-Stickstoff sind seit 1996 stabil. An der tiefsten Zürichseestelle (Thalwil) lag der Sauerstoffgehalt im Tiefenwasser (>120m) sehr oft unter der Anforderungsgrenze (4 mg/l O2) und wurde nur in Wintern mit Vollzirkulation angehoben. Eine Reduktion der Sauerstoffzehrung im Tiefenwasser liesse sich durch eine weitere Verringerung der Nährstoffeinträge erreichen.

Spezielle Massnahmen zur Reduktion der Phosphoreinträge aus dem Einzugsgebiet, die über die bereits eingeleiteten Massnahmen (Ökologisierung in der Landwirtschaft sowie Massnahmen zur Optimierung der Entlastungen aus den Kanalnetzen) hinausgehen, sind aus heutiger Sicht nicht erforderlich.

 

Die Badewasserqualität an den sieben Schwyzer Badestellen am Zürich- und Obersee ist gut bis sehr gut.