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Seen

Der Kanton Schwyz ist reich an Seen. So unterschiedlich wie die Landschaften im Kanton sind, so verschieden sind auch seine Seen.

Jeder See mit eigenem Charakter

Im Kanton Schwyz findet man neun Seen. Der Lauerzersee, Sihlsee, Wägitalersee sowie die kleineren Glattalpsee und Hirschlensee liegen ganz auf Schwyzer Boden. Den Zugersee, Vierwaldstättersee, Zürich-Obersee und Zürichsee teilt Schwyz mit anderen Kantonen.

Weitere Informationen:

Jeder dieser Seen weist entsprechend seiner Lage und seines Einzugsgebietes eine eigene Charakteristik auf. Der Lauerzersee ist ein seichter Verlandungssee zu einem grossen Teil umsäumt von Naturschutzgebieten. Entsprechend seinem landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebiet ist sein Nährstoffgehalt relativ hoch. Der Vierwaldstättersee wiederum wurde von Gletschern geformt. Steile Felsufer, Deltas in Mündungsgebieten von Flüssen, einzelne Flachufer und in Siedlungsgebieten verbaute Seeufer prägen das Landschaftsbild. Der See ist nur wenig produktiv.

Gewässerraum

Um Aufwertungen durchzuführen wird Platz benötigt. Dieser soll den Seen mit dem Gewässerraum zur Verfügung gestellt werden und dient auch dem Hochwasserschutz. Der Gewässerraum muss bis Ende 2018 grundeigentümerverbindlich in den Nutzungsplanungen der Gemeinden festgelegt werden. Der Kanton hat dazu ein Merkblatt publiziert.

Revitalisierung

Neben den Ufern unserer Fliessgewässer sollen auch die verbauten Ufer der Seen wieder natürlich gestaltet und aufgewertet werden. Natürliche Seeufer zählen zu den vielfältigsten Landschaften der Schweiz. Sie bieten einer Fülle von Tieren und Pflanzen Lebensraum. Vor allem hier wird das Wasser durch Bakterien und Pflanzen gereinigt. Viele Seeufer sind durch Aufschüttungen zur Landgewinnung für Verkehrswege, Wohn- und Gewerbebauten, Quai- und Sportanlagen verbaut und können ihre ökologische Funktion nicht mehr genügend wahrnehmen. Vielfach können beeinträchtige und verbaute Ufer mit relativ einfachen Massnahmen aufgewertet und seegerecht gestaltet werden, was mit Erfolgskontrollen festgestellt wird. Dazu muss, wie für die Fliessgewässer eine kantonale Revitalisierungsplanung (bis Ende 2022) erstellt werden.

Kälte- und Wärmenutzung

Die Nutzung von Seewasser zu Kühl- und Heizzwecken birgt ein grosses energetisches Potential, was in den letzten Jahren vermehrt zum Thema wurde. Zum Heizen wird dem Seewasser die Wärme entzogen und das abgekühlte Wasser wieder in den See zurückgegeben. Dem gegenüber nimmt das Seewasser zur Kühlung die Wärme auf und wird erwärmt wieder in den See zurückgeleitet. Die Potentiale, welche in den Gewässern vorhanden sind, wurden für den Zürichsee (Machbarkeitsbericht), den Vierwaldstättersee (Machbarkeitbericht) und den Zugersee (Technischer Bericht) abgeschäzt.

Für eine nachhaltige und ökologisch vertretbare Nutzung des Seewassers müssen entsprechende Rahmenbedingungen eingehalten werden. Um die natürlichen Temperatur- und Nährstoffverhältnisse nicht zu verändern, muss im Sommer das erwärmte Wasser unter die Sprungschicht (Grenzschicht zwischen warmem Oberflächenwasser und kaltem Tiefenwasser) eingeleitet werden. Die natürliche Schichtung darf durch die Nutzung nicht gestört werden. Der Lebensraum See und seine Lebensgemeinschaften dürfen auch langfristig nicht beeinträchtigt werden. Dabei sind die baulichen Aspekte sowie die Auswirkungen des thermisch veränderten Seewassers zu berücksichtigen. Für den Vierwaldstättersee wurde dazu eine entsprechende Richtlinie verfasst.

Wasserentnahmen

Mit seinen vielen Fliessgewässern und Seen ist der Kanton Schwyz sehr wasserreich. Dennoch sind seine Wasserressourcen, vor allem bei Trockenheit und Wasserknappheit, nicht unerschöpflich.

Wer ein öffentliches Gewässer als Trink- oder Brauchwasser nutzen will, benötigt eine Bewilligung oder Konzession (§ 9 Wasserrechtsgesetz; WRG). Für den Erhalt einer Konzession ist ein entsprechendes Gesuch über die Baubewilligungsbehörde (Gemeinde) einzureichen. Im Kanton Schwyz liegt die Federführung des Verfahrens, Publikation und der kantonsinternen Koordination beim Amt für Wasserbau.

Für temporäre Wasserentnahmen bei Trockenheit ohne feste Einbauten ist das entsprechende Merkblatt zu beachten. Für das Gesuch einer temporären Wasserentnahme, ist das Formular  auszufüllen und bei der zuständigen kantonalen Fachstelle einzureichen.