Regulierung des Chöpfenbergrudels abgeschlossen
Vier Jungwölfe entnommen – weitere Erkenntnisse aus Rissereignissen und Luchsfund
Die Regulierung des Chöpfenbergrudels ist abgeschlossen. Die kantonale Wildhut hat im Rahmen der geltenden Verfügung vier Jungwölfe entnommen. Zudem bestätigen die vorliegenden DNA-Analysen Wölfe als Verursacher von zwei Rissereignissen in Oberiberg und Altendorf. Ausserdem wurde in Innerthal ein toter Luchs aufgefunden.
Im Rahmen der geltenden Verfügung zur Regulierung des Chöpfenbergrudels hat die kantonale Wildhut vier Jungwölfe und damit zwei Drittel der diesjährigen Jungtiere entnommen. Die verfügte Quote ist damit erfüllt und die Regulierung abgeschlossen. Das Monitoring im Streifgebiet wird weitergeführt.
Erkenntnisse aus Rissereignissen in Oberiberg und Altendorf
Am 9. September 2026 ereigneten sich in Rieten (Oberiberg) und am 20. September 2026 in Wisital (Altendorf) Rissereignisse. Betroffen waren in Oberiberg drei Schafe, in Altendorf vier Ziegen. Aufgrund der vor Ort festgestellten Spuren ging die Wildhut in beiden Fällen von einem Angriff durch einen Wolf aus und sicherte DNA-Proben zur weiteren Abklärung. Die nun vorliegenden Resultate haben Wölfe als Verursacher bestätigt.
Die Individualanalyse aus dem Rissereignis in Altendorf konnte dem Wolf M640 zugeordnet werden. Der bereits bekannte Wolf M640 wurde somit erneut genetisch nachgewiesen und stammt aus dem letztjährigen Wurf des Chöpfenbergrudels. Das aktuelle Ereignis zeigt, dass sich das Tier weiterhin innerhalb seines bekannten Streifgebiets aufhält und das Rudel noch nicht verlassen hat.
Im Fall von Oberiberg konnte bislang keine Individuenbestimmung vorgenommen werden. Deshalb wurden weitere Proben zur Analyse eingesandt. Die Analysen wurden durch das Labor für Naturschutzbiologie der Universität Lausanne durchgeführt.
Toter Luchs in Innerthal aufgefunden
Auf dem Gemeindegebiet von Innerthal fanden Drittpersonen Mitte Oktober auf rund 1 450 m ü. M. in einer Höhle einen toten, adulten Luchs. Aufgrund des Zustands des Tieres ist davon auszugehen, dass es bereits seit längerer Zeit verendet war. Die Lage des Fundortes sowie die vorgefundenen Spuren deuten darauf hin, dass der Luchs vermutlich abgestürzt ist und sich anschliessend nicht mehr selbstständig aus der Höhle befreien konnte. Für die Bergung war Abseilmaterial erforderlich.
Der Luchs wurde gemäss den Vorgaben des Bundes dem Institut für Fisch- und Wildtiergesundheit (FIWI) der Universität Bern zur Untersuchung übergeben. Anhand des individuellen Fellmusters kann geprüft werden, ob das Tier bereits bekannt und dokumentiert ist. Weitere Erkenntnisse werden nach Vorliegen des Untersuchungsberichts des FIWI erwartet.
Amt für Wald und Natur
Rinze Zgraggen
Abteilungsleiter Jagd und Wildtiere
+41 41 819 18 41
(erreichbar am Mittwoch, 21. Oktober 2026: 9.00 – 10.00 Uhr)