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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Umweltdepartement - Amt für Umweltschutz - Oberflächengewässer - Revitalisierung

Revitalisierung

Ein naturnaher Bach erfreut nicht nur seine Bewohner, sondern auch den Menschen. Die Durchführung von Revitalisierungsprojekten von verbauten Bächen ist kein leichtes Unterfangen. Jede Gelegenheit dazu soll genutzt werden. Mensch und Natur schätzen es! 

 

 

Mehr Raum und Strukturen für die Bäche

Die Fliessgewässer sollen wieder natürlich durch die Landschaft fliessen und ihrer ökologischen Bedeutung gerecht werden. Wo immer sich eine Möglichkeit zeigt, soll dieses Ziel verfolgt und das Gewässer revitalisiert werden und damit mehr Raum zur eigenen Gestaltung erhalten. Dies kann als eigenes Revitalisierungsprojekt, bei der Ausführung von Arbeiten an Fliessgewässern direkt oder als ökologische Ersatzmassnahmen bei in der Nähe durchgeführten Projekten geschehen.

Schon nach kurzer Zeit werden revitalisierte Bäche von Kindern in Beschlag genommen und auch die Erholungssuchenden geniessen sie weit mehr als Betonkanäle. Ob auch für Flora und Fauna ein Mehrwert entstanden ist, wird anhand von Erfolgskontrollen erhoben.   

Rechtliche Situation

Im Kanton Schwyz liegt die Hoheit über die grösseren Fliessgewässer bei den Bezirken. Der Kanton hat die Oberhoheit inne und kann selber keine Revitalisierungsprojekte ausführen. Bei den kleineren, privaten Fliessgewässern verläuft die Grundstücksgrenze oftmals in der Mitte der Bäche. Somit gehören diese den Anstössern.
Bei Revitalisierungsprojekten sollen alle Beteiligten in die Planung miteinbezogen werden. Dies führt zwar zu einer langen Planungszeit, ist aber erfolgsversprechender als ohne deren Beteiligung.

Erste Meter sind renaturiert

An einigen Fliessgewässern im Kanton Schwyz wurden bereits Revitalisierungen durchgeführt. Hier einige Projekte:

·         Sarenbach, Freienbach (in Planung)
·         Riethofbach, Freienbach (in Planung)
·         Hesigenbächli, Muotathal (2015)
·         Hogglibach, Reichenburg (Etappe 1: 2011, Etappen 2/3: 2014, Etappe 4: 2015)
·         Gründelisbach, Schwyz (2014)
·         Steinbach, Euthal (2014)
·         Nidlaubach, Unteriberg (2013-2014)
·         Grossbach, Einsiedeln (2013)
·         Sarenbach, Freienbach (2013)
·         Jakoblibach, Freienbach (2013)
·         Alp, Einsiedeln (2005 und 2013)
·         Minster, Unteriberg (2012)
·         Wägitaler Aa, Lachen (2010)
·         Schweigbach, Euthal (2009)
·         Schuttbach, Goldau (2008)
·         Giessenbach, Küssnacht (2007)
·         Chlausenbach, Arth (2006)
·         Figlenbach, Sattel (2005)
·         Klosterbach, Ingenbohl (2004)
·         Erlibach, Sattel (2004)
·         Riedmattbächlein, Ingenbohl (2004)     
 
 
Helfen Sie mit!
Wenden Sie sich an das Amt für Umweltschutz, das Amt für Wasserbau, den Bezirk oder an ihre Gemeinde, wenn Sie ein Fliessgewässer aufwerten möchten. Wir freuen uns auf Ihre Ideen und unterstützen Sie gerne bei der Planung!

Film: Renaturierung von Schweizer Flüssen und Bächen

In der Schweiz sind rund 15'000 km Fliessgewässer kanalisiert, befestigt oder gar überdeckt. So wollte man früher Land gewinnen und die Hochwassergefahr eindämmen. Die Folgen waren monotone Gewässer, die aus dem ökologischen Gleichgewicht gerieten.

Die Änderung des Schweizerischen Gewässerschutzgesetzes aus dem Jahr 2011 macht den Weg frei, durch Revitalisierungen die vielfältigen Funktionen von Gewässern wiederherzustellen.

Renaturierungen von Gewässern schaffen Lebens- und Erholungsräume, fördern die Biodiversität und tragen nach neueren Erkenntnissen der Gefahrenprävention zum nachhaltigen Hochwasserschutz bei.

Renaturierung von Schweizer Flüssen und Bächen (Kurzfassung, 3:38 min)

© Bundesamt für Umwelt BAFU


Renaturierung von Schweizer Flüssen und Bächen (Langfassung, 11:16 min)

© Bundesamt für Umwelt BAFU

Hier gelangt man zur Bestellung der DVD.

 

Auskunft

Bezirke Höfe und March:
Philip Baruffa
041 819 20 42

Bezirke Gersau, Küssnacht, Schwyz und Einsiedeln:
Sandro Betschart
041 819 20 84

Links

Renaturierung der Gewässer (BAFU)