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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Finanzdepartement - Steuerverwaltung - Unternehmen - Grundstückgewinnsteuer - Wegleitung - Steuerbemessung - Erwerbspreis

Erwerbspreis (§ 115 StG)

Der Erwerbspreis entspricht dem Kaufpreis und allen weiteren Leistungen. Leistungen, welche unter Umgehung der Steuerpflicht erbracht worden sind, werden nicht berücksichtigt (§ 115 Abs. 1 StG). Anrechenbar ist der anlässlich der im Sinne des Steuergesetzes letzten steuerbaren Veräusserung bezahlte Erwerbspreis. 

Ist der Erwerbspreis nicht feststellbar, gilt an dessen Stelle der Verkehrswert im Zeitpunkt des Erwerbs. Kann der Zeitpunkt der letzten steuerbaren Veräusserung nicht mehr festgestellt werden, so gilt als Erwerbs­preis der 25 Jahre vor der Veräusserung massgebende Steuerschatzungswert ohne Abzug (d.h. jener Wert, welcher 25 Jahre vor der Veräusserung in der Einkommenssteuererklärung als Vermögen zu deklarieren war).

Fanden zwischen der letzten steuerbaren und der aktuellen (heutigen) Veräusserung Eigentumswechsel statt, welche zu einem Aufschub der Besteuerung im Sinne von § 107 StG führten (der jeweilige Rechtsvorgänger wurde dadurch nicht steuerpflichtig, z.B. bei Erbteilung, Erbvorbezug, Schenkung etc.), können die bei diesen Eigentumswechseln erbrachten Gegenleistungen / Ausgleichs- resp. Kaufpreiszahlungen nicht geltend gemacht werden (sog. latente Steuerlast).

Hinweise zu einzelnen Tatbeständen

Teilveräusserungen
Wird nur ein Teil eines Grundstückes veräussert oder ein Recht an einem Grundstück eingeräumt, wird der Erwerbspreis nur anteilmässig im Verhältnis der amtlichen Verkehrswertschätzung im Zeitpunkt des Erwerbs berücksichtigt (siehe Teilveräusserungen).

Erwerb durch Landumlegung

Bei der Veräusserung von Grundstücken, die durch Landumlegung erworben wurden, gilt als Erwerbspreis der Betrag, welcher für die in die Landumlegung eingeworfenen Grundstücke bezahlt wurde. Der flächenmässigen Mehr- oder Minderzuteilung ist Rechnung zu tragen.

Leistungen in Umgehung der Steuerpflicht

Leistungen, für die eine Steuerhinterziehung eingetreten ist, die nicht mehr geahndet werden kann, werden nicht zum Erwerbspreis gezählt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Schwarzzahlungen an die damals veräussernde Person.

Eine Anrechnung von Schwarzzahlungen ist nur dann gerechtfertigt, wenn sämtliche hinterzogenen Steuern in einem Nachsteuerverfahren veranlagt werden konnten. Andernfalls ist eine endgültige Steuerhinterziehung eingetreten (z.B. wegen Verjährung, wegen Ablebens der steuerpflichtigen Person oder deren Wegzug ins Ausland).

Erwerb im Zwangsverwertungsverfahren

Verluste, welche die veräussernde Person beim Erwerb des Grundstücks im Zwangsverwertungsverfahren aus Pfand- oder Bürgschaftsvertrag erlitten hat, können zur Anrechnung gebracht werden (§ 115 Abs. 3 StG), jedoch nur soweit, als damit der Verkehrswert des Grundstücks im Zeitpunkt des Erwerbs nicht überschritten wird.

Erwerbspreis erhöhende Leistungen

Siehe Veräusserungserlös, Erlös erhöhende Leistungen.

Erwerbspreis mindernde Leistungen

Siehe Veräusserungserlös, Erlös mindernde Leistungen

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