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Mandatsentschädigung und Spesen

Die Mandatsentschädigung richtet sich nach § 23a Ziff. 19a Gebührenordnung und Ziff. 21 des Gebührentarifs. Nachfolgend werden diese Bestimmungen präzisiert. Die im Rahmen der Berichts- und Rechnungsgenehmigung durch die Behörde zu erhebenden Gebühren sind nicht Gegenstand dieser Erläuterungen.

Minimalentschädigung

Als Minimalentschädigung für eine zweijährige Berichtsperiode werden Fr. 1400.00  festgelegt. Beträgt das Vermögen der betroffenen Person mehr als Fr. 15000.00 (bei Ehepaaren mehr als Fr. 25000.00), so geht die Minimalentschädigung zu Lasten des Vermögens der betroffenen Person.
Beträgt das Vermögen der betroffenen Person weniger als Fr. 15000.00 (bei Ehepaaren weniger als Fr. 25000.00), so geht die Minimalentschädigung zu Lasten der Staatskasse.

Entschädigung nach Vermögen

Für die Entschädigung nach Höhe des Vermögens wurde anhand der Vorgaben im Gebührentarif eine Kurve erstellt. Die zu erhebende Mandatsentschädigung wird auf dieser Kurve interpoliert. Die Entschädigung nach Vermögen beträgt maximal Fr. 27 000.00 für eine zweijährige Berichtsperiode.

Entschädigung nach Stunden

Mit der Minimalentschädigung resp. Entschädigung nach Vermögen wird ein Aufwand von 20 Stunden pro Jahr abgedeckt. Ausserordentlicher Aufwand (z.B. Wohnungsräumung, Begleitung bei der Suche nach einem neuen Heimplatz), kann im Rahmen der Berichterstattung geltend Der Aufwand wird zu einem Stundentarif von Fr. 90.00 entschädigt. Die Entschädigung nach Stunden für eine zweijährige Berichtsperiode beträgt maximal Fr. 3000.00.

Besonderer Aufwand für die Rechnungsprüfung

Verursacht der Beistand durch unsachgemässe Rechnungsführung der Behörde mehr als drei Stunden Aufwand für die Rechnungsprüfung, so wird dieser Aufwand beim Klienten als Gebühr zum Ansatz von Fr. 120.00 pro Stunde erhoben und dem Beistand mit der Mandatsentschädigung verrechnet.

Geltendmachung von Spesen

Auslagen die der Beistand im Rahmen des Mandates entstanden sind, werden gemäss kantonalem Spesenreglement entschädigt. Die Spesen sind im Rahmen der Berichterstattung geltend zu machen. Macht ein Beistand einen höheren oder tieferen Spesensatz geltend als das Spesenreglement vorsieht, so werden die Ansätze durch die Behörde nach unten oder oben korrigiert.