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Ersatzbeschaffung Geschäftsvermögen (§ 108 Abs. 1 StG)

Allgemein

Bei Geschäftsvermögen wird die Besteuerung auf Begehren der steuerpflichtigen Person aufgeschoben bei

  • vollständiger oder teilweiser Veräusserung eines zum betriebsnotwendigen Anlagevermögen im Sinne von §§ 30 Abs. 3 oder 68 Abs. 3 gehörenden Grundstücks, soweit der Veräusserungserlös innert angemessener Frist zum Erwerb eines neuen oder zur Verbesserung eines eigenen Ersatzgrundstücks in der Schweiz verwendet wird (§ 108 Abs. 1 Bst. a StG);
  • der Ersatzbeschaffung von Beteiligungen im Sinne von § 68 Abs. 1a (§ 108 Abs. 1 Bst. c StG, eingefügt mit Teilrevision Steuergesetz vom 23. November 2005).

Bei Vorausbeschaffung wird der Aufschub sinngemäss gewährt (§ 108 Abs. 2 StG).

Hinweise zu den Voraussetzungen und dem Verfahren siehe Ersatzbeschaffung von Grundstücken des Geschäftsvermögen.

Kasuistik

  • Die Ersatzbeschaffung muss der Fortsetzung des im Wesentlichen unveränderten Betriebs des gleichen Unternehmens dienen. Die Veräusserung eines Betriebes und die Investition in einen anderen Betrieb wird nicht als Ersatzbeschaffung qualifiziert (vgl. BGE 108 Ib 330, E.5d; Reich/Duss, Unternehmensumstrukturierung im Steuerrecht, Basel 1996, S. 62).
  • Vermögensgegenstände, welche für den Betrieb dienlich oder nützlich sind, sind noch lange nicht betriebsnotwendig. Die Frage der Betriebsnotwendigkeit beurteilt sich nach dem Veräusserungszeitpunkt, nicht nach einer um Jahre zurückliegenden Nutzung (VGE 352/96 vom 27.3.1997, StPS 15 1997 H.1 S. 73 - 88).
  • Arbeiterwohnhäuser gehören nicht zum betriebsnotwendigen, sondern zum betriebsfremden Vermögen (vgl. Blumer/Graf, Kaufmännische Bilanz und Steuerbilanz, S. 23 unten u. 24 oben; Baur/Klöti/Koch/Meier/Ursprung, Komm. zum Aargauer Steuergesetz, Ziff. 15, S.405 f.; Probst, DBG, S.311).

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