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Licht im Aussenraum

Lichtquellen, welche unnötige, schädliche oder lästige Einwirkungen verursachen, stellen ein Umweltproblem dar. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Licht ausserhalb von Gebäuden, welches künstlich erzeugt wird. Die unnatürlichen Lichtquellen (Emissionen) hellen im ungünstigsten Fall den Nachthimmel auf und beeinflussen Mensch und Umwelt meistens unbewusst. 

 


Grundlagen

Zur Begrenzung der Lichtemissionen gibt es keine Verordnung. Dafür sind Grundsätze zur Vermeidung von Lichtemissionen von folgenden gesetzlichen Grundlagen festgehalten:

  • Energiegesetz (EnG): Sparsame und rationelle Energienutzung (Ziel, Grundsatz, Massnah-men)
  • Jagdgesetz (JSG): Art- und Biotoperhaltung, Schutz vor Störung
  • Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG): Grundsätze Schutz, Art- und Biotoperhaltung, Arten-schutz Kantone
  • Raumplanungsgesetz (RPG): Ziele und Planungsgrundsätze
  • Strassenverkehrsgesetz (SVG): Ablenkung, Verwechslung
  • Umweltschutzgesetz (USG): Vorsorgeprinzip, Schutz vor schädlichen und lästigen Einwirkun-gen, Pflicht zur Information und Beratung, Emissionsbeschränkungen
  • Signalisationsverordnung (SSV): Vorgaben Strassenreklamen, Strafbestimmungen

Richtlinien

Die Zentralschweizer Kantone haben ein Vorgehen betreffend „Lichtimmissionen“ festgelegt und 2008 ein Merkblatt zum Thema Lichtverschmutzung mit einem fünf Punkte-Leitfaden zur Meidung und/oder Minderung von Lichtemissionen veröffentlicht. Der fünf Punkte-Leitfaden stellt folgende Fragen an die Planung einer Beleuchtung:

1. Notwendigkeit: Macht hier eine Beleuchtung Sinn?
2. Abschirmung: Wird wirklich nur das gewünschte Objekt beleuchtet?
3. Richtung: Strahlt kein Licht direkt über die Horizontale?
4. Beleuchtungsstärke und Art: Welches und wie viel Licht/Helligkeit ist notwendig?
5. Zeitliche Begrenzung: Wann und wie lange muss das Licht brennen?

2013 ist die Norm 491 „Vermeidung unnötiger Lichtemissionen im Aussenraum“ des Schweizer-ischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) erschienen. Sie definiert den Stand der Technik der haushälterischen Lichtnutzung im Aussenraum.

Beispiele für Massnahmen

Verschiedene neue Typen von Strassenlampen können Sie auf dem "Weg des Lichts" begutachten. Die einzelnen Lampen sind mit einer Bewertung auf Wirtschaftlichkeit und Alltagstauglichkeit beschildert. Zusätzlich gibt es Lampen, welche sich bewegungsabhängig in Betrieb nehmen lassen.

Für Behörden, welche Leuchten betreiben, besteht die Möglichkeit, mittels Beleuchtungskonzept (häufig "Plan Lumière" genannt) die Erhellung des Nachthimmels mittels Vorgaben für die öffentliche Beleuchtung einzudämmen und sie für einen bestimmten Perimeter zu koordinieren (z.B. Plan Lumière der Gemeinde Schwyz) und mittels Vorgaben zu lenken.

Viele Gewerbebetriebe lassen mindestens eine Lichtquelle die ganze Nacht durch brennen. Dies ist teuer und häufig wirtschaftlich unbedeutend. Der Verein Pro Obscurare hat daher die Kampagne "Licht aus" nach dem Motto "Clevere Shops sind nachts dunkel" mit dem Ziel, dass die Gewerbebetriebe die Innen- und Aussenbeleuchtung ab Mitternacht für mindestens sechs Stunden ausschalten, lanciert.