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Belüftung

Projektierung
Luftfassung
Luftverteilung
Potentialausgleich
Friedenslüftung
Vorabnahme / Kontrollen

Projektierung

Bei der Projektierung ist darauf zu achten, dass die Anordnung der Möblierung sowie die technischen Einrichtungen des Architektenprojektes mit dem Lüftungsprojekt übereinstimmen. Allfällige Korrekturen der kantonalen Amtsstelle müssen bei der Ausführung berücksichtigt werden.

Die Ausarbeitung und Einreichung des Lüftungsprojekts ist im Register Baugesuch aufgeführt.

Luftfassung

Die Luftfassung befindet sich in den Fensterleibungen von Notausstiegen und Fluchtröhren.

Pro Notausstiegschacht dürfen maximal 2 Luftfassungen und pro Fluchtröhre maximal 3 Luftfassungen angeschlossen werden. Die Öffnungen sind mit Schutzgittern zu versehen.

Die Dimension und die Leitungsführung ist im Register Schutzhülle beschrieben.
Die Gestaltung ist den TWP 1984 ab Seite 61 zu entnehmen.

 
Ist eine Luftfassung direkt im Freien (nicht in NA oder FR), so muss über die Eintrittsöffnung eine Prallplatte montiert werden.

Das gleiche gilt für die Austrittsöffnung, wenn die Luft über das Explosionsschutzventil direkt ins Freie gelangt.

Luftverteilung

Das Ventilatonsaggregat (VA) wird in der Nähe des Notausgangs platziert.
Die Luft wird über den ESV/VF (Explosionsschutzventil/Vorfilter im Vorfiltergehäuse) angesaugt und in den Schutzraum geführt. Dadurch entsteht bei geschlossenen Abschlüssen ein Überdruck.

Die Disposition der Komponenten ist den TWP 1984 zu entnehmen. Es dürfen nur Komponenten verbaut werden, welche über eine gültige BZS-Zulassung verfügen.
Zivilschutz Komponenten Datenbank
Wird die Luft aus mehreren Ventilationsaggregaten einer gemeinsamen Luftverteilleitung zugeführt, so muss zwischen Luftauslass am VA und der Verteilleitung eine Rückschlagklappe (graue Komponente) eingebaut werden.
Als Luftverteilung in Schutzräumen sind spiralgefalzte Rohre aus verzinktem Stahlblech mit einem Innendurchmesser von 150 mm zu verwenden. Es dürfen höchstens 6 Bogenstücke angeordnet werden.
Die Luft gelangt über Ausströmgitter in der Verteilleitung diagonal durch den Raum zu den Abortkabinen und dort über Ventile nach draussen.

Sämtliche Komponenten müssen schocksicher befestigt werden.
Die benötigten Informationen sind den TW Schock 1995 zu entnehmen.


 
Der Luftaustritt aus dem Schutzraum erfolgt über kombinierte UeV/ESV (Überdruckventil/Explosionsschutzventil).

Auf der Aussenseite ist ein Schutzgitter anzubringen.

Potentialausgleich

Luftverteilleitungen mit mehr als 6 m Länge müssen am Potentialausgleich angeschlossen werden.
Eine Verbindung des Potentials auf das VA ist nicht zulässig.
 

Friedenslüftung

Wird eine Friedenslüftung durch die Schutzhülle geführt, so sind zugelassene Durchführungseinlagen für die Friedenslüftung zu verwenden. Der Anschluss erfolgt mit demontablen Anschlussstücken. Die mitgelieferten Stahlplatten, der Montageschlüssel und das Schild ist bei der Durchführung anzubringen.

Nachträgliche Kernbohrungen für Friedenslüftungen sind nicht zulässig.

Wird eine Friedenslüftung (z.B. in Tiefgarage) eingebaut, so sind die Öffnungen der Panzerdeckel für Luftfassung, resp. Abluft zu verwenden.

Die Installation muss im Bereich der Schutzhülle einfach demontierbar erstellt werden, so dass bei einem Schutzraumbezug die Öffnung mit dem Panzerdeckel geschlossen werden kann.

Vorabnahme / Kontrollen

Projektverfasser, Bauleiter, Unternehmer und Eigentümer sind angehalten, eine Vorabnahme / Kontrolle durchzuführen.

Im Register Abnahme sind die Kontrollpunkte pro Thema aufgelistet.