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Sommerflieder – unerwünschte Schönheit

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Der bis 4 Meter hohe Sommerflieder stammt aus China und Tibet. Als Zierpflanze wurde und wird er noch heute in Gärten gepflanzt. Die violetten Rispenblüten produzieren reichlich Nektar und werden deshalb vor allem von Schmetterlingen gerne besucht. Ein einziger Strauch bildet jedes Jahr bis zu 3 Mio. Samen, die mit dem Wind weit verbreitet werden und auf offenem Boden keimen. So findet man ihn vorwiegend auf Schuttplätzen, an Ufern, Waldrändern, Strassen- und Bahnböschungen und in Kiesgruben.

 

 

Problematik

Der Sommerflieder konkurrenziert und verdrängt durch seine teils grossen dichten Bestände viele einheimische Pflanzen, die auf offene Flächen wie Flussauen, Bachböschungen, Kiesgruben und Steinbrüche angewiesen sind. Im Gegensatz zu einheimischen Arten bietet der Sommerflieder mit dem Nektar, nur Nahrung für ausgewachsene (adulte) Schmetterlinge. Schmetterlingsraupen können hingegen den Sommerflieder nicht als Futterpflanze nutzen. Da die Samen des Sommerflieders mit dem Wind über weite Strecken verbreitet werden, vermehrt er sich grossflächig. Deshalb soll er in Gärten nicht mehr gepflanzt und entfernt werden.

Bekämpfung

Im Garten sollten die verblühten Rispen-Blüten abgeschnitten und in die Kehrichtverbrennung gegeben werden, bevor die Samen reif sind. An anderen Orten sollten die Pflanzen nach Möglichkeit ausgerissen und deren Blütenstände und Wurzeln in der Kehrichtverbrennung entsorgt werden. Da seine Samen im Boden noch über Jahre erhalten bleiben und keimen können, sind Nachkontrollen über mehrere Jahre notwendig.

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf dem Merkblatt zum Sommerflieder von Info Flora.

 

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