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Archiv

Öffentlichkeitsarbeit

An einem Samstag im Herbst wurden Führungen durch die Räume des Staatsarchivs angeboten, um Aufgabe, Funktion und Arbeit der Amtsstelle einem breiteren Publikum zu vermitteln. Die Zeitungs-Blockwoche der Schüler des Kollegiums Schwyz besuchte wiederum das Staatsarchiv und erhielt Einblick in den Betrieb. In der Schwyzer Presse sind diverse Artikel zu historischen Themen erschienen, wobei insbesondere die Sommerserie über "Katastrophen und Unglücksfälle im Kanton Schwyz" beim Publikum regen Zuspruch gefunden hat.

Zuwachs

Aus 53 Ablieferungen resultierte ein Zuwachs von 92 Laufmetern an Aktenmaterial. 24 Ablieferungen stammen von staatlichen Stellen, sie stellen in der Regel periodische Überführungen ins Staatsarchiv dar. Diese Zuwachse stammen insgesamt von sechs verschiedenen Amtsstellen. In mehreren Einzelfällen (Massenquellen) wurden Teile von Beständen kassiert. Überdurchschnittlich grosse Ablieferungen bilden die Aktenübernahme der kantonalen Baukontrolle (1994-2006) sowie die Unterlagen des Lehrerseminars Rickenbach, welches infolge des Umzuges in die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz in Goldau die Gelegenheit zur Einlieferung ihrer Bestände nutzte. Die nicht amtlichen Ablieferungen umfassen elf Positionen mit einem Anteil von 18 Laufmetern und sind, von einer Ausnahme (Nachlass) abgesehen, allesamt Zuwachse in bestehende bzw. in neu gebildete Deposita. 18 Ablieferungen wurden als Schenkungen übergeben. Mit dabei sind Zuwachse von rund 1'500 Leidbildern und eine Zeitungssammlung von 1902-1962. Rund 70 personenbezogene und landeskundliche Dokumente aus der Zeit von 1645 bis 1948 konnten von fünf Donatoren entgegengenommen werden, eine Schenkung mit diversen Schriften und 40 Plänen aus den Jahren 1903 bis 1906 stammt aus der Bauzeit der ehemaligen Brunnen-Morschach-Bahn.

Bei den Deposita sind sechs Neueingänge zu verzeichnen, diese wurden geordnet und inventarisiert; zu erwähnen sind dabei die Stiftung Urwaldreservat Bödmern, die Kirchgenossenschaft Egg, der Handels- und Industrieverein Kanton Schwyz sowie das Pfarrarchiv Galgenen.

Ordnung und Erschliessung

Sämtliche Akten des Archivs 1 (Archivalien bis 1848) wurden aus konservatorischen Gründen in säurefreie Theken umgepackt. Im Archiv 1 sind die Theken 268 bis 282 (Bezirke, Gemeinden, Korporationen) erschlossen und detailliert verzeichnet worden. Die Bearbeitung dieser Theken förderte vor allem interessante historische Erkenntnisse über das Funktionieren der Verwaltung auf der Ebene der Bezirke und Gemeinden im Kanton Schwyz in früheren Jahrhunderten zu Tage. Die Aufnahme der Departementsbücher des Archivs 2 (1848-1927) in die Archivdatenbank wurde weitergeführt. Die Erschliessungsarbeiten beim Buchbestand des Archivs 3 (1928-1969) wurden fortgesetzt und die Bücher des Finanzdepartements abschliessend aufgenommen.

Die umfangreiche Schenkung von Forschungsunterlagen zum Geschlecht Räber konnte in den bereits bestehenden Nachlass eingearbeitet werden. Eine detaillierte Sichtung und Einreihung erfuhr auch die über 500 Dokumente umfassende Sammlung verwandter Familien im Nachlass von Reding, diese waren bisher nur summarisch archiviert.

Laufend erfolgte die digitale Einarbeitung der Leidbilder, aktuell sind 14'600 Stück erfasst. In gleicher Form wurde die Digitalisierung der Ansichtskarten-Sammlung vorgenommen, 1'800 Karten können im Internet abgerufen werden.

Die Problematik der dauerhaften Aufbewahrung elektronischer Daten war auch dieses Jahr ein wichtiges Thema. Verschiedene Fachtagungen wurden besucht und wichtige Erfahrungen mit anderen Kantonen ausgetauscht. Die in Bern am Bundesarchiv von den einzelnen Kantonen gemeinsam finanzierte "Koordinationsstelle für die dauerhafte Archivierung elektronischer Unterlagen" (KOST) hat ihre Arbeit in der Unterstützung der kantonalen Archive fortgesetzt. Zusammen mit der KOST haben die Staatsarchive der Kantone Schwyz, Luzern, Uri, Wallis, Aargau, Ob- und Nidwalden an einem Pilotprojekt zur Archivierung elektronischer Unterlagen aus den Handelsregisterämtern der genannten Kantone teilgenommen. Mit diesem unmittelbar vor seinem Abschluss stehenden Pilotprojekt sollen Erfahrungen im Bereich der elektronischen Langzeitarchivierung gewonnen werden. Weitere Projekte sind in Planung. Das Staatsarchiv beteiligte sich am Projekt IT2010, um die archivarischen Interessen in die Diskussion zur zukünftigen Gestaltung der IT-Landschaft innerhalb der kantonalen Verwaltung einzubringen. Überdies hat das Staatsarchiv die Dienststelle IT sowie die Staatskanzlei in Bezug auf die Erstellung eines departementsübergreifenden Registraturplans beraten.

Benützung

Mit der Archivbenützung durch 149 (116) Forscher ist eine markante Steigerung zu verzeichnen. Parallel dazu erfuhren auch die 559 (300) Belegungstage eine augenfällige Erhöhung. 10 % der Forscher benutzten ausschliesslich die Bestände des Stiftsarchivs Einsiedeln.

Die Familienforscher stellen den Hauptteil der Besucher, für lokalgeschichtliche Themen interessierten sich 15 (26) Personen, sechs davon betrafen den Bergsturz Goldau. 84 (100) schriftliche Anfragen waren genealogischer Art.

Das Bergsturz-Gedenkjahr führte zu einer überaus regen Nachfrage nach graphischen Blättern, es konnten sieben Verlage und Institutionen damit bedient werden. Die Nachfrage nach Wappenauskünften betrug nur noch 35 (62) Auskünfte.