Abfallwirtschaft funktioniert gut, Verbesserungen möglich

Abfallstatistik 2023

Die Sammelstelle in Küssnacht.

Die Abfallstatistik 2023 des Kantons Schwyz zeigt, dass die Entsorgung durch die Gemeinden, Abfallzweckverbände und Betriebe sehr gut funktioniert. Verbesserungspotenziale bestehen weiterhin bei der Qualität der Grünabfälle sowie beim Schadstoffausschluss und der Verwertung von Bauabfällen.

Abfälle aus den Haushalten (Siedlungsabfälle)
Sowohl die Abfallmengen als auch die Verwertungsquoten der Siedlungsabfälle sind stabil geblieben, wobei auch im Jahr 2023 wieder etwas mehr Karton anfiel als im Vorjahr. Die Verwertung von Grünabfällen wird nach wie vor durch Kunststoffe (z. B. Folien, Säcke), aber auch durch andere Abfälle wie Asche oder Grillkohle erschwert. Um die Qualität des Grünguts und eine kostengünstige Verwertung zu gewährleisten, muss jeder Einzelne, aber auch Gemeinden, Sammelunternehmer und Abfallanlagen ihren Beitrag leisten.

Bauabfälle
Die Menge der zu Recyclingbaustoffen aufbereiteten mineralischen Bauabfälle liegt seit mehreren Jahren konstant bei rund 300 000 Tonnen oder 1.9 Tonnen pro Einwohner. Der Absatz von mineralischen Recyclingbaustoffen ist jedoch noch weiter ausbaufähig. Dies vor allem bei der Verwendung in Beton oder Asphalt (in gebundener Form). Im Jahr 2023 wurden über 35 000 Tonnen mineralische Bauabfälle (Inertstoffe) deponiert, davon drei Viertel ausserkantonal. Zunehmend wird auch Aushubmaterial ausserkantonal entsorgt, da in gewissen Regionen die Deponiekapazitäten abnehmen.

Angaben zur Entsorgung von Bauabfällen
Bei der Untersuchung und Deklaration von Schadstoffen in Bauabfällen wurden Fortschritte erzielt. Die Abfallverordnung verlangt, dass die Bauherrschaft bei Bauvorhaben zusammen mit dem Baugesuch Angaben über die vorgesehene Entsorgung macht. Betroffen davon sind Bauvorhaben, bei denen mehr als 200 Kubikmeter Bauabfälle anfallen oder bei denen mit umwelt- bzw. gesundheitsgefährdenden Abfällen zu rechnen ist. Zu diesen Abfällen zählen beispielsweise Asbest, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK; Teer), polychlorierte Biphenyle (PCB; Weichmacher) oder bleihaltige Materialien. Bei Gebäuden, die vor 1990 errichtet wurden, ist mit solchen Schadstoffen zu rechnen. Für ein optimales Recycling und zum Schutz der Beschäftigten im Baugewerbe und in den Entsorgungsbetrieben sind diese Informationen zwingend erforderlich. Eine Umfrage im Jahr 2024 zeigt, dass in der Umsetzung noch Verbesserungspotenzial besteht.

Umweltdepartement

Auskunft: Peter Inhelder, Vorsteher Amt für Umwelt und Energie, 041 819 20 03 (erreichbar: 10.00 - 11.30 Uhr)