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Kanton Schwyz stellt sich erfolgreich den Neophyten

Abschluss dreijähriges Pilotprojekt

(AfU/i) Der Kanton Schwyz zog heute eine erfolgreiche Bilanz des Pilotprojekts Neophyten. Während drei Jahren unterstützte der Kanton Schwyz 14 Bezirke und Gemeinden mit Geldern, Materialien und Beratung bei der Regulierung von exotischen Problempflanzen. Zusammen mit den Gemeinden ist es - gemäss Regierungsrat René Bünter - gelungen, der Problematik der invasiven Neophyten erfolgreich zu begegnen. Nach Abschluss des Pilotprojekts will der Regierungsrat am Erfolg festhalten und zukünftig alle Schwyzer Gemeinden für die aktive Eindämmung exotischer Problempflanzen gewinnen und diese dabei weiterhin tatkräftig unterstützen.

Das Pilotprojekt Neophyten war die direkte Antwort auf die kantonsrätliche Rückweisung einer gesetzlichen Teilrevision des Umweltschutzgesetzes vor vier Jahren. Das Ziel, den Umgang mit den Problempflanzen per Gesetz zu regeln, wurde damals aufgegeben. Mit dem Pilotprojekt fand das Amt für Umweltschutz einen Weg, dem wachsenden Problem zu begegnen und konkrete Aktivitäten auszulösen.

Grosse Beteiligung dank aktiver Unterstützung des Kantons

Während drei Jahren trieb der Kanton, zusammen mit den Gemeinden, die Regulierung invasiver Neophyten voran. Auf freiwilliger Basis nahmen 14 der 30 Schwyzer Gemeinden am Pilotprojekt teil. Schon diese hohe Beteiligung zeigte, dass das Thema unter den Nägeln brannte. Der Kanton unterstützte die Gemeinden in verschiedenen Bereichen. Mit einem breiten Kursangebot sowie jährlichen Statussitzungen gelang es, in den Gemeinden ein solides Knowhow aufzubauen. Gleichzeitig wurde der Austausch zwischen den Gemeinden gefördert. Der Kanton Schwyz stärkte die Gemeinden bei ihrer Tätigkeit, die eigene Bevöl-kerung zu sensibilisieren und stellte zudem für die Erfassung exotischer Problempflanzen eine App zur Verfügung. Mit finanziellen Beiträgen konnte der Kanton schliesslich konkrete Projekte zur Erfassung und Eindämmung initiieren. Gesamthaft unterstützte der Kanton Schwyz die Gemeinden mit jährlichen Beiträgen zwischen Fr. 85 000.-- und Fr. 95 000.--.

Eine Flut von Aktivitäten

In den Gemeinden löste das Pilotprojekt eine Vielzahl von Aktivitäten aus. Die Bevölkerung wurde mit Ausstellungen, Berichten oder Flyeraktionen sensibilisiert und über 2700 Neophytenstandorte wurden während den vergangenen drei Jahren neu kartiert. Am häufigsten kommt der Sommerflieder (knapp 30% aller Standorte), gefolgt von Nordamerikanischen Goldruten (20%), Schmalblättrigem Greiskraut (14%), Kirschlorbeer (11%) und Japanischem Staudenknöterich (10%) vor. Die meisten Gemeinden verzichteten auf die Kartierung privater Flächen im Siedlungsgebiet, obschon in Privatgärten eine Vielzahl exotischer Problempflanzen wächst.

Mehr als Fr. 500 000.-- investiert

Während des Pilotprojekts erhöhten viele Gemeinden ihre Budgets für Bekämpfungsmassnahmen. Gesamthaft konnten sie, zusammen mit den kantonalen Unterstützungsbeiträgen, in den vergangenen drei Jahren Projekte im Umfang von über einer halben Million Franken finanzieren und damit über 1000 Aktionen durchführen. Einigen Gemeinden gelang es, alle ihnen bekannten Standorte ausserhalb privater Gartenareale zu bearbeiten.

Beispielhafter Erfolg soll weitergehen

Die Erkenntnisse der Gemeinden zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig ist. Verantwortliche Personen berichteten, dass die Bestände zurückgingen und der Aufwand der Eindämmungsmassnahmen kleiner wurde. Es liegt aber in der Natur der invasiven Neophyten, dass deren Regulierung lange Zeit beansprucht und der Erfolg der Massnahmen erst in einigen Jahren sicht- und messbar wird. Voraussetzung dafür ist die Fortführung aller Aktivitäten. Es wurde klar, dass die finanzielle Unterstützung des Kantons als zentraler Pfeiler beibehalten werden muss.

Der Regierungsrat teilt diese Einschätzung und stimmte im vergangenen Herbst dem neuen Vorgehen zu. Finanzielle Mittel für die Unterstützung ab 2019 sind vorgesehen. Damit können zukünftig alle Gemeinden des Kantons Schwyz Unterstützungsbeiträge des Kantons beantragen. Der Erfolg des Pilotprojekts kann damit auf weitere Gemeinden und weitere Standorte ausgeweitet werden.

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen über invasive Neophyten sind unter www.sz.ch/afu/neobioten verfügbar.

 

 

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