Siegerprojekt für die Sanierung und den Teilneubau der Kantonsschule Ausserschwyz in Nuolen erkoren

Mittelschulstandort in der March soll erhalten und aufgewertet werden

(Stk/i) Die Schulanlage der Kantonsschule Ausserschwyz in Nuolen weist einen erheblichen Sanierungsbedarf auf und genügt den Anforderungen eines modernen Mittelschulbetriebs nicht mehr. Eine breit abgestützte Jury hat das Siegerprojekt für eine Sanierung und einen Teilneubau des Standorts aus einem Projektwettbewerb erkoren. Das Projekt wird nun weiterentwickelt, damit der Kantonsrat anschliessend über die erforderliche Ausgabenbewilligung beschliessen kann.

Der Regierungsrat hatte sich im September 2014 zunächst dafür ausgesprochen, die Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) ab etwa 2024 nur noch an einem Standort, auf dem bestehenden Schulareal in Pfäffikon, zu führen, da an beiden bisherigen Standorten (Pfäffikon und Nuolen) erheblicher Sanierungsbedarf bestand. Im März 2015 hatte der Kantonsrat einem Projektierungskredit für einen Ersatzbau der zusammengeführten KSA und im Mai 2019 auch der Ausgabenbewilligung für einen Neubau zugestimmt. Gegen diese Ausgabenbewilligung des Kantonsrats wurde das Referendum ergriffen, und die Stimmberechtigten haben sie in der Volksabstimmung vom November 2019 abgelehnt. Der Regierungsrat hat dieses Ergebnis dahingehend interpretiert, dass der Souverän beide Schulstandorte erhalten will. Gestützt auf diese neue Ausgangslage wurden die Grundlagen für die Projektierung der Neukonzeption des Schulstandorts Nuolen erarbeitet, und der Kantonsrat stimmte hierfür an seiner Sitzung vom 18. November 2020 einer Ausgabenbewilligung über 1.65 Mio. Franken zu. In Nuolen sollen auch in Zukunft zehn bis zwölf Klassen mit insgesamt 180 bis 260 Schüler geführt werden.

Siegerprojekt für Umsetzung erkoren
Aus einem zwischen April und Oktober 2022 durchgeführten offenen Projektwettbewerb resultierten 18 unterschiedliche Vorschläge zur Umsetzung. Eine fachlich und politisch breit abgestützte Jury hat das Projekt «GIOCO» des Planerteams um Derendinger Jaillard Architekten AG, Zürich, zum Sieger erkoren und zur Weiterbearbeitung empfohlen. Der Regierungsrat hat diesem Antrag zugestimmt.

Weiterentwicklung des Siegerprojekts
Das zur Weiterbearbeitung ausgewählte Projekt besticht insbesondere durch die Setzung eines eigenständigen freistehenden Baukörpers, welcher die öffentlichen Schulräume wie Mensa und Sportnutzungen beinhaltet, sowie seine Funktion als Scharnier und Verbindung zwischen Schule und See. Mit zurückhaltenden und pragmatischen Eingriffen in die Bestandsbauten aus den Jahren 1967 und 1982 können diese nachhaltig verbessert und aufgewertet werden. Die übersichtliche und klare Verteilung der Nutzung schafft aus der organisch verbauten Schulanlage einen grosszügigen und luftigen Schulcampus zwischen Dorf und See. Dieser Ansatz bietet auch das Potential, in der weiteren Zukunft die Bestands- und Neubauten unabhängig voneinander und entsprechend den Bedürfnissen weiterentwickeln zu können. Die Konstruktion des Neubaus als durchgehender Holzbau mit Vorfabrikation unterstützt die geforderte Nachhaltigkeit des Projektvorschlags, der sich insgesamt auch sehr gut zum Bestand sowie ins Landschaftsbild eingliedert. Voraussichtlich nicht einhalten lassen wird sich der ursprünglich anvisierte Kostenrahmen von rund 25 Mio. Franken, was nebst der derzeitigen Bauteuerung auch mit dem vorgesehenen Neubau der Turnhalle zur Einhaltung der Abmessungen gemäss den Anforderungen des Bundesamts für Sport zusammenhängt. So dürfte das Projekt gemäss aktueller Kostenschätzung rund 35 Mio. Franken kosten.

Gestützt auf das vorliegende Wettbewerbsergebnis können die detaillierten Anforderungen an das Sanierungs- und Bauvorhaben nunmehr verfeinert werden, wobei auch geklärt wird, welche Nutzungen ins das bestehende Patres-Haus, das der Kanton letztes Jahr käuflich erworben hat, integriert werden können. Im Weiteren erfolgen die Ausarbeitung des Bauprojekts mit Kostenvoranschlag für den Ausgabenbeschluss durch den Kantonsrat, die sorgfältige Einbettung in die kantonale Finanzplanung und eine vertiefte terminliche Abstimmung auf die im Bau befindliche KSA in Pfäffikon. Ein frühestmöglicher Baubeginn in Nuolen dürfte gemäss aktueller Einschätzung im zweiten Halbjahr 2025 liegen.

Das Siegerprojekt sowie die weiteren eingegangenen Projektvorschläge werden der Bevölkerung vom 23. – 25. Januar 2023, jeweils von 17.00 h – 19.00 h, im Singsaal der KSA in Nuolen im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung präsentiert.

Staatskanzlei

Dokumentation: Jurybericht

Auskunft:

  • Landammann André Rüegsegger, Vorsteher Baudepartement, Telefon 041 819 25 00, für Fragen zum Bau
  • Landesstatthalter Michael Stähli, Vorsteher Bildungsdepartement, Telefon 041 819 19 00, für Fragen zur Bildung