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Anschluss Wangen-Ost: Variantenvergleich wird vorangetrieben

Ausarbeitung eines Vorprojekts und der flankierenden Massnahmen

(BD/i) In der March wird der neue Autobahnanschluss Wangen-Ost geplant. Über die Linienführung des Zubringers herrscht weitgehend Einigkeit. Kontrovers diskutiert wird, ob die Ausführung ober- oder unterirdisch erfolgen soll. Das kantonale Tiefbauamt hat nun die Planungsarbeiten für einen Variantenvergleich, die anschliessende Ausarbeitung eines Vorprojekts und die flankierenden Massnahmen ausgeschrieben.

Der Anschluss Wangen-Ost soll insbesondere Galgenen, Wangen, Schübelbach und Tuggen vom Durchgangsverkehr entlasten. Entlastet wird damit auch der zu Spitzenzeiten an seine Grenzen stossende Autobahnanschluss Lachen. Das Bundesamt für Strassen (Astra), als Eigentümerin der Nationalstrassen, hat bereits sein Einverständnis für die Realisierung eines neuen Autobahnanschlusses gegeben.

Offene Fragen zur Ausführung des Zubringers

Aus einem breit angelegten Mitwirkungsverfahren resultierte eine weitgehende Zustimmung für die sogenannte Variante 5. Diese schliesst östlich des Ortszentrums von Siebnen an die Glarnerstrasse an. Von dort verläuft der Zubringer in nördlicher Richtung bis zum Autobahnanschluss, der sich im Bereich der bestehenden Brücke St. Galler- / Zürcherstrasse befindet. Unterschiedliche Auffassungen bestehen bezüglich Ausführung. Die Kosten für die ebenerdige Ausführung werden auf rund 41 Mio. Franken geschätzt. Eine unterirdische Variante mit der gleichen Linienführung käme auf über 170 Mio. Franken zu stehen. Hinzu kommen bei beiden Varianten sogenannte flankierende Massnahmen (z.B. Umgestaltungen Strassenraum innerorts) von bis zu 65 Mio. Franken.

Vertiefung der beiden Varianten

Der Kanton befürwortet die ebenerdige Ausführung, da diese die beabsichtigte Wirkung vollständig erzielt und das beste Kosten- / Nutzenverhältnis aufweist. Trotzdem werden die beiden Varianten nun vertieft, um die Entscheidungsgrundlagen für den definitiven Entscheid zu erhalten. Anschliessend wird für die Bestvariante ein Vorprojekt ausgearbeitet, das als Grundlage für die Nutzungsplanung dienen wird. Das Baudepartement hat diese Planungsarbeiten in der aktuellen Ausgabe des Amtsblatts ausgeschrieben. Dieser Auftrag umfasst zusätzlich das Ausarbeiten von flankierenden Massnahmen, die den Verkehr wie geplant auf den neuen Anschluss leiten und damit die Dörfer wirkungsvoll vom Verkehr entlasten werden.

Es ist vorgesehen, dass der Start der ausgeschriebenen Arbeiten im Verlauf des Sommers 2019 erfolgen wird und bis Ende 2020 abgeschlossen sind.

Baudepartement