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Verkehrsunfallstatistik 2016

Weniger Unfalltote, mehr Schwerverletzte

Im Kanton Schwyz wurden im Jahr 2016 insgesamt 945 Verkehrsunfälle polizeilich registriert, drei mehr als im Vorjahr. Vier Personen verloren auf Schwyzer Strassen ihr Leben, zwei weniger als noch 2015. Wiederum war eine steigende Zahl Verkehrsunfälle auf Unaufmerksamkeit und Ablenkung zurückzuführen, der Hauptunfallursache.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 945 (Vorjahr 942) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle im Kanton Schwyz. Dabei kamen vier (sechs) Menschen zu Tode, 66 (59) wurden schwer, 299 (305) leicht verletzt.

Unfallauswirkungen und –Ursachen

Unaufmerksamkeit und Ablenkung sind mit 199 (190) wiederum Hauptunfallursache und die Zahl dadurch verursachter Unfälle steigt an. Zweithäufigste Unfallursache ist das Missachten des Vortritts, sie hat von 149 auf 132 Unfälle abgenommen. Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit mit 110 (129). Unter Alkoholeinfluss verursachte Unfälle stiegen von 44 im Vorjahr auf 70 an.

Die Zahl der verunfallten Fussgänger lag mit 36 um drei höher, als noch im Vorjahr. Zehn von diesen Unfällen ereigneten sich auf Fussgängerstreifen, gleich viele wie 2015. Mit E-Bikes wurden mit acht (elf) leicht weniger Unfälle registriert, die Zahlen verharren auf tiefem Niveau. Dabei wurden zwei Personen schwer und sechs leicht verletzt, fünf Mal waren die E-Bike-Fahrer Hauptunfallverursacher.

Unfallorte

Während die Unfallzahlen innerorts von 515 auf 487 und ausserorts von 265 auf 256 sanken, stiegen sie auf den Autobahnen von 162 auf 202 an. Lediglich auf den Autobahnen wird das Fünfjahresmittel überschritten, das dort 156 beträgt. Das langjährige Mittel innerorts liegt bei 525 und ausserorts bei 282 Unfällen pro Jahr.

Verkehrsprävention

Das Schwergewicht der Verkehrsprävention liegt bei den schwächsten Verkehrsteilnehmern, den Schulkindern. Das Präventionsteam bildete 13‘499 Schülerinnen und Schüler im richtigen Verhalten im Strassenverkehr aus. Es organisierte in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und den örtlichen Veloclubs Radtests, welche 2‘905 Kinder absolvierten und damit ihr Können unter Beweis gestellt haben. An 21 Schulorten standen zudem insgesamt 249 Schülerpatrouilleure im Einsatz, die ein sicheres Überqueren der Strasse sicherstellten.

Einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Kinder leisten aber auch die Informationsabende für die Erziehungsberechtigten, an denen 1‘935 Personen teilnahmen. Nur wenn die Erwachsenen die richtigen Verhaltensweisen kennen, können sie die Kinder darin unterstützen. Hierzu zählt auch die Schulanfangskampagne „Rad steht – Kind geht“, welche die Fahrzeuglenker an das richte Verhalten am Fussgängerstreifen erinnert. Mit neun Unfällen auf dem Schulweg, bei denen sieben Kinder verletzt wurden, sind die Unfallzahlen erfreulich tief und zeugen von der Wirksamkeit der Präventionstätigkeit. Die Anstrengungen zur Fortsetzung des Trends sinkender Unfallzahlen auf dem Schulweg müssen aber weiter fortgesetzt werden.

Zur Prävention tragen auch die Verkehrssicherheitskampagnen zu den Themen Ablenkung und Alkohol am Steuer bei. Diese Informationskampagnen wurden von gezielten Kontrollen begleitet, um mit der Repression deren Wirkung zu verstärken.

Geschwindigkeitskontrollen / Ordnungsbussen

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 73‘668 (79‘395) Ordnungsbussen sowie 1‘451 (1‘590) Anzeigen an die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden Ordnungsbussen in der Höhe von Fr. 5‘435‘650 (6‘267‘620) ausgestellt. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei Bussen im Betrag von insgesamt Fr. 894‘420 aus.

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte 2017

Die Präventionstätigkeit hat sich erneut als erfolgreich erwiesen, muss aber fortgesetzt werden, damit die Verkehrssicherheit im Kanton Schwyz weiter erhöht werden kann. Mit der Kampagne „Keine Ablenkung“ und „Wer fährt, trinkt nicht“ wird der Hauptunfallursache und der gestiegenen Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss Rechnung getragen. Die gezielten Geschwindigkeitskontrollen im Bereich von verkehrstechnischen Schwachstellen haben sich bewährt und werden fortgesetzt. Auch anlässlich der Schulanfangskampagne „Rad steht – Kind geht“ wird die Polizei den Verkehr überwachen und Geschwindigkeitskontrollen durchführen.

Um die technischen Voraussetzungen für eine sichere Fahrt sicherzustellen wird die Zusammenarbeit mit dem TCS im Rahmen der Beleuchtungskontrollen im Herbst fortgesetzt.