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Restaurierungen

Die administrative Begleitung

Für die administrative Begleitung einer Restaurierung werden vom Regierungsrat jährlich die entsprechenden Richtlinien erlassen. Darin werden dem Bauherrn die wichtigsten Abläufe darlegt (siehe Merkblatt  [PDF, 178 KB]).

Die fachliche Begleitung

Die Arbeit am Objekt ist nur teilweise messbar und der Arbeitsbereich sehr umfassend. Verfolgt wird jedoch immer das gleiche Ziel: die Erhaltung und Pflege unserer Kulturlandschaft mit ihren Ortsbildern und wertvollen Einzelobjekten.

Viele Teile dieses Arbeitsprogrammes sind heute selbstverständlich geworden. Wer würde etwa noch vorschlagen, eine Barockkirche durch einen Neubau zu ersetzen? Von entscheidender Bedeutung ist, dass die Restaurierungen fach- und objektgerecht durchgeführt werden: Begleitung von Bauuntersuchungen, Erarbeitung von Restaurierungskonzepten, Baubegleitung, Wahl der richtigen Materialien gehören dazu. Die Subjektivität in der Beurteilung muss soweit wie möglich ausgeschaltet werden. Die Denkmalpflege kann in diesem Arbeitsbereich nicht schöpferisch sein. Dabei darf man nicht vergessen, dass man es mit "schönen" Objekten zu tun hat, die auf den Besucher wohltuend wirken. Jene werden denn auch zur Erfreuung des Besuchers und nicht zum Selbstzweck der Wissenschaft restauriert. Selbstverständlich weichen dabei die ästhetischen Ansichten der Beteiligten in etwa voneinander ab, meistens nicht im Grundsätzlichen, aber sehr oft in kleinen Belangen, die indessen zum Gesamteindruck eines Kunstwerkes wesentlich beitragen. Hier müssen die Wissenschaft, der Bauuntersuch und das Vergleichsbeispiel, soweit es möglich und vertretbar ist, beigezogen werden. In diesem Restaurierungsbereich entwickelt sich die Hauptaufgabe der Denkmalpflege.

Bedeutend schwieriger gestaltet sich öfters die Arbeit bei Objekten geringerer Qualität und Ausstrahlung. In den letzten Jahren wurde jedoch vermehrt erkannt, dass gerade solche Bauten viel zum Stimmungsbild einer Ortschaft beitragen. Den Behörden sind diese Erkenntnisse nicht immer geläufig. Im Bereich des Ortsbildschutzes, insbesondere bei Neubauten in gewachsenen Strukturen, sind zwar im Planungs- und Baugesetz und in den Baureglementen der Gemeinden Einpassungsparagrahen vorhanden. Dennoch muss bei jedem Projekt überprüft werden, ob diese Einpassung vorhanden ist oder nicht. Somit wird die Begleitung von Bauvorhaben unter dem Gesichtspunkt des Ortsbildschutzes zur zweiten Hauptaufgabe unserer Denkmalpflege. Es sind im Wesentlichen die Aufgaben, die im Kanton Schwyz früher unter dem Begriff «baulicher Heimatschutz» zusammengefasst wurden. Viele Besitzer sind sich des Wertes eines Objektes durchaus bewusst, aber an ihren finanziellen Grenzen angelangt. Diese Fälle verlangen intensive Begleitung, Aufklärungsarbeit und auch Hilfe. Die Unterstützung der Gemeindebehörden ist in der Regel vorhanden und kann bei solchen Fällen positiv wirken.

In beiden Hauptaufgaben wird die Denkmalpflege fast immer im Rahmen des Baubewilligungsverfahren tätig. Es geht um die Wahrung der Gemeindeautonomie. Wo von der Bauherrschaft Begehren um fachliche Vorbereitung und Begleitung an die kantonale Denkmalpflege herangetragen werden, ist die Gemeindebehörde so in den Ablauf einzubeziehen, dass sie nicht mit entsprechenden Gesuchen vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Nur im wohl abgestimmten Gleichschritt von administrativen Verfahren und fachtechnischer Begleitung zwischen Bauherrschaft, Fachinstanzen und verantwortlicher Behörde kann auf die Dauer eine vertrauenswürdige und breit abgestützte Denkmalpflege betrieben werden.