Direkt zum Inhalt springen

Weichenstellung für die Immobilienentwicklung im Kanton Schwyz

Regierungsrat genehmigt Gesamtkonzept für Verwaltungs- und Schulstandorte

(BD/i) Der Regierungsrat hat das Gesamtkonzept für die zukünftige Entwicklung der eigenen Immobilien genehmigt. Berücksichtigt werden dabei sowohl die Verwaltungs- als auch die Schulliegenschaften. Einen entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Entwicklung verschiedener Standorte hat die Erweiterung des bestehenden Sicherheitsstützpunktes Biberbrugg zu einem Polizei- und Verwaltungszentrum.

Der Kanton Schwyz steht vor einer Weichenstellung, wie er seine Verwaltungs- und Schulliegenschaften weiterentwickeln will. Konkrete Entscheidungen zum Bau des Heilpädagogischen Zentrums Innerschwyz (HZI), zur Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) und zum Bau eines Verwaltungsgebäudes in Biberbrugg stehen unmittelbar bevor.

Gesamtschau als Grundlage

Der Regierungsrat hat das vom Hochbauamt erarbeitete Gesamtkonzept Immobilienentwicklung verabschiedet mit dem Ziel, für alle bestehenden Verwaltungs- und Schulstandorte eine optimale und in sich stimmige Entwicklung zu gewährleisten. Teil dieser Strategie sind rund 70 eigene Liegenschaften und 80 Mietobjekte. Um die Kosten langfristig zu senken und um die Planungssicherheit zu erhöhen, sollen Mietlösungen vermehrt in eigene Liegenschaften überführt werden.

Ausbau des Verwaltungsstandortes in Biberbrugg

Der Regierungsrat hat bereits früher entschieden, die bestehenden Verwaltungsstandorte aus Kosten- und Effizienzgründen stärker zu zentralisieren. Ausgelöst wurde diese Absicht auch durch die notwendige Sanierung des bestehenden Verwaltungsgebäudes an der Bahnhofstrasse 15 in Schwyz. Nach sorgfältiger Prüfung verschiedener Standorte und Szenarien hat sich der Regierungsrat in einem ersten Schritt für die Erweiterung des Sicherheitsstützpunktes Biberbrugg (SSB) zu einem Polizei- und Verwaltungszentrum für rund 320 Mitarbeitende ausgesprochen. Mit Ausnahme der Polizeiposten, die unverändert bestehen bleiben, können insbesondere alle Mitarbeitenden der Kantonspolizei an einem Standort zusammengeführt werden. Zusätzlich werden Arbeitsplätze für weitere Verwaltungseinheiten geschaffen.

Mehrere Optionen für den Standort Schwyz

Die Realisierung des Polizei- und Verwaltungszentrums Biberbrugg eröffnet anschliessend zwei Optionen für die Zusammenführung von rund 210 Arbeitsplätzen am Standort Schwyz: Ein Ersatzneubau an der Bahnhofstrasse 15 oder ein Neubau auf der kantonseigenen Liegenschaft Kaltbach.

Je nach Verlauf der Gespräche der beiden Gymnasien Kantonsschule Kollegium Schwyz und dem Theresianum Ingenbohl, die bezüglich einer gemeinsamen Kantonsschule Innerschwyz kürzlich aufgenommen wurden, könnte der Standort Kollegium als zusätzliche Variante in Betracht gezogen werden.

Weiterentwicklung der Schulstandorte sichergestellt

Die Immobilienstrategie sichert auch die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten der kantonalen Schulstandorte in Goldau (Pädagogische Hochschule und Berufsbildungszentrum), Schwyz (Kantonsschule Kollegium Schwyz und Kaufmännische Berufsschule), Ibach (Heilpädagogisches Zentrum), Pfäffikon (Kantonsschule Ausserschwyz und Berufsbildungszentrum), Freienbach (Heilpädagogische Schule Ausserschwyz), Nuolen (Kantonsschule Ausserschwyz) und Lachen (Kaufmännische Berufsschule).

Entscheide stehen bevor

Teilbereiche der vom Regierungsrat genehmigten Immobilienstrategie sind bereits beschlussreif. Voraussichtlich noch im laufenden Jahr wird der Kantonsrat über den Bau des Heilpädagogischen Zentrums Innerschwyz in Ibach beraten. Anfang 2019 ist der Entscheid zum Bau des Polizei- und Verwaltungszentrums Biberbrugg vorgesehen und ebenfalls in der ersten Jahreshälfte 2019 beabsichtigt der Regierungsrat, dem Kantonsrat die Ausgabenbewilligung für den Bau der Kantonsschule Ausserschwyz vorzulegen. Nach dem Beschluss zur Realisierung des Polizei- und Verwaltungszentrums Biberbrugg kann geprüft werden, welche der drei Optionen am Standort Schwyz konkret geplant werden soll. Die nicht mehr benötigten Liegenschaften der Kantonsschule in Nuolen und des ehemaligen Lehrerseminars in Rickenbach können anschliessend einer neuen Nutzung zugeführt oder verkauft werden. Der Verkaufserlös könnte einen nicht unwesentlichen Beitrag an die Kosten der geplanten Neubauten leisten.

Baudepartement