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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Finanzdepartement - Steuerverwaltung - Privatpersonen - Quellensteuer - Wegleitung (bis 31.12.2013) - Pflichten des Schuldners der steuerbaren Leistung und der steuerpflichtigen Person

Pflichten des Schuldners der steuerbaren Leistung und der steuerpflichtigen Person

1.   Pflichten des Schuldners der steuerbaren Leistung


1.1  Allgemeines

Als Schuldner der steuerbaren Leistung gilt ein Arbeitgeber oder ein Versicherer mit Wohnsitz, Sitz oder Betriebsstätte im Kanton Schwyz. Ausserkantonale Betriebsstätten unterliegen dem Recht ihres (Betriebsstätte-) Kantons (Interkantonales Verhältnis).

Speziell bei Gastronomiebetrieben ist zu beachten, dass entweder der Inhaber, Pächter oder Gerant Arbeitgeber sein kann.
Verwendet der Arbeitgeber bzw. Versicherer infolge EDV-mässiger Abwicklung ein eigenes Abrechnungsformular, haben Form und Inhalt dem offiziellen Formular zu entsprechen.


1.2  Abrechnungsperioden

Die Abrechnungsperiode gemäss § 92 Abs. 1 Bst. c StG beträgt (§ 19 kQStV):

  • drei Kalendermonate für Arbeitgeber mit weniger als zehn quellensteuerpflichtigen Personen, wobei die Perioden jeweils per 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember enden
  • sechs Kalendermonate für Hypothekarschuldner
  • ein Kalenderjahr für juristische Personen bezüglich der Leistungen, die deren Organen ausgerichtet werden
  • einen Kalendermonat in den übrigen Fällen

Massgebend für die Festlegung der Abrechnungsperiode ist der durchschnittliche Jahresbestand an quellensteuerpflichtigen Personen.


1.3  Abrechnung

Die Quellensteuern werden im Zeitpunkt der Auszahlung, Gutschrift oder Verrechnung der steuerbaren Leistungen, ungeachtet allfälliger Lohnpfändungen oder Einsprachen etc., fällig. Der Arbeitgeber bzw. Versicherer ist verpflichtet:

  • vor Auszahlung von steuerbaren Leistungen die Quellensteuerpflicht und den anwendbaren Tarif abzuklären und die fällig werdende Steuer in Abzug zu bringen
  • den Steuerabzug auch vorzunehmen, wenn Umfang oder Bestand der Steuerpflicht bestritten ist resp. wenn die steuerpflichtige Person in einem anderen Kanton der Besteuerung unterliegt (vorbehalten bleibt die direkte Abrechnung mit deren Wohnsitzkanton).
  • der kantonalen Steuerverwaltung innert 30 Tagen nach Ablauf der Abrechnungsperiode (Abrechnungsfrist) das vollständig ausgefüllte amtliche Abrechnungsformular mit folgenden Angaben einzureichen:Abrechnungsperiode:
    • AHV-Nummer
    • ZAR-Nummer
    • Name und Vorname der steuerpflichtigen Person
    • Wohnsitzgemeinde und Wohnsitzkanton
    • Mutations-Daten
    • Bruttoeinkünfte (inkl. Zulagen und Nebenleistungen)
    • Steuersatz
    • angewandter Tarif
    • Anzahl Kinder, für welche Kinderzulagen ausbezahlt werden
    • Höhe der in Abzug gebrachten Quellensteuer
  • zur Kontrolle der Steuererhebung Einblick in alle Unterlagen zu gewähren und über die für die Erhebung der Quellensteuer massgebenden Verhältnisse mündlich oder schriftlich Auskunft zu erteilen


1.4  Rechnung

Der von der kantonalen Steuerverwaltung auf Grund der eingereichten Abrechnung in Rechnung gestellte Steuerbetrag ist innert 30 Tagen zu bezahlen. Für verspätete abgerechnete oder abgelieferte Quellensteuern sind Verzugszinsen zu entrichten.


1.5  Meldewesen

Der Arbeitgeber bzw. Versicherer von quellensteuerpflichtigen Personen meldet der kantonalen Steuerverwaltung überdies:

  • mit den monatlichen bzw. vierteljährlichen Quellensteuerabrechnungen laufend die Ein- und Austritte von quellensteuerpflichtigen Personen
  • innert 8 Tagen auf dem hiefür vorgesehenen Formular die Neu-Beschäftigung von Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft (EG) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA)
  • jährlich unaufgefordert diejenigen quellensteuerpflichtigen Personen, deren Bruttoeinkünfte den Betrag von Fr. 120'000.-- übersteigen und die somit der nachträglichen ordentlichen Veranlagung unterliegen
  • umgehend die Übernahme bzw. Aufgabe eines Betriebes, eine allfällige Verlegung des Geschäftssitzes, Änderungen der Geschäftsbezeichnung, Geschäftsumwandlung, Pächter- bzw. Inhaberwechsel sowie Betriebsaufgabe

2.   Pflichten der steuerpflichtigen Person

Die quellensteuerpflichtige Person ist verpflichtet:

  • dem Arbeitgeber bzw. Versicherer und der kantonalen Steuerverwaltung alle für den Steuerbezug erforderlichen Auskünfte zu erteilen, insbesondere über ihre persönlichen Verhältnisse sowie über diesbezügliche Änderungen während des Anstellungsverhältnisses
  • dem Einwohneramt und dem Arbeitgeber bzw. Versicherer jeden Wohnortswechsel zu melden
  • der kantonalen Steuerverwaltung unverzüglich Mitteilung zu machen, wenn sie über steuerbares Einkommen, das nicht der Quellensteuer unterliegt (Lotterie-, Toto- oder Lottogewinne usw.) oder über steuerbares Vermögen verfügt (siehe Ergänzende ordentliche Veranlagung).