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Lärm wirkt auf Körper, Geist und Seele

Schall wird erst zu Lärm, wenn er bewusst oder unbewusst stört, greift jedoch oft stärker in die Lebensfunktionen eines Menschen ein, als dieser selber wahrnimmt. Dem Lärm versuchen viele auszuweichen, indem sie sich in ruhigere Gebiete begeben. Diese Flucht in Ruhezonen erzeugt jedoch wiederum neuen Lärm.

Lärm kann ernsthafte gesundheitliche Schädigungen verursachen. Ab 85 Dezibel kann eine Minderung des Hörvermögens eintreten. Dabei stellen sich bei kurzer Einwirkung (z.B. Hämmern) zeitweilige Hörschwellenverschiebungen ein. Länger andauernde (z.B. tragbare Musikgeräte) oder kurze, sehr laute (z.B. Knalle über 120 Dezibel) Einwirkungen können zu Hörschwellenverschiebung, Schwerhörigkeit oder gar zu Taubheit führen.

Die körperlichen Reaktionen auf Geräusche unter 85 Dezibel liegen bei vorübergehenden Einwirkungen im Bereich der menschlichen Anpassungsfähigkeit. Als gesundheitlich beeinträchtigend sieht die Forschung heute Dauerbelastungen ab 60 Dezibel an. Schlafstörungen können schon ab 40 Dezibel auftreten. Die Erholung im Schlaf wird häufig schon ab 25 Dezibel als gestört empfunden.

Die psychophysischen Auswirkungen können über Stress und Nervosität hin bis zum Herzinfarkt führen. Bekannt sind auch Schlafstörungen, schlechte Laune, Ohnmachtsgefühle, Erhöhung des Medikamentenkonsums, Zunahme der Fehlerhäufigkeit sowie Abnahme der Lernfähigkeit. Unter Dauerlärm verändern sich zudem die Gehirnstromakivität, die Pupillengrösse, die Atmung, die Schlafqualität, der Stoffwechsel- und Hormonhaushalt, die Muskelanspannung sowie der Hautwiderstand.