Sanierung und Ausbau der Hauptstrasse Seewen – Lauerz

Der Regierungsrat unterbreitet dem Kantonsrat eine Ausgabenbewilligung von 11.276 Mio. Franken

Die Visualisierung verdeutlicht, wie die Hauptstrasse nach der Sanierung aussehen wird.

Die Hauptstrasse Nr. 2 im Zingel zwischen Lauerz und Seewen soll saniert und ausgebaut werden, um die zufolge von Setzungen aktuell beeinträchtigte Verkehrssicherheit wieder zu gewährleisten und die Strasse vor immer wieder eintretenden Hochwasserereignissen im Lauerzersee besser zu schützen. Dafür beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat eine Ausgabenbewilligung von 11.276 Mio. Franken.

Die Hauptstrasse Nr. 2 (Lauerzerstrasse) verläuft entlang des südlichen Ufers des Lauerzersees von Lauerz nach Seewen. Sie dient einerseits als Zubringer zum Autobahnanschluss A4 in Goldau, anderseits als Zubringer zum Autobahnanschluss A4 in Seewen/Schwyz. Im Bereich des Steinbruchs Zingel kommt es seit Jahren zu differenziellen Setzungen, insbesondere auf der Seeseite der Strasse. Daher weist der Strassenbelag Risse auf und musste bereits mehrfach ausgebessert werden. Die Verkehrssicherheit ist aufgrund der starken Unebenheiten stellenweise nicht mehr gewährleistet. Ferner wird der Abschnitt heute teilweise von statistisch alle 20 Jahre eintretenden Hochwasserereignissen (HQ20) im Lauerzersee überschwemmt, wodurch auch die direkte Strassenverbindung zwischen Lauerz und Seewen beeinträchtigt wird. Auch für den Langsam- und dabei insbesondere den (Freizeit-)Veloverkehr weist die Strasse eine erhebliche Bedeutung auf.

Verbesserungen für die Verkehrssicherheit und Schutz vor Hochwasser
Das vorliegende Projekt sieht vor, die Strasse aus dem unmittelbaren Uferbereich auf gewachsenes Terrain in den südlichen Hang zu verlegen. Ziel ist es, durch diese Verlegung auf stabiles Terrain das Setzungsproblem zu umgehen. Durch die Anhebung der Strasse im gesamten Bereich auf eine Höhe von 449.45 m ü. M. kann der Hochwasserschutz für ein 30-jährliches Hochwasserereignis (HQ30) gewährleistet werden.

Für die Verlegung der Strasse und die hierfür notwendig werdende Terrainsicherung muss bergseitig eine bis zu acht Meter hohe Stützmauer errichtet werden. Zur Errichtung dieser Stützkonstruktion sind Massnahmen zur Hang- bzw. Baugrubensicherung erforderlich. Der Strassenkörper wird neu fundiert. Zur weiteren Erhöhung der Verkehrssicherheit wird der Velo- und Gehweg auf der gesamten Abschnittslänge auf 3 m verbreitert. Er wird räumlich zudem mit einem Grünstreifen von ca. 80 cm von der Strasse abgetrennt. Beim Rastplatz Zingel wird ein separater Veloparkplatz erstellt.

Baubeginn im Sommer 2025
Nachdem der Regierungsrat das Projekt genehmigt hat, kann dem Kantonsrat die Ausgabenbewilligung unterbreitet werden. Nach Genehmigung der Ausgabenbewilligung durch den Kantonsrat ist vorbehältlich eines Referendums geplant, mit den Arbeiten im Sommer 2025 zu beginnen. Diesfalls könnten die Hauptarbeiten voraussichtlich im April 2027 abgeschlossen werden.

Im rot markierten Bereich wird die Strasse saniert und ausgebaut.

Staatskanzlei


Regierungsrat André Rüegsegger
Vorsteher Baudepartement
+41 41 819 25 00