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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Umweltdepartement - Amt für Umweltschutz - Oberflächengewässer - Fliessgewässer

Fliessgewässer im Kanton Schwyz

Ein Blick auf die Karte des Kantons zeigt ein dichtes Netz von Fliessgewässern. Knapp dreiviertel der 1'600 km kartierten grösseren Fliessgewässer sind natürlich/naturnah oder leicht beeinträchtigt. Im Siedlungsgebiet fliesst das Wasser jedoch vorwiegend in einem verbauten Kanal oder gar unter dem Boden.

 

 

Wasserqualität

Damit die verschiedenen typischen Lebewesen eines Fliessgewässers gedeihen können, muss in erster Linie die Qualität des Wassers stimmen. Während in einem sauberen Bach eine Vielzahl verschiedenster Bewohner lebt, findet man in einem verschmutzten Bach nur wenige Lebewesen.

Lebensraumqualität

Neben der Qualität des Wassers spielen auch die Strukturen des Lebensraums eine entscheidende Rolle. Ein monoton im Betonkanal fliessender Bach bietet viel weniger Arten einen Lebensraum, als ein natürlich fliessender Bach mit verschiedenen Strukturen. Das Amt für Umweltschutz hat den ökomorphologischen Zustand von rund 1‘600 km Fliessgewässer beurteilt. Das Resultat ist auf dem Geoportal des Kantons Schwyz ersichtlich.

Mehr Raum und Struktur für die Bäche

Die Fliessgewässer sollen wieder natürlich durch die Landschaft fliessen und ihrer ökologischen Bedeutung gerecht werden. Wo immer sich eine Möglichkeit zeigt, soll dieses Ziel verfolgt und das Gewässer revitalisiert werden und damit mehr Raum zur eigenen Gestaltung erhalten.

So bezweckt auch die Gewässerschutzgesetzgebung Gewässerschutzgesetz und Gewässerschutzverordnung, die Wiederherstellung der natürlichen Funktion der Gewässer. Dazu hat der Kanton Schwyz 2014 termingerecht eine strategische Revitalisierungsplanung erstellt und dem Bund zur Prüfung eingereicht. Diese gibt Auskunft, wo potenziell mit einem bestmöglichen Kosten-Nutzen-Verhältnis Gewässerstrukturen ökologisch aufgewertet werden können. Gleichzeitig wurden mit weiteren kantonalen Planungen die Probleme im Zusammenhang mit der Wasserkraft wie Fischgängigkeit, Wasserspiegelschwankungen („Schwall/Sunk“) und Geschiebehaushalt angegangen.

Neben diesen Planungen wird auch der Gewässerraum festgelegt, welcher dem Gewässer zur Verfügung stehen soll.

Damit sich eine natürliche Gewässerfunktion einstellen kann, darf innerhalb des Gewässerraums nur extensive Landwirtschaft betrieben und standortgerechte, im öffentlichen Interesse liegende Anlagen wie zum Beispiel Wanderwege erstellt werden. Damit wird eine dreifache Zielsetzung verfolgt. Neben der Sicherung der natürlichen Funktion der Gewässer soll durch Vermeidung von Störungen im Uferbereich auch der Schutz vor Hochwasser sowie die Gewässernutzung gewährleistet werden.

 

Der Gewässerraum soll bis Ende 2018 in die kommunalen Nutzungsplanungen einfliessen. Solange der Gewässerraum nicht festgelegt ist, gelten verschärfte Übergangsbestimmungen. Dabei werden beidseitig des Gewässers zwei gleich breite Uferbereichstreifen definiert.

 

 

Einen Überblick über die wichtigsten Änderungen in der Gewässerschutzgesetzgebung erhalten Sie hier.

Auch Fliessgewässer brauchen Pflege

Um die Artenvielfalt an Bächen und Flüssen zu erhalten und zu fördern ist ein fachgerechter Unterhalt sowie Pflege des Gewässerraums unabdingbar. Von der Aufwertung der Fliessgewässer profitiert nicht nur die Natur - gepflegte Bachabschnitte sind auch ein Wohl für das menschliche Auge.

Aus diesen Gründen haben die Gewässerschutzfachstellen der Zentralschweiz zwei Merkblätter zur Gewässerpflege erarbeitet. Während das Merkblatt Bäche pflegen und aufwerten" einen Überblick über die wichtigsten Grundsätze der naturnahen Gewässergestaltung und -pflege informiert, bietet das Merkblatt Gewässerpflege in der Praxis" wertvolle Tipps bei alltäglichen Pflegearbeiten am Gewässer. Das dazugehörige Einlageblatt des Kantons Schwyz informiert über die gesetzlichen Grundlagen sowie die Aufgaben und Zuständigkeiten rund um die Gewässerpflege und den Gewässerunterhalt im Kanton Schwyz.

 

Auskunft

Bezirke Höfe und March:
Philip Baruffa
041 819 20 42

Bezirke Gersau, Küssnacht, Schwyz und Einsiedeln:
Sandro Betschart
041 819 20 84

Gesetze / Verordnungen

GSchV: Gewässerraum / Revitalisierungen

Merkblätter

ZUDK-Merkblatt: Bäche pflegen und aufwerten

ZUDK-Merkblatt: Gewässerpflege in der Praxis

kantonales Einlageblatt zu den ZUDK-Merkblättern