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Einzonen, Erschliessen, Gestaltungspläne

Das raumplanerische Ziel, die Siedlungsentwicklung «nach innen» zu lenken, provoziert geradezu die Frage, wie die akustische Qualität unserer Alltagsräume künftig erhalten oder verbessert werden kann. Denn die Siedlungsentwicklung nach innen gelingt nur, wenn die Siedlungen auch in den Ohren der Bewohner ansprechend klingen.

Ruhe in der Planung bewahren

Ruhe – oder die akustische Qualität der Räume – ist ein wesentlicher Teil der Wohnqualität und zeigt sich auch mit einem Blick auf aktuelle Immobilieninserate: «Ruhige» Wohnlagen werden als wichtiges Kriterium angepriesen. Ökonomisch betrachtet heisst das, dass Grundstückpreis, Mietzins und Ertrag einer Liegenschaft auch von der Ruhe im Umfeld einer Liegenschaft abhängen.

Um die gesundheitliche und wirtschaftlich wertvolle Ruhe in die Planung frühzeitig miteinzu-beziehen, ist die Machbarkeit zur Einhaltung der Planungswerte nach Lärmschutz-Verordnung bei Einzonungen oder neu zu erschliessenden Bauzonen für lärmempfindliche Räume aufzuzeigen. Wird in den Planungsstufen vor der Baueingabe (Zonenplanrevision, Gestaltungsplan usw.) erkannt, dass die massgebenden Grenzwerte überschritten sein sollten, sind Massnahmen zu deren Einhaltung stufengerecht in folgender Priorität sicher zu stellen:

  1. Grundstücksnutzung dem Aussenschallpegel anpassen
  2. Gebäudeanordnung und –form der Beschallungssituation optimieren
  3. Schallunterbrechende Massnahmen vor Baubereichen in Sonderbauvorschriften/Planunterlagen definieren

Für weitere Informationen:
Merkblatt Einzonen und Erschliessen in lärmbelasteten Gebieten
sowie
Wegleitung „Lärmschutz bei Einzonung und Erschliessung mit Korrigenda“