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Minderjährige Asylsuchende können in eigenen Strukturen untergebracht werden

Eigene Lösung ist deutlich günstiger als eine ausserkantonale Betreuung

(Stk/i) Rund 20 unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA), die derzeit im Missionshaus Bethlehem in Immensee untergebracht sind, werden ab Mitte Oktober 2018 im kantonseigenen Asylzentrum „Biberhof“ in Biberbrugg betreut. Damit erübrigt sich die ursprünglich vorgesehene ausserkantonale Übergangslösung.

Seit August 2016 sind in Immensee rund 40 unbegleitete minderjährige Asylsuchende untergebracht. Diese Lösung endet im Oktober 2018, da an dieser Stelle ein Neubau realisiert wird. Für die Hälfte dieser Jugendlichen muss eine neue Lösung über diesen Zeitpunkt hinaus gefunden werden. Die andere Hälfte ist in der Zwischenzeit volljährig geworden und kann deshalb in den ordentlichen Asylstrukturen betreut werden.

Eigene Unterbringungsmöglichkeit
Ursprünglich war vorgesehen, die 20 Jugendlichen vorübergehend ausserkantonal zu betreuen, bis im Kanton Schwyz eine eigene Unterbringungs- und Betreuungsmöglichkeit geschaffen werden kann. Diese Übergangslösung erübrigt sich nun, da im Durchgangszentrum „Biberhof“ in Biberbrugg rascher als vorgesehen eine definitive Einrichtung geschaffen werden kann. Mit einem vergleichsweise geringen Aufwand kann das derzeit ungenutzte Erdgeschoss umgebaut werden. Sollte sich in der Zukunft die Zahl der zu betreuenden Jugendlichen verringern, könnten diese Räumlichkeiten auch für die Unterbringung erwachsener Asylsuchender genutzt werden.

Tiefere Kosten
Die Lösung im kantonseigenen „Biberhof“ erweist sich in verschiedener Hinsicht als vorteilhaft: Die Mietkosten in Immensee entfallen zukünftig, die Umbaukosten können bereits innerhalb eines knappen Jahres im Vergleich zu externen Betreuungskosten kompensiert werden, die Betriebs- und Betreuungskosten fallen generell tiefer aus, da die bestehenden Strukturen im „Biberhof“ besser genutzt werden können, und der Kanton flexibler auf Schwankungen bei den Asylzahlen reagieren kann.

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