Kanton Schwyz investiert weiter in energieeffiziente Gebäude

Das Förderprogramm zeigt grosse Wirkung

Die Sanierung von Gebäudehüllen ist eine Erfolgsgeschichte.

Der Kanton Schwyz setzt seine Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren erfolgreich fort. Die hohe Nachfrage nach dem Gebäudeprogramm verdeutlicht, dass die Bevölkerung und die Wirtschaft bereit sind, in klimafreundliche Lösungen zu investieren. Damit leistet der Kanton einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energieziele und zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050.

Seit dem Start im Jahr 2021 wurden bereits über 3700 Gesuche unterstützt. Dies hat Investitionen von rund 250 Millionen Franken ausgelöst und die Nachfrage bleibt auch 2025 ungebrochen hoch. Allein bis Ende September dieses Jahres konnten rund 500 Gesuche bewilligt werden, was Förderzusagen von insgesamt 5,2 Millionen Franken entspricht.

Neu hinzugekommen ist das Impulsprogramm des Bundes, das im Kanton Schwyz 2025 erstmals umgesetzt wurde. Es konzentriert sich insbesondere auf den Ersatz grosser fossiler Heizungen und dezentraler Elektroheizungen und bietet zusätzlich einen Bonus für umfassende energetische Sanierungen der Gebäudehülle. Nach einem verhaltenen Start gewinnt das Programm zunehmend an Bedeutung: Bis Ende September wurden bereits 25 Wärmeerzeuger und 20 Gesamtsanierungen bewilligt, mit Förderzusagen von knapp 0,8 Millionen Franken.

Die Wirkung der Förderprogramme zeigt sich deutlich in den aktuellen Ergebnissen. Laut dem Jahresbericht 2024 des Gebäudeprogramms des Bundes liegt der Kanton Schwyz im schweizweiten Vergleich an vorderer Stelle. Pro Einwohner konnten über 500 Kilogramm CO₂ eingespart werden, was den vierten Platz bedeutet. Auch die Energieeffizienz der Gebäude hat sich spürbar verbessert: Mit einer Einsparung von 1’800 Kilowattstunden pro Einwohner belegt Schwyz den fünften Rang im nationalen Vergleich. Damit trägt das Programm entscheidend dazu bei, das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.

Die Förderung wirkt sich nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich positiv aus. Eine Studie der EBP Schweiz AG belegt, dass jeder eingesetzte Förderfranken die regionale Wertschöpfung erhöht, Arbeitsplätze sichert, die Steuereinnahmen stärkt und gleichzeitig Umweltkosten reduziert. Somit profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger von den Investitionen.

Der Blick nach vorn zeigt, dass der Handlungsbedarf weiterhin gross ist. Viele Gebäude im Kanton sind noch immer mit fossilen oder elektrischen Heizungen ausgestattet oder verfügen über unzureichende Wärmedämmungen. Aus diesem Grund wird das Förderprogramm auch im Jahr 2026 konsequent weitergeführt. Der Kanton Schwyz setzt damit ein starkes Zeichen, dass der Ausbau erneuerbaren Energien, die Energieeffizienz und wirtschaftlicher Nutzen Hand in Hand gehen und die Energiewende auch auf kantonaler Ebene erfolgreich vorangetrieben wird.

Beide Diagramme aus dem Jahresbericht 2024 von Das Gebäudeprogramm. © Das Gebäudeprogramm

Umweltdepartement


Arthur Nauer
Abteilungsleiter Energie und Klima
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