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Vorgaben und Empfehlungen zur ICT-Infrastruktur an den Volksschulen

Der Erziehungsrat hat anlässlich seiner Sitzung vom 30. November 2012 beschlossen, neue Vorgaben und Empfehlungen zur ICT-Infrastruktur an den Volksschulen zu erlassen. Vorgaben und Empfehlungen zur ICT-Infrastruktur an den Volksschulen  [PDF]

Die Schulträger der Primarstufe und Sekundarstufe I haben seit dem Schuljahr 2015/16 dafür zu sorgen, dass in jedem Klassenzimmer mindestens ein Computer pro vier Lernende zur Verfügung steht. Empfohlen wird den Schulträgern zudem, bereits in den Kindergärten im Sinne eines weiteren Spiel- und Lernangebots eine Computerecke einzurichten. Weiter wird den Bezirken empfohlen, mittelfristig an ihren Schulen der Sekundarstufe I alle Schülerinnen und Schüler mit einem Notebook oder vergleichbaren Gerät auszustatten.
Damit wird sichergestellt, dass an allen Schulen der obligatorischen Volksschule im Kanton Schwyz eine bedarfsgerechte und verlässlich funktionierende ICT-Infrastruktur verfügbar ist, die es den Lehrpersonen ermöglicht, ICT im Unterricht vielfältig zu nutzen, den ICT-Lehrplan umzusetzen und den Schülerinnen und Schülern eine umfassende Medienkompetenz zu vermitteln. Zugleich gewährleisten die vorgegebenen Mindeststandards vergleichbare Rahmenbedingungen der ICT-Ausstattung und ermöglichen allen Kindern und Jugendlichen im Unterricht den Zugang zu ICT, unabhängig von Schulort und Schultyp. Den Schulträgern ist es freigestellt, wie sie ihr ICT-Konzept konkret umsetzen (bzgl. Wahl der Geräte und Vernetzung, Organisation, usw.) und ob sie eine über diese Mindestvorgaben hinausgehende ICT-Ausstattung realisieren wollen.

Vorgaben zur minimalen ICT-Infrastruktur an der Primarstufe und Sekundarstufe I

In jedem Klassenzimmer der Primarstufe (1.- 6. Klasse) und Sekundarstufe I steht mindestens ein Computer pro vier Lernende für die Nutzung durch die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Davon muss mindestens ein Computer mit dem Internet verbunden sein. (Im Regelfall sollte der Zugriff aufs Internet mit allen Computern möglich sein.) Computer, die ausschliesslich von der Lehrperson genutzt werden, oder solche, die in einem Informatik- bzw. Computerraum stehen, werden bei dieser Vorgabe nicht berücksichtigt.

Empfehlung: ICT-Infrastruktur an Kindergärten

Der Erziehungsrat empfiehlt, in den Kindergärten Computer (insbesondere Tablets) im Sinne eines weiteren Spiel- und Lernangebots anzubieten.
Die Kinder sollen im Kindergarten weiterhin in der ganzen Breite ihrer Kompetenzen sozial, kognitiv, emotional, motorisch usw. gefördert werden. Dies geschieht vorwiegend in geführten Sequenzen und im freien Spiel.
Computer können jedoch den individuellen Übergang der Kinder vom Spielen zum spielerischen Lernen und zur ersten Beschäftigung mit Buchstaben und Zahlen unterstützen. Sie können zur Begabtenförderung beitragen und die Chancengerechtigkeit erhöhen. Computer eignen sich auch hervorragend, um Kinder in diesem Alter kognitiv zu fördern, etwa mit ansprechenden Problemstellungen und spielerischen Aufgaben, die logisches Denken, Konzentration, genaues Zuhören, Kombinieren und Umsetzen einfordern.
Darum soll auch im Kindergarten der sinnvolle Einsatz von Computern ermöglicht werden. Die Kindergarten-Lehrperson wird in ihrer pädagogischen Verantwortung darauf achten, dass der Computer für einzelne Kinder keine dominante Rolle im Unterricht einnehmen wird.

Empfehlung: Persönliche Geräte an den Schulen der Sekundarstufe I

Der Erziehungsrat empfiehlt, an den Schulen der Sekundarstufe I eine 1:1-Ausstattung mit mobilen Geräten zu realisieren, d.h. die Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I mit Notebooks oder Tablets, die in allen Schulzimmern genutzt werden können.
Das bedeutet, dass jede Schülerin und jeder Schüler im Unterricht mit einem mobilen Computer lernen und arbeiten kann. Eine 1:1-Ausstattung ist insbesondere für das Fach „Medien und Informatik“ nötig, wird aber auch in anderen Fächern von Vorteil sein. Eigentliche Computerräume werden damit überflüssig und können zu herkömmlichen Schulzimmern umfunktioniert werden.

Empfehlung: ICT-Ausstattung der Arbeitsplätze von Lehrpersonen

Den Schulträgern wird empfohlen, ihre Lehrpersonen bei ihrer Berufsausübung mit einer zeitgemässen und bedarfsgerechten ICT-Ausstattung an ihrem Arbeitsplatz zu unterstützen.
Die ICT-Ausstattung ist sinnvollerweise auf die besondere Arbeitssituation von Lehrpersonen abzustimmen, die zumeist an zwei Arbeitsorten ihrer Berufstätigkeit nachgehen, nämlich in ihren Schulzimmern und zuhause in ihren privaten Büros (Vor- und Nachbereitung des Unterrichts).
Den Schulträgern wird darum empfohlen, ihren Lehrpersonen ein persönliches Notebook der Schule zur Verfügung zu stellen oder die Anschaffung privater Notebooks zu subventionieren.