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Siedlungsabwasser

Die Siedlungsentwässerung hat in den letzten Jahrzehnten stark an Bedeutung gewonnen und bietet eine Vielzahl unterschiedlichster Herausforderungen. Die Vollzughilfe Siedlungsentwässerung fasst die gesetzlichen Vorgaben, den heutigen Stand der Technik und die Vollzugspraxis in der Siedlungsentwässerung im Kanton Schwyz zusammen und soll als Unterstützung für die Aufsichts- und Vollzugsbehörde, sowie Ingenieure, Planer und Architekten dienen.

 

Vollzugshilfe Siedlungsentwässerung

Die Vollzugshilfe Siedlungsentwässerung fasst die gesetzlichen Vorgaben,  den heutigen Stand der Technik und die Vollzugspraxis in Fragen der Siedlungsentwässerung im Kanton Schwyz zusammen. Sie gibt einen Überblick über geltende Gesetzesvorgaben und die bestehende Richtlinien, Wegleitungen und Leitfäden und ergänzt diese, wo in der Anwendung Unklarheiten bestehen. Sie richtet sich insbesondere an die Aufsichts- und Vollzugsbehörde (Gemeinderat/Bauverwatlung), aber auch an private Fachleute mit Vollzugsaufgaben sowie an Ingenieure, Planer und Architekten.

Aufsichtspflicht der Gemeinde/Bezirk

Die Zuständigkeit für die Siedlungsentwässerung liegt bei den Gemeinden/Bezirken. Gemäss geltender eidgenössischer Gewässerschutzgesetzgebung besteht eine grundsätzliche Verpflichtung, die Abwasseranlagen – die öffentlichen Kanalisationen wie auch die privaten Liegenschaftsentwässerungen – sachgemäss zu erstellen, fachgerecht zu betreiben, zu warten und in funktionstüchtigem Zustand zu erhalten. Die rechtlichen Grundlagen für die Abgrenzung der Zuständigkeiten sowie weitere Definitionen und Auflagen werden im kommunalen Abwasserreglement festgelegt. Ein wichtiger gesetzlicher Auftrag an die Gemeinden/Bezirke beinhaltet die Aufsichtspflicht gegenüber den privaten Liegenschaften. Eine periodische Überprüfung bringt auch für den Liegenschaftsbesitzer Vorteile mit sich. Allfällige Schäden können frühzeitig erkannt und saniert werden. Somit können teure Schadensfälle sowie Gewässer- oder Grundwasserverschmutzungen verhindert werden.

 

Der Zustand der privaten Liegenschaftsentwässerung trägt wesentlich zur Qualität der Siedlungsentwässerung bei.

 

Wer trägt die Kosten?

Die Abwasserentsorgung muss selbsttragend und kostendeckend sein. Als Hilfsmittel sind Instrumente wie ein Anlagenkataster, eine Investitions- und Unterhaltsplanung sowie eine modernes, von anderen Kostenstellen unabhängiges Rechnungswesen unerlässlich.

Neben der Sicherstellung der Finanzierung sollten die Gebühren auch eine lenkende Wirkung entfalten. Wer durch Massnahmen an der Quelle, das heisst auf dem Privatgrundstück, für die Entlastung der ARA sorgt, soll auch finanzielle Vorteile haben.

Abwasserreglement

Jede Gemeinde/Bezirk erstellt ein kommunales Abwasserreglement über die Siedlungsentwässerung, um die ihr aufgetragenen Gewässerschutzmassnahmen durchzuführen und verursachergerecht zu finanzieren. Die Abwasserreglemente sind mit den Nachbar- oder Verbandsgemeinden abzustimmen. Im Abwasserreglement sind die Grundsätze der Finanzierung der Abwasseranlagen und Abwasserbeseitigung geregelt. Ziel einer zeitgemässen Gebührenordnung ist eine selbsttragende Abwasserrechnung. Über die Gebühren sind sämtliche Anlagen sowie der Unterhalt dieser Werke zu begleichen.

Die Gemeinden/Bezirke sind dazu eingeladen, ihre Abwasserreglemente in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz zu erstellen. So können möglichst praxistaugliche und einheitliche Lösungen erarbeitet werden. Das Amt für Umweltschutz hat ein Musterreglement über die Siedlungsentwässerung im Kanton Schwyz erarbeitet.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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