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Südumfahrung Küssnacht: Oberirdischer Teil in Betrieb genommen

(BD/i) Der oberirdische Teil im Norden der Südumfahrung Küssnacht kann am Donnerstag, 20. Dezember 2018, in Betrieb genommen werden. Das ist knapp ein Jahr früher als geplant. Aufgrund der Verzögerungen im Tunnelbau wurden oberirdische Arbeiten vorgezogen, die erst für später vorgesehen waren. Der Projektabschluss ist unverändert im Jahr 2020 vorgesehen, womit auch die flankierenden Massnahmen des Bezirks im Dorfzentrum gemäss Planung umgesetzt werden können.

Die Südumfahrung Küssnacht hat einen weiteren grossen Meilenstein erreicht: Nach gut dreijähriger Bauzeit konnten Baudirektor Othmar Reichmuth und Bezirksstatthalter Oliver Ebert den gesamten oberirdischen Teil nördlich des Tunnels Burg für den Verkehr freigeben. Das entspricht rund zwei Dritteln der Südumfahrung Küssnacht. Damit können verschiedene Provisorien, unter anderem die gesperrten Rampen der Nordumfahrung und die Lichtsignalanlage beim Knoten nach Immensee der Verbindung Zuger-/Artherstrasse, aufgehoben werden. Auch die Strassenabwasserbehandlungsanlage (SABA) Giessenbach und das Retentionsbecken Chli Ebnet wurden vorzeitig fertiggestellt, was den Hochwasser- und Umweltschutz wesentlich verbessert.

Verbesserung für die Küssnachter Bevölkerung
Vor allem die Wiederherstellung der gewohnten direkten Anbindung des Verkehrs vom Dorfzentrum an die Zugerstrasse und damit an den Autobahnanschluss führt zu einer Verflüssigung und bringt eine höhere Verkehrssicherheit. Oliver Ebert zeigt sich denn auch erfreut: „Die Eröffnung des oberirdischen Teils der Südumfahrung stellt eine deutliche Verbesserung für die Küssnachter Bevölkerung dar.“ Nach der umfangreichen Bautätigkeit komme Küssnacht nun in den Genuss eines ersten spürbaren Mehrwerts.

Tunneldurchstich Mitte 2019
Die nach den aufgetretenen Problemen beim Tunnelvortrieb ergriffenen Massnahmen zeigen mittlerweile ihre Wirkung. Die Vortriebsarbeiten verlaufen zwar langsamer als ursprünglich geplant, dafür aber mit grösstmöglicher Sicherheit. Der Tunneldurchstich ist gemäss aktuellem Planungsstand etwa Mitte 2019 vorgesehen. Othmar Reichmuth zeigt sich zuversichtlich, dass der Projektabschluss wie vorgesehen im Jahr 2020 erfolgen kann. „Die Flexibilität der beteiligten Planer und Unternehmen hat es uns ermöglicht, das Projekt Südumfahrung trotz der aufgetretenen Schwierigkeiten rasch zum Nutzen der Bevölkerung voranzutreiben“, sagt Reichmuth.

Fertigstellung Kreisel Räbmatt folgt später
Die weiteren Arbeiten auf der Südseite und insbesondere die Fertigstellung des Kreisels Räbmatt erfolgen in Abhängigkeit von den Fortschritten beim Tunnelausbruch. Der Platz beim Kreisel Räbmatt wird bis auf weiteres für die Verschiebung des Bohrgeräts von einer Tunnelseite auf die andere benötigt.

Südumfahrung als Teil eines übergeordneten Verkehrssystems
Die Südumfahrung Küssnacht stellt zusammen mit dem späteren Vierspurausbau der Zugerstrasse, der Verbindung von Zuger- und Artherstrasse, dem Ausbau des A4-Autobahnanschlusses Küssnacht und den flankierenden Massnahmen zur Verkehrsberuhigung im Dorfkern ein Gesamtpaket zur Entlastung des Küssnachter Dorfzentrums vom Durchgangsverkehr und zur weiteren Steigerung der hohen Wohn- und Lebensqualität dar.

Baudepartement

Regierungsrat Othmar Reichmuth und Bezirksstatthalter Oliver Ebert (in der Mitte) eröffnen den oberirdischen Teil der Südumfahrung Küssnacht.