Rund 2100 Lehrpersonen am ersten Bildungstag des Kantons Schwyz

Zur Verankerung der Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Schulalltag

Landammann Michael Stähli begrüsste die 2100 Lehrpersonen in der Rigihalle in Küssnacht. (Bild: Staatskanzlei)

Das Amt für Volksschulen und Sport des Kantons Schwyz hat am Mittwoch, 10. Juni 2026, erstmals einen kantonsweiten Bildungstag für die gesamte Volksschule durchgeführt. Rund 2100 Lehrpersonen, Schulleitungen, Rektorinnen und Rektoren aus dem Kindergarten bis zur Sekundarstufe I setzten sich mit der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) auseinander. Als integrativer Bestandteil des Lehrplans 21 ist BNE fest im Bildungsauftrag der Volksschule verankert.

Der Bildungstag ist mehr als eine punktuelle Weiterbildung. Er bildet den Abschluss eines gemeinsamen Entwicklungsprozesses, der seit dem Frühjahr 2025 verschiedene Funktionsstufen der Volksschule in mehreren Veranstaltungen einbezogen hat. Im Zentrum stand die Frage, wie sich die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) konkret und wirksam im Schulalltag verankern lässt.

Ein Tag im Zeichen der Nachhaltigkeit
Der Tag begann am Vormittag an 15 Gastschulhäusern im ganzen Kanton. Den Einstieg bildete ein digitaler Escape Room: Die Teilnehmenden reisten virtuell durch die Schwyzer Bezirke und lösten Rätsel zu den sieben Themenfeldern der BNE. Anschliessend standen an den 15 Standorten insgesamt 94 verschiedene Ateliers zur Auswahl. Neben ausserschulischen Akteuren sowie verschiedenen kantonalen Ämtern und Bezirksbehörden beteiligten sich auch zahlreiche regionale Unternehmen mit eigenen Inputs – ein Beleg dafür, wie vielfältig und vernetzt das Thema gedacht werden kann.

2100 Lehrpersonen verfolgten die drei
Referate zu BNE. (Bild: BiD)

Drei Referate in der Rigihalle
Für die Plenumsveranstaltung am Nachmittag bot die Rigihalle in Küssnacht den Rahmen – als einziger Standort im Kanton Schwyz mit Platz für alle Lehrpersonen. Drei pointierte Referate mit anschliessender moderierter Fragerunde eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf BNE und vertieften zentrale Aspekte:

  • Tobias Müller, Moderator des SRF-Wissensmagazins «Einstein», ordnete als Wissenschaftsjournalist die Bildung für Nachhaltige Entwicklung in den grösseren gesellschaftlichen Kontext ein und machte komplexe Zusammenhänge verständlich.
  • Dr. Sarah Genner, Digitalexpertin, Dozentin und Beraterin, beleuchtete das «Digital Wellbeing» und plädierte für einen bewussten und reflektierten Umgang mit digitalen Medien.
  • Prof. Dr. sc. nat. Markus Wilhelm, Professor für Naturwissenschaftsdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Luzern und Co-Inhaber eines UNESCO-Lehrstuhls für Didaktik der Nachhaltigkeitswissenschaft, verband wissenschaftliche Grundlagen mit konkreter Unterrichtspraxis.

«Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist im Lehrplan 21 verankert und damit ein fester Bestandteil unseres Bildungsauftrags. Sie ist kein zusätzliches Fach, sondern unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, Zusammenhänge in Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zu verstehen, sich eine fundierte Meinung zu bilden und verantwortungsvoll zu handeln. Dass sich heute rund 2100 Lehrpersonen praxisnah mit der Umsetzung im Unterricht auseinandersetzen, ist ein starkes Zeichen für die Qualität und Zukunftsorientierung unserer Volksschule», sagte Landammann Michael Stähli, Vorsteher des Bildungsdepartements.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Der Bildungstag ist ein gemeinsames Projekt des Amts für Volksschulen und Sport, der Pädagogischen Hochschule Schwyz, des Verbands Lehrerinnen und Lehrer Kanton Schwyz sowie des Verbands der Schulleiterinnen und Schulleiter Schwyz. Mehrere Rektorate und Schulleitungen öffneten am Vormittag ihre Schulhäuser für die benachbarten Schulen und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des ersten Bildungstags.

Bildungsdepartement


Michael Stähli
Landammann und Vorsteher Bildungsdepartement
+41 41 819 19 00