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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Finanzdepartement - Steuerverwaltung - Privatpersonen - Quellensteuer - Wegleitung (bis 31.12.2013) - Vorbehalt der Besteuerung im ordentlichen Verfahren

Vorbehalt der Besteuerung im ordentlichen Verfahren

Wechsel zwischen Quellensteuerpflicht und ordentlicher Veranlagung

Bei Erhalt der Niederlassungsbewilligung oder bei Heirat mit einer Person, die das Schweizer Bürgerrecht oder die Niederlassungsbewilligung besitzt, unterliegen bisher der Quellensteuer unterworfene Personen ab Beginn des folgenden Monats der ordentlichen Veranlagung (§ 8 Abs. 1 kQStV).

Bei tatsächlicher oder rechtlicher Trennung oder Scheidung von einem Ehegatten, der das Schweizer Bürgerrecht oder die Niederlassungsbewilligung besitzt, unterliegen ausländische Arbeitnehmer, welche die fremdenpolizeiliche Niederlassungsbewilligung nicht besitzen, ab Beginn des folgenden Monats dem Steuerabzug an der Quelle (§ 8 Abs. 2 kQStV).

Wenn ein Einkommen im Laufe derselben Steuerperiode zunächst der Quellensteuer und dann der ordentlichen Besteuerung oder umgekehrt unterliegt, hat der Übergang von der einen zur anderen Besteuerungsart dieselben Folgen, wie wenn eine steuerpflichtige Person ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt oder in der Schweiz Wohnsitz begründet (§ 8 Abs. 3 kQStV).

Ergänzende ordentliche Veranlagung

Verfügt eine quellensteuerpflichtige Person mit Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton Schwyz über weiteres steuerbares Einkommen, insbesondere aus selbstständiger Erwerbstätigkeit, aus beweglichem oder unbeweglichem Vermögen, aus Verleihung oder Nutzung von Urheberrechten und Patenten, aus Lotterien oder lotterieähnlichen Veranstaltungen sowie Wettbewerben, aus Nutzniessung, Stiftungen oder Alimenten, so wird sie für diese Einkommensbestandteile sowie das entsprechende Vermögen nach den Bestimmungen des Steuergesetzes ergänzend veranlagt. Die an der Quelle besteuerten Bruttoeinkünfte sind dabei zur Satzbestimmung miteinzubeziehen.

Kapitalleistungen aus Vorsorge, die einer quellensteuerpflichtigen Person zufliessen, unterliegen einer getrennt vom übrigen Einkommen berechneten Jahressteuer. Zudem werden insbesondere die Altersrenten der AHV und die Leistungen aus beruflicher Vorsorge und gebundener Selbstvorsorge (Pensionen) sowie Vollrenten aus UVG (Invaliditätsgrad 100 %) im ordentlichen Veranlagungsverfahren erfasst.

Nachträglich ordentliche Veranlagung infolge Einkommensüberschreitung

Übersteigen die dem Steuerabzug an der Quelle unterworfenen Bruttoeinkünfte des Steuerpflichtigen oder seines in ungetrennter Ehe lebenden Ehegatten in einem Kalenderjahr den vom Eidgenössischen Finanzdepartement für die direkte Bundessteuer festgelegten Betrag wird eine nachträgliche Veranlagung durchgeführt. Die an der Quelle abgezogene Steuer wird zinslos angerechnet (§ 93 Abs. 2 StG). Der Betrag beträgt zurzeit 120''000 Franken. Die Quellenbesteuerung besteht jedoch als Sicherungssteuer weiterhin. Die abgezogene Steuer wird an die im ordentlichen Veranlagungsverfahren erhobene Steuer zinslos angerechnet; ein allfälliger Überschuss wird zinslos zurückerstattet.

Steuerpflichtige Personen, die nachträglich ordentlich veranlagt wurden, unterliegen auch in den Folgejahren bis zum allfälligen Erhalt der fremdenpolizeilichen Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) der nachträglichen Veranlagung, selbst wenn die Limite von 120''000 Franken vorübergehend oder dauernd unterschritten wird.