Tätigkeitsbericht 2020 der Finanzkontrolle
Schwerpunkte der Prüftätigkeit
Im aktuellen Tätigkeitsbericht gibt die Finanzkontrolle einen Überblick über ihre Prüftätigkeit sowie über die wesentlichen Feststellungen im Jahr 2020. Neben dem ordentlichen Prüfprogramm setzte die Finanzkontrolle einen Schwerpunkt auf die Prüfung der Covid-19-Massnahmen. Handlungsbedarf sieht sie insbesondere im Umgang mit Leistungsaufträgen und in der digitalen Transformation.
Das Pandemie-Jahr 2020 hat in der kantonalen Verwaltung viel Gewohntes auf den Kopf gestellt. Die Finanzkontrolle hat ihre Prüftätigkeit der Situation angepasst. «Wir begleiten die kantonalen Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie sehr eng. Das hohe Volumen an Gesuchen, der hohe Zeitdruck, die Höhe der Beiträge und nicht zuletzt der politische Druck führen zu erhöhten Risiken», führt Dr. Roland Pfyl, Leiter der Finanzkontrolle im Bericht aus.
Herausforderungen im Umgang mit Leistungsaufträgen
Handlungsbedarf ortet die Finanzkontrolle insbesondere auch in der Zusammenarbeit mit Privaten und in der digitalen Transformation der Verwaltung. «Der Kanton Schwyz erbringt einen grossen Teil seiner gesetzlichen Aufgaben nicht direkt, sondern mittels Leistungsvereinbarungen mit Dritten, was die Komplexität – und damit auch die Risiken – zusätzlich erhöht», erklärt Pfyl. «Die Erarbeitung, Steuerung und Überwachung dieser Leistungsvereinbarungen ist ein verwaltungsweites Thema, das systematischer angegangen werden muss.»
Handlungsbedarf bei der digitalen Transformation
Ein weiteres Thema ist die Digitalisierung der Verwaltung. In der Strategie der Regierung sind unter anderem die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse, die Stärkung der Widerstandskraft gegenüber Informatiksicherheitsbedrohungen und die Stärkung der übergreifenden Zusammenarbeit und Kommunikation als Ziele gesetzt. Das Amt für Informatik hat bisher die Umsetzung von technischer Seite her übernommen. «Für die übergeordnete Umsetzung und Weiterentwicklung der Strategie fehlt aber eine ämterübergreifende Steuerung», stellt Pfyl fest.
Risiko- und wirkungsorientierter Prüfansatz
Der Tätigkeitsbericht erlaubt einen Einblick in die Breite und Vielfalt des Aufsichtsbereichs und der Prüfarbeiten. Neben der Prüfung von Rechnungsabschlüssen fokussiert die Finanzkontrolle auf risikoorientierte Prüfungen der Geschäftsprozesse und der internen Kontrollsysteme (IKS). Ziel ist es, mit Prüfungen die Verwaltungsprozesse ganzheitlich zu beurteilen und mit Empfehlungen zu Optimierungen beizutragen. Im Aufgabenbereich der Finanzkontrolle sind auch Wirtschaftlichkeits- und Wirkungsprüfungen. Damit beschränkt sich die Finanzkontrolle nicht auf die Fragestellung, ob die eingesetzten Mittel korrekt bewilligt (Rechtmässigkeit), korrekt in der Jahresrechnung verbucht (Ordnungsmässigkeit), und möglichst kostengünstig erbracht wurden (Wirtschaftlichkeit), sondern auch auf die Fragestellung, ob die eingesetzten Mittel die erhoffte Wirkung entfalten und die gesetzten Ziele erreichen.
Die wichtigsten Resultate aus den Prüfungen sind im Tätigkeitsbericht zusammengefasst. Der Tätigkeitsbericht der Finanzkontrolle kann unter www.sz.ch/finanzkontrolle eingesehen werden.
Finanzkontrolle
Auskunft: Dr. Roland Pfyl, Vorsteher Finanzkontrolle, Mittwoch, 28. April 2021, 11.00 Uhr -11.45 Uhr, Telefon 041 819 24 08