Temporäre Unterkunft für Ukraine-Flüchtlinge in Brunnen

Platz für rund 80 Personen

(AFM/i) Die Bewältigung der Flüchtlingswelle, die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurde, stellt weiterhin eine grosse Herausforderung für die Bereitstellung von Unterkünften dar. Das Amt für Migration führt deshalb bereits eine befristete Zeltstadt in der ehemaligen «Landi» in Seewen. Zusätzlich wird ab 15. Februar 2023 eine weitere temporäre Unterkunft für rund 80 Personen in Brunnen in Betrieb genommen.

Seit Kriegsausbruch vor bald einem Jahr haben über 74 000 Personen aus der Ukraine Schutz in der Schweiz gesucht und erhalten. Davon sind rund 1150 Personen im Kanton Schwyz untergebracht. Aufgrund des anhaltenden Kriegs ist auch in den nächsten Monaten mit weiteren Flüchtlingen aus der Ukraine zu rechnen.

Weitere Unterbringungsmöglichkeiten nötig
Durch das grosszügige und konstruktive Zusammenspiel zwischen Anbietern privater Unterkünfte, kantonalen Durchgangszentren, Wohnungen auf Gemeindestufe und der Erschliessung zusätzlicher kantonaler und kommunaler Kollektivunterkünfte konnten im Kanton Schwyz bisher genügend Wohnplätze zur Verfügung gestellt werden. Ein wichtiges Element zur Entlastung der Gemeinden ist die im September 2022 eröffnete, zeitlich befristete Zeltstadt in der ehemaligen Landi in Seewen. Sie bietet Platz für über 100 Personen.

Zusätzliche Unterbringungsplätze in Brunnen
Als zusätzlich rasch umsetzbare und kostengünstige Lösung wird in der leerstehenden Industriehalle des Wohn- und Geschäftshauses an der Muotastrasse 2a in Brunnen eine temporäre Unterbringung für rund 80 Personen in Betrieb genommen. Die Eigentümerin vermietet die Halle dem Kanton vorerst während eines Jahres. Diese Umnutzung erfolgt in Abstimmung mit der Gemeinde Ingenbohl. Als Standortgemeinde von kantonalen Unterbringungsplätzen erhält Ingenbohl für ihre besonderen Aufgaben während der Laufzeit des Betriebs eine Kompensation auf den bestehenden Verteilschlüssel. Die temporäre Unterkunft wird ab dem 15. Februar 2023 schrittweise bezogen und ist vollständig durch den Kanton finanziert. Sie wird von der Caritas Schweiz betrieben, die im Auftrag des Kantons auch die übrigen kantonalen Durchgangszentren und kollektiven Unterkünfte betreut.

Diese zusätzlichen Unterbringungskapazitäten tragen dazu bei, die ukrainischen Flüchtlinge länger in den kantonalen Strukturen zu beherbergen und damit den Druck auf die Gemeinden zu verringern.

Amt für Migration

Auskunft: Markus Blättler, Vorsteher Amt für Migration, Tel. 041 819 22 07