Förderung von Tiefengeothermieprojekten im Kanton Schwyz

Um fossile Energieträger bei der Energieversorgung zu ersetzen, muss eine geeignete Mischung aus verschiedenen Energiequellen erarbeitet werden, damit das Risiko und die Nutzung auf verschiedene Lösungen verteilt wird. Eine mögliche Energiequelle stellt der tiefe Untergrund dar. Dieser ist im Kanton Schwyz nur wenig untersucht. Um die Kenntnislücken zu schliessen und das finanzielle Risiko der Investoren zu reduzieren, fördert der Kanton in Zukunft die seismischen Untersuchungen für Tiefengeothermieprojekte.

Mit einer Motion gelangte der Schwyzer Kantonsrat im Herbst 2021 an die Regierung, die zum Ziel hatte, die Nutzung tiefer Geothermie zu fördern und die Risiken der Energieversorgerunternehmen zu mindern. Im Zuge dessen wurde das kantonale Energiegesetz angepasst. Die vorgeschlagenen Anpassungen wurden an der Kantonsratssitzung vom 11. September 2024 mit 90:6 Stimmen angenommen.

Durch die gesetzlichen Anpassungen ist der Kanton Schwyz nun befugt, selbst Untersuchungen zum Potenzial und zur Speicherung von erneuerbaren Energien durchzuführen. Zur Förderung der Tiefengeothermie als einheimische und erneuerbare Energiequelle wird in den nächsten zwei Jahren eine kantonsweite Voruntersuchung gemäss Vorgaben des Bundesamts für Energie erarbeitet. Es soll die Möglichkeiten zur Nutzung der Tiefengeothermie umfassend aufzeigen und dem Kanton als Beurteilungsinstrument dienen, wenn Projektanfragen eingehen.

Zusätzlich werden die geophysikalischen Untersuchungen wie zum Beispiel seismische Erkundungen mit 30% der anrechenbaren Kosten mitfinanziert, sofern der Bund seinerseits Investitionsbeiträge gewährt. Damit sollen die Energieversorgungsunternehmen entlastet resp. das finanzielle Risiko etwas abgemildert werden. Durch die Prüfung der Projekte durch Fachspezialisten des Bundes wird sichergestellt, dass der Stand der Technik eingehalten und auch neue Erkenntnisse aus anderen Kantonen berücksichtigt werden.