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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Umweltdepartement - Amt für Umweltschutz - Lärm - Interne Links - Link Lärm Eisenbahnlärm

Ist Zug fahren grundsätzlich umweltfreundlich? Genau wie neue Autobahnen schaffen mehr Bahnverbindungen zusätzlichen Verkehr und steigern somit auch den Lärmpegel.

Die Bahn – eine lästige und schädliche Lärmquelle!

Heutzutage gehört die Bahn zu den beliebtesten, zuverlässigsten und umweltschonendsten Verkehrsmitteln. Für rund 265’000 Bahnstreckenanwohner und Bahnangestellte ist sie jedoch eine äusserst unangenehme Lärmquelle. Der Bahnlärm wird hauptsächlich durch das Rollgeräusch verursacht. Weitere Lärmquellen sind Bremsquietschen, Kurvengeräusche und Rangierlärm.
In der Schweiz befinden sich zwei der wichtigsten Transitkorridore in Europa, wo ein Anstieg des Personen- und Güterverkehrs erwartet wird. Die Folge des Mehrverkehrs ist ein noch höherer Lärmpegel.
Aufgrund der engen Platzverhältnisse ist es praktisch unmöglich die Linienführung der Bahnstrecken auf weniger dicht bebaute Gebiete zu verschieben. Zudem steht der Wunsch nach Ruhe im Konflikt mit dem Anspruch nach Mobilität.

Damit der Eisenbahnlärm nicht unhaltbare Zustände erreicht, sind deshalb wirkungsvolle Massnahmen zur Eisenbahnsanierung notwendig. Das Bundesgesetz über die Lärmsanierung der Eisenbahnen beinhaltet folgende Massnahmen: technische Verbesserung des Rollmaterials, Lärmschutzwände und Schallschutzfenster.

Gesetzgebung zum Eisenbahnlärm

Auf den 1. Oktober 2000 hat der Bundesrat ein neues Bundesgesetz über die Lärmsanierung der Eisenbahnen und den Bundesbeschluss über die Finanzierung der Lärmsanierung in Kraft gesetzt. In diesem Gesetz sind wichtige Massnahmen zur Lärmsanierung festgelegt. Als wichtigste Sanierungsmassnahme gilt die technische Verbesserung des Rollmaterials. Die lärmintensiven Bremssysteme sollen bis 2009 durch eine neue Bremstechnik ersetzt werden. So kann durch eine direkte Massnahme auf die Lärmquelle eine Lärmreduktion bis zu 10 Dezibel erreicht werden, was als eine Halbierung des Lärms wahrgenommen wird.

Der Erfolg der Lärmsanierung wird durch Messungen überprüft und in einem jährlichen Bericht dokumentiert. In Steinen befindet sich einer dieser Messstandorte. Für das Jahr 2007 wurden dort aufgrund des guten Schienenzustandes bereits Messwerte deutlich unter dem Emissionsplan 2015 verzeichnet. Allgemein werden die Modellwerte für Personenzüge, besonders bei höheren Geschwindigkeiten, bereits erreicht. Das Potential bei den Güterwagen wird jedoch bis 2015 noch nicht voll ausgeschöpft sein, da die Gesetzgebung für ausländische Zugskompositionen nicht gilt.

Als weitere Sanierungsmassnahme dienen Lärmschutzwände. Sie verringern die Schallausbreitung am stärksten, wenn sie möglichst direkt neben den Bahngeleisen erstellt werden. Neben der hemmenden Wirkung auf die Lärmausbreitung müssen bei einem Einsatz der Lärmschutzwände auch andere Aspekte wie: Beeinträchtigung der Aussicht, Besonnung einer Liegenschaft, ästhetische Fragen, ökologische (z.B. Barrierenwirkung für die Migration von Kleintieren) und sicherheitstechnische (Unterhaltsarbeiten im Gleisbereich) Kriterien berücksichtigt werden. Die Lärmschutzwände sollten bis 2015 erstellt sein.

Massnahmen zur Lärmeindämmung können direkt am Ort der Einwirkung vorgenommen werden. Mit dem Einbau von Schallschutzfenstern wird die Lärmbelastung in Gebäuden vermindert.