Sommer - Sonne - Ozon

Gesundheitliche Belastung durch Ozon vermeiden

Mit einfachen Massnahmen gut durch die heissen Tage kommen. (Bild: Wikimedia Commons)

Wenn die Sonne vom Himmel lacht, steigen nicht nur die Temperaturen und die Lust auf Freizeit im Freien: Auch die Ozonwerte nehmen in den Sommermonaten zu. Mit einfachen Verhaltensweisen kann jeder seine Gesundheit schützen und gleichzeitig mithelfen, die Ozonbildung zu reduzieren. Die Luftqualität im Kanton Schwyz hat sich langfristig zwar verbessert, einzelne Belastungsspitzen während heisser und sonniger Wetterlagen bleiben jedoch bestehen.

Sommerwetter lädt zum Verweilen im Freien ein: Velofahren, Wandern, Grillieren oder ein Sprung ins kühle Wasser. Doch an besonders sonnigen und warmen Tagen kann die Luft zusätzlich durch erhöhte Ozonwerte belastet sein. Das farblose Gas ist zwar hoch oben in der Atmosphäre ein wichtiger Schutzschild gegen UV-Strahlung, am Boden kann es jedoch gesundheitliche Probleme verursachen. Gerade deshalb lohnt es sich, ein paar einfache Regeln zu beachten.

Besonders empfindlich reagieren Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Atemwegserkrankungen. Ozon kann bei zu hoher Konzentration zu Augenreizungen, Husten oder Atembeschwerden führen. Wer sich bei Ozonbelastung richtig verhält, kann Beschwerden vermeiden und den Sommer unbeschwert geniessen.

Die besten Tipps für heisse Ozontage
Bei hohen Ozonwerten helfen bereits kleine Anpassungen im Alltag:

  • körperlich anstrengende Aktivitäten wie Sport oder Gartenarbeit auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verschieben
  • bei grosser Hitze und hohen Ozonwerten längere Aufenthalte in der prallen Sonne meiden
  • Innenräume während der kühleren Tageszeiten lüften
  • auf das eigene Wohlbefinden achten und bei Beschwerden Pausen einlegen

Wer an heissen Tagen draussen aktiv sein möchte, muss also nicht verzichten, oft reicht es, den richtigen Zeitpunkt zu wählen.

Gemeinsam für bessere Luft
Die Entstehung von bodennahem Ozon hängt stark mit Luftschadstoffen zusammen, die unter Sonneneinstrahlung reagieren. Deshalb sind Massnahmen zur Reduktion dieser sogenannten Vorläuferstoffe entscheidend.

Jede und jeder kann einen Beitrag leisten:

  • kurze Wege möglichst zu Fuss, mit dem Velo oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen
  • schadstoffarme Fahrzeuge und Fahrgemeinschaften nutzen
  • saisonale regionale Produkte mit kurzen Transportwegen einkaufen
  • möglichst lösungsmittelfreie Produkte verwenden, lösungsmittelhaltige Produkte bewusst und sparsameinsetzen
  • im Hobby- und Gartenbereich elektrische Geräte bevorzugen

Luftqualität im Kanton langfristig verbessert
Die Luftqualität im Kanton Schwyz hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verbessert. Die Belastung durch viele klassische Luftschadstoffe wie Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und die Gehalte von Schwermetallen im Feinstaub ist deutlich zurückgegangen. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung können während stabiler Wetterlagen mit viel Sonne und hohen Temperaturen weiterhin erhöhte Ozonwerte auftreten. Ein bewusster Umgang mit heissen Sommertagen und die konsequente Reduktion von Luftschadstoffen bleiben deshalb wichtige Beiträge für eine gute Luftqualität.

Weiterführende Informationen
Umwelt Zentralschweiz informiert im jährlich erscheinenden Jahresbericht über die Entwicklung der Luftbelastung in der Zentralschweiz. Zum Jahresbericht

Um ein klares Bild über die aktuelle Luftschadstoffbelastung an einem bestimmten Ort zu erhalten, lohnt es sich, die gemessenen Schadstoffkonzentrationen an diesem Ort zu prüfen, z. B. mit der AirCHeck-App, der Meteosuisse-App oder auf www.in-luft.ch.

Umweltdepartement


Peter Inhelder
Vorsteher Amt für Umwelt und Energie
+41 41 819 20 03
(erreichbar am Dienstag, 7. Juli 2026: 11:00–12:00 Uhr)